Neues in Sachen Ns 1

Bitte tragt Eure Termine 2019 im Kalender ein.
  • Mahlzeit!


    Nach dem mich das Studium in den letzten Monaten umfangreich in Anspruch genommen hat, konnte ich mich nach 3 Monaten Pause endlich wieder meiner sich im Bau befindlichen Feldbahnlok widmen.
    Wie lange ich nicht mehr da war, zeigte sich vorallem am der zugewachsenen Strecke.


    Nachdem ich die Gleise wieder befahrbar gemacht hatte, wollte ich den Dieselmotor wieder betriebsfähig machen. Dafür mußte zunächst das beschädigte Gebläserad der Luftkühlung getauscht werden, an dem mehrere Segmente der Beschaufelung ausgebrochen waren. Zum Glück war ein Ersatzteil Dank des heute noch existierenden Herstellers beschaffbar, zwar nicht billig, aber immerhin erhältlich


    Zunächst wurde die Schwungscheibe ausgebaut, mit welcher der Gebläsering verschaubt ist.
    Bei der Gelegenheit konnte man auch mal einen Blick in das Gebläsegehäuse werfen.


    Nun konnte der neue Gebläsering mit der Schwungscheibe verschraubt und letztere wieder an die Motorwelle angebaut werden.
    Nachfolgend wurde ein Auspuff gebaut und die provisorische Befestigung des Ölbadluftfilters verbessert. Einen passenden Filter kann man zwar ebenfalls beim Hersteller kaufen, aber wegen der Preislage warte ich lieber auf einen gebrauchten bei ebay


    Ebenfalls als Übergangslösung wurde ein Kraftstofftank angebaut, der wegen seiner unpassenden Form und Größe später durch einen geeigneteren ersetzt wird.


    Nach dem Anschluß sämtlicher Kraftstoffschläuche erfolgte das Einstellen des Ventilspiels.


    Da nun alle Vorbereitungen abgeschlossen waren, wurde der Tank befüllt und der Motor entsprechend der Bedienungsanleitung bei Dekompression durchgekurbelt.
    Nach etwa 40 Umdrehungen und ausreichend hoher Drehzahl wurde die Dekompressionsautomatik eingeschaltet und der Motor sollte nach etwa 6-7 weiteren Umdrehungen anspringen.


    Zu meiner großen Enttäuschung passierte aber nix!!!
    Die Prozedur habe ich noch mehrmals wiederholt, ohne Erfolg.


    Nun ging es an die Fehlersuche. Zunächst habe ich die Einspritzdüse ausgebaut. Da sie äußerlich ohne Befund war wollte ich sie "feldmäßig" im ausgebauten Zustand prüfen, indem ich sie an die umverlegte Druckleitung angschloß und in ein Gurkenglas hielt. Das erhoffte Spritzbild war mangels austretendem Kraftstoffs allerdings nicht zu beobachten.


    Die Druckleitung war jedenfalls nicht verstopft und so viel der Verdacht auf die Einspritzpumpe, welche nicht einmal bei abgebauter Druckleidung Anstalten machte auch nur einen Tropfen Diesel zu fördern


    Nachdem ich die Pumpe ausgebaut, zerlegt, gereinigt, zusammengesetzt und wieder eingebaut hatte, zeigte sich auch keine Besserung. Da ich auf dem Gebiet der Motorentechnik nur ein Autodidakt bin, werde ich die Pumpe wohl oder übel einer Fachwerkstatt zur Befundung übergeben müssen.


    Nach so viel Enttäuschung habe ich mich dann erstmal anderen Dingen gewidmet.
    So wurde der Kupplungsautomat und das Getriebe, beide aus einem Motorrad der Marke "AWO", hervorgeholt und zusammengebaut.


    Bei der Kupplung handelt es sich um eine mechanisch betätigte schraubenfederbelastete Einscheiben-Zweiflächen-Trockenkupplung. Die Betätigung erfolgt durch eine Druckstange, die durch die als Hohlwelle ausgeführte Getriebeantriebswelle geführt ist und durch einen Hebel an der Abtriebsseite des Getriebes gegen die Druckplatte der Kupplung gedrückt wird.
    Wie das Getriebe habe ich auch die Kupplung zu vernünftigen Konditionen bei ebay erwerben können.


