Neues aus der Lokwerkstatt

Bitte tragt Eure Fahrbetriebs-/ und Veranstaltungs-Termine 2020 im Kalender ein.
  • Beim Verschweißen der äußeren Hebel bestand die Herausforderung die Hebel in einer Ebene zu positionieren. Beim Grübeln über die richtige Technologie habe ich mir die originalen Wellen mal genauer angesehen. Dabei ist mir eine augenscheinlich funktionslose Bohrung in den Anlenkhebeln aufgefallen.


    Da diese genau den gleichen Abstand von der Welle wie den der Bohrungen in den äußeren Hebeln hat, lag die Vermutung nahe, daß die Bohrung als Positionierhilfe dient.


    Diese Bohrung habe ich nun nachträglich in die bereits aufgeschweißten Anlenkhebeln eingebracht.


    Für das ebene Aufspannen der Wellen für das Heften kam nun gleich der neue Schweißtisch zum Einsatz. Mittels Distanzhölzern wurden die äußeren Hebel im richtige Abstand von der Mitte gespannt. Die richtige Höhe wurde mit Parallelunterlagen und in die Bohrungen eingesteckte Stifte eingestellt.

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    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

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  • Nach dem Heften wurden die Hebel mit Kehlnähten auf der Welle angeschweißt. Hierbei habe ich die Toleranz meiner Nachbarn ganz gehörig auf die Probe gestellt, da ich absolut nicht in Schweißlaune war :( ...kaum war die Schlacke abgeschlagen, wurde zum Schleifer geriffen, nach fast zweieinhalb Stunden hab ich das ganze dann sein lassen.


    Lediglich ein Gartennachbar hat dann mal nach mir geschaut und mir gesagt, daß die Nähte besch..eiden aussehen, wenn er mich nicht darauf hingewiesen hätte, wäre es mir gar nicht aufgefallen ;)


    Nach eigenen Angaben sei er gelernter Schweißer, auf meine Nachfrage hin, hatte er aber ganz plötzlich keine Zeit mehr... :D


    Zwar stand außer Frage, ob die Nähte halten, aber einen Preis für Schönheit ist damit nicht zugewinnen.


    Am Abend lagen dann die beiden fertigen Wellen mit den zugehörigen Lagern auf dem Vorbau der aufgebockten Maschine zum Einbau bereit.

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  • Der Einbau der Bremswellen war im Gegensatz zum Schweißen dann eine leichte Übung. Hier ein Blick auf die hintere Bremswelle, deutlich ist die Positionierbohrung im Anlenkhebel zu sehen.

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  • Die gleiche Welle von oben gesehen, später wird die Sicht hier durch das Getriebe verdeckt.

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  • Nach getaner Arbeit wurde sich das obligatorische Feierabendbier genehmigt (vielleicht hätte ichs früher trinken sollen, für bessere Nähte :D ) und die Werkstatt aufgeräumt.


    Die Drehmaschine hat sich sehr gut bewährt, lediglich mit dem Schnellwechselstahlhalter bin ich noch nicht ganz zufrieden, da beim Spannen von Innendrehstählen der Spannhebel im Weg ist.


    Ich werde mich daher für diese Anwendung mal nach einem normalen Vierfachstahlhalter umsehen.


    Bei der Gelegenheit wurde noch ein uraltes Emaille-Schild mit der Aufschrift "Dreherei" angebracht, daß ich vor Jahren in einer stillgelegten Werkhalle geborgen habe.


    Die zurückliegenden Bautage waren unterm Strich recht erfolgreich, zumal sämtliches Material dem eigenen Lagerbestand entnommen werden konnten.


    In den nächsten Monaten wird es kaum Fortschritte geben, das Studium geht vor.


    Mit freudigem Gruß


    Sven

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  • Mahlzeit!


    Schon seit einiger Zeit hatte ich mich gedanklich mit der Herstellung von Bremskötzen für die Lok befaßt. Als Material kam für mich aus Kostengründen nur Holz in Frage.


