Dampf-Zwerg

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  • Hallo,


    Johannes ist Schuld! - Irgendwie muss der entscheidende Stolperstein einem ja in den Weg gekommen sein :D. Hier ist die entsprechende Diskussion Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. .


    Ich fand das Teil knuffig und für mich gut geeignet. Da noch einige glückliche Umstände dazu kamen, hielt ich das Bauplan-Buch schnell in den Händen. Der Plan ist für 7 1/2"-Spur gezeichnet und in Inches mit entsprechenden Brüchen bemaßt - da kommt Freude auf ;). Das 32er-Verfahren scheidet wegen der Schienenbindung aus, ansonsten ist es sehr gut geeignet, Inch-Brüchen den Schrecken zu nehmen (1 Inch = 25,4mm werden zu 32mm - 1/64 = 0,5mm) und dem Modellbauer das Leben zu erleichtern.


    Ich will die FALK No.1 für 5" bauen, da wird das Teil noch ein wenig "handlicher", es hat dann nur noch 2/3 der Plangröße und ich habe zur Erleichterung den Inch zu 17mm festgelegt. Es ist dann nur wenig größer als eine Köf, wobei ich hoffe, dass wenigstens der besetzte Bedienwagen "weggeschleppt" wird ;) - schaun wir mal.


    Begonnen habe ich mit dem Herzstück der Maschine, dem Kessel.
    Der ist im Plan nur in Außenumrissen gezeichnet und die Feuerbüchse ist angedeutet, es finden sich auch noch einige allgemeine Angaben zur Anzahl und dem Durchmesser der Rauchrohre, das war es schon - warum wohl ;) ;) :D.
    Es ist also etwas Rechenarbeit angesagt gewesen und daneben habe ich CAD bemüht. Damit konnte ich beginnen.


    Sobald es etwas zu zeigen gibt, kommen entsprechende Bilder.


    Gruß Dietrich

    Dateien

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

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  • Hallo Dietrich.
    Ich bin sehr gespannt, gerade weil mir die Lok auch sehr, sehr gut gefällt und ich auch schonmal überlegt habe mir das Buch zu bestellen. Aber in 5" wird die Winde sowieso keine leistung mehr bringen, und desshalb wurde der Plan verworfen. Mir ging es dabei auch Hauptsächlich um die Winde, weniger um die Lok. Der Kesselinhalt wird ja auch nicht sonderlich groß.


    Gruß
    Waldbahnfreund Jens =)

  • Hallo Dietrich,


    ich beglückwünsche Dich zu dem Schritt auf's trockene Land!


    Auch in diesem Lebensraum wirst Du kleine Schätzchen schaffen.


    Steffen

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    Länderbahnzug mit BR 89 621 (Bay. DII bzw. R3/3) - 15.04.2006 auf der Steinertseebahn
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  • Hallo Jens,


    Zitat

    Aber in 5" wird die Winde sowieso keine Leistung mehr bringen, und desshalb wurde der Plan verworfen.


    die Winde ist ein Spill, genauer ein Bratspill (Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.) und die Zugkraft wird durch die Anzahl der Turns, die um den Spillkopf laufen und die Zugkraft, die auf dem ablaufenden Trum steht, bestimmt. Ich habe erst auch nach der Windentrommel gesucht, bis ich mir den Plan genauer angesehen habe.


    Vorteil eines Spills beim Holzrücken ist, dass die Trossen am Ort verbleiben können, wo sie gebraucht werden und die Maschine ohne Umsteuerung auskommt.


    Die Feuerbüchse des "Kesselchens" ist tatsächlich nur 50x55x75mm groß (LxBxH).


    Gruß Dietrich

  • Zum Spill mal was ganz Altkluges:
    Die Seilreibung am Spill errechnet sich folgendermaßen:
    Die Spillkraft S2 = S1 mal e hoch my alpha
    wobei S1 die von Hand erzeugte Zugkraft am Leertrum ist,
    e die Eulersche Zahl,
    my der Reibungsbeíwert Seil/Stahl und
    alpha der Umschlingungswinkel im Bogenmaß (d.h., bei einem vollen Turn ist alpha = 2 pi)


    Ich wünsche frommes Rechnen! ;)
    Gruß
    Heinrich

    Der liebe Gott gab uns die Zeit
    (von der Eile hat er nichts gesagt!)

  • Es ist vollbracht den Dietrich haben wir krank gemacht.
    Ich freu mich das du jetzt endlich auch mal ne Lok baust und wünsche gutes gelingen .


    Christian


    @Yorki gut gemacht wieder einer mehr. GRINS

    Christian


    *** Bodo Wartke sollte man kennen ***


    CNC-Plasmaschneiden/Laserschneiden Mail genügt!
    ch.Uhlich(at)gmx(Punkt)de :D

  • Zitat

    Original von Dampfspieler...
    Ich will die FALK No.1 für 5" bauen, da wird das Teil noch ein wenig "handlicher", ... . Es ist dann nur wenig größer als eine Köf, wobei ich hoffe, dass wenigstens der besetzte Bedienwagen "weggeschleppt" wird ;) - schaun wir mal.
    Gruß Dietrich


    WARUM, Dietrich, willst Du diesen "Dampf-Zwerg" in 5" bauen ?!?!?
    Der ist doch in "groß" auch nicht wirklich unhandlich ?( !
    Magst Du ihn im "Hand-Gepäck" mitnehmen können;
    oder hast Du bloß ein Mofa als Transportmittel ... ?!?


    Ob der "besetzte Bedienwagen" weggeschleppt werden kann;
    liegt wohl vor allem am "Meter-Gewicht" des Lokführers 8) :D ;) ... !

    :love: ... Gerald "GeGa" Buschan - der DAMPF-Bahn-Freak & ZENSUR-Allergiker ... !
    Orthographie: Ned imma frei erfundn & Ähnlichkeitn mit div. Regeln daher