    Trotz des hohen Alters von Rund 50 Jahren befinden sich beide in einem guten Zustand, lediglich einer der 6 Gewindebolzen, die den Kupplungsautomaten zusammenhalten, war schon beim Kauf abgerissen und muß erneuert werden, was sich aber mit geringem Aufwand bewerkstelligen läßt.


    Bei Gelegenheit werde ich mich an die Abgasanlage des Motors machen. Wichtigstes Teil wird dabei der Schalldämpfer sein. Meine Konstruktion sieht ein Gehäuse aus Vierkantrohr vor, daß einen aufgeschraubten Deckel bekommt.
    Damit kann ich später experimentell mit verschiedenen Einsätzen (Lochblech u.dgl) die optimale Geräuschdämpfung ermitteln, zudem bleibt die Möglichkeit zur Reinigung. Sämtliche Rohrleitungen werden mit 2-Loch-Flanschen angeschlossen.


    Mit Gruß aus der Lokwerkstatt


    Sven

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    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Die Einpritzpumpe zerlegt zum Reinigen. Die Befundung durch eine Fachwerkstatt ergab ein stellenweise verschlissenes Pumpenelement. Eine Reparatur der Pumpe würde so aufwendig, das mir der Kauf einer neuen nahegelegt wurde. Die 188? dafür sind mir mich derzeit allerdings nicht finanzierbar :(

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  • Ein Pappmodell der Abgasanlage. Die einelnen Komponenten werden später durch 2-Loch-Flansche verschraubt.

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  • Kupplungsautomat einer AWO. Deutlich kann man hier den Aufbau und die Funktionsweise erkennen.

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  • Hallo Maschinist,


    schau mal unter diesem Link nach


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    Da ist sehr ausführlich die Einstellung von Kleindieseln am Beispiel beschrieben.
    Um lesen zu können musst Du Dich aber anmelden.


    Ich hoffe, Du findest da die Lösung für Dein Problem.


    Gruß Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Hallo Sven,


    wenn ich mir da meinen Antrieb und Getriebe anschaue, werde ich neidisch bzw. bin ganz froh, daß ich nicht mit Einspritzpumpenhavarien zu tun habe.
    Ich hoffe das du möglichst bald die Einspritzpumpe bestellen kannst und hoffe, das du dann eine Soundprobe mal hier einstellst.


    Viele Grüße aus Polen vom Erbauer der kleinen Schwester


    Martin


    P.S.: Im Bild sind meine Getiebe-und Antriebsteile zu sehen. Sind sie nicht niedlich ?

  • Mahlzeit!



    Niedlich, das trifft es in der Tat, bei deinem Tempo bekomme ich wiederum ganz große Augen.


    Ein alter Motorenschlosser hat mir mal gesagt: "Dieselmotoren machen Dir zwar bei der Reparatur eine Menge Arbeit, aber wenn sie dann erstmal laufen, dann zuverlässig über Jahre".


    In dem Sinne frohes Schaffen!


    Gruß Sven

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  • Mahlzeit!


    In der letzten Woche hatte ich wieder Gelegenheit etwas an der Lok zu arbeiten, genauer gesagt am Motor.
    Zwar hatte die bei ebay erworbene Ersatz-Einspritzpumpe noch nicht erhalten, doch konnte ich mich über ein Werkstatthandbuch für meinen Hatz E673 LHK freuen, welches der Feldbahner bei einem schweizer Motorenheini entdeckt hatte.
    Dieses unscheinbare Buch sollte sich noch als sehr hilfreich erweisen, denn beim genaueren Hinsehen fiel mir auf, daß eine Distanzscheibe zwischen Pumpenstößel und dessen Antrieb schlichweg fehlte!


    Infolgedessen war der tatsächliche Hub der Pumpe viel zu gering, was mich zu dem Versuch verleitete, die totgeglaubte Einspritzpumpe nochmals einzubauen. Da ich die Stärke der Distanzscheibe nur anhand der Bilder schätzen konnte, habe ich fürs Erste einfach 2 gute alte 5-Pfennig-Stücke eingebaut.


    Beim Durchdrehen des Motors hat die Pumpe dann tatsächlich gefördert. Das Spritzbild der danach angebauten Düse sah auch überraschend gut aus. So entschloß ich mich, die Düse einzubauen und einen Versuch zu wagen...


    ein Filmchen davon gibts hier:


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    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

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