    Entgegen der weitverbreiteten Meinung, daß dafür lediglich Hartholz geeignet ist habe ich mich von einem Feldbahnlok-Besitzer beraten lassen, dessen Lok seit über 30 Jahren mit Holz gebremst wird. Hartholz hat den Nachteil durch Öl und Schmutz mit der Zeit eine sehr harte glasige Oberfläche zu bekommen, was höheren Verschleiß der Radreifen und eine verminderte Bremswirkung zu Folge hat.


    Langfaserige Weichhölzer, wie Lärche und Kiefer sind am besten geeignet, Pappel ist schon wieder zu weich.


    Da ich von Haus aus kein "Holzwurm" bin, habe ich mich an jemanden gewandt, der sich damit auskennt.
    Martin hat mir dann vor ein paar Tagen dieses Bild geschickt:

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  • Er hat hervorragende Arbeit geleistet, so hätte ich das niemals hinbekommen!


    Die Absätze an der Rückseite dienen später zu Einsetzen der Bremssohlen in die eisernen Halter, welche wiederum an den Bremshebeln befestigt sind.


    Gruß Sven

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  • Mahlzeit!


    Am vergangenen Wochenende konnte ich die Bremssohlen schon einmal anprobieren, die Halter sind allerdings noch nicht fertig.

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  • Da ich wegen eines Sturms am Freitag erst am Sonnabend Morgen heimfahren konnte, blieb mir nur Zeit für einige kleinere Arbeiten.


    Für die Motorhaube war noch ein Deckel anzufertigen, der im Original den Zugang zum Zylinderkopf abdeckt. Mein "Tauschmotor" sitzt etwas weiter vorn auf dem Rahmen.


    Zunächst wurde ein entsprechend zugeschnittenes 2-mm-Blech gebogen. Im Anschluß erfolgte das Biegen und Anschweißen eines Bügelgriffes aus 6er Rundmaterial.


    Zum Schluß wurden noch zwei Aussteifungen eingeschweißt.


    Wie beim großen Vorbild klappert der Deckel bei laufendem Motor ganz und gar gewaltig und bekommt noch einen übliche Filzeinlage.


    Damit ist die Motorhabe fast komplett, es fehlt nur noch der Sandkasten.

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  • Den Rest des Wochenendes habe ich mir kleineren Reparaturen verbracht und bei herrlichstem Sonnenschein wurde dann noch etwas gefahren.


    An einigen Stellen ist die Strecke schon regelrecht zugewachsen und macht dem Begriff Feldbahn alle Ehre.

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    • Zug01.jpg

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    • Zug02.jpg

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    • Zug03.jpg

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    • Zug04.jpg

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    • Zug05.jpg

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  • Die Aktivitäten in der Werkstatt wurden dann ausgiebig von der werkseigenen Katze begutachtet...


    Demnächst werden eine Reihe von Normteilen (Spannschlösser, Kettenräder u.a.)beschafft, die zum Weiterbau von Bremse und Antrieb benötigt werden.


    Ich werde zu gegebener Zeit davon Berichten.


    Gruß Sven

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    • Werkskatze.jpg

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  • Zitat

    Die Aktivitäten in der Werkstatt wurden dann ausgiebig von der werkseigenen Katze begutachtet...
    ...
    Ich werde zu gegebener Zeit davon Berichten.


    Und bitte auch nicht vergessen, wieder ein Foto von der "Frau(?) Inspektor" mit dranzuhängen :] !!!
    Danke im Voraus !

    :love: ... Gerald "GeGa" Buschan - der DAMPF-Bahn-Freak & ZENSUR-Allergiker ... !
    Orthographie: Ned imma frei erfundn & Ähnlichkeitn mit div. Regeln daher unvameidbar!
    Ceterum censeo: Das LEBEN ist schöööön - grundsätzlich !!!

  • Zitat

    Original von Maschinist
    Die Aktivitäten in der Werkstatt wurden dann ausgiebig von der werkseigenen Katze begutachtet...


    ....dieses Exemplar scheint keine Angst vor Metallspänen in den Pfoten zu haben, oder ist bereits immun ;-)

  • Mahlzeit!


    Solange die Späne nicht beißen, bestimmt nicht.
    Jetzt kann man sich zumindest denken woher der Begriff "Laufkatze" kommt...;)


    Gruß Sven

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  • Mahlzeit Stephan,


    und ob die echt ist, seit dem Sie bei uns wohnt ist der Bestand an Werkstattmäusen erheblich zurückgegangen.


    Gruß Sven

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  • Mahlzeit!


    Einen kleinen Film von Wochenende gibst hier:


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.


    Gruß Sven

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  • Mahlzeit!


    Es gibt endlich wieder Neues vom Bau der Ns 1 zu berichten.
    Der Arbeitsplan sah unter anderem das Anpassen des Motorschwungrades für den Einbau der Reibungskupplung vor.


    Dafür wurde am vergangenen Donnerstag Abend zunächst das Schwungrad ausgebaut und gereinigt. Nach dem Abschrauben des Lüfterrades von der Rückseite wurde die alte Lackierung vom Schwungrad entfernt.


    Das zweite Bild zeigt schon die Aufgaben für den nächsten Tag. Zum einen muß das Schwungrad innen um 7 mm ausgedreht werden, um den Grundkörper der Kupplung darin versenken zu können.


    Um den Zugang zu den 4 Befestigungsschrauben der Schwungradnabe auch nach dem Einbau der Kupplung zu gewährleisten ist außerdem das Ausdrehen der alten Kupplungsnabe notwendig.


    Von den 6 Gewindebolzen, die in Kupplungsgrundkörper eingepreßt sind, war einer bereits beim Vorbesitzer abgebrochen. Mit Heißluft und Spindelpresse wurde der Bolzen ausgepreßt und auf der Drehmaschine mit einem Innengewinde versehen. Darin wurde im Anschluß ein Gewindestift (10.9) eingeschraubt und auf Länge abgestochen.


    Am nächsten Tag konnte das Schwungrad dann auf der Drehmaschine in der Firma ausgedreht werden, wobei eine Übergangspassung hergestellt wurde, um Unwuchten nach dem Zusammenbau zu minimieren.


    Im Anschluß wurde die alte Kegelnabe im Kupplungsgrundkörper ausgestochen. Ich hab sie erstmal ins Lager gelegt, vielleicht wird sie später nocheinmal gebraucht.


    Das letzte Bild zeigt den eingesetzten Grundkörper. Für die kraft-schlüssige Verbindung werden später 3 M12-Schrauben sorgen. Die bereits vorhandenen Gewindebohrungen im Schrungrad liegen allerdings auf einem Teilkreis der genau den gleichen Durchmesser wie der Absatz im Kupplungsgrundkörper. Daher werden die Bohrungen bei Gelegenheit auf der CNC-Fräse gefertigt, um ausreichende Genauigkeit zu gewährleisten.

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  • Nach dem Zusammenbau der Kupplung wurde auch das Lüfterrad wieder eingebaut.


    Das 2. Bild zeigt die eingesetzte Druckstange, die später durch die Hohlwelle des Getriebes die Kupplung betätigt.


    Im Anschluß wurde die Kupplung samt Schwungrad versuchsweise an das Getriebe angebaut.


    Auch nach der Montage des Schwungrades wurde die Kupplung zur Probe eingesetzt.


    Am Nachmittag konnte ich dann noch die bei ebay ersteigerte Rollenkette für den Antrieb abholen.
    Es handelt sich dabei um eine Einfachrollenkette der Baugröße 12 B (3/4"x7/16") nach DIN 8187. Die Auswahl erfolgte nach zu übertragendem Drehmoment, Betriebsart, sowie Kettengeschwindigkeit und Schmierungsart.

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    • Schwungrad06.jpg

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    • Schwungrad07.jpg

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    • Schwungrad08.jpg

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    • Schwungrad09.jpg

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    • Rollenkette.jpg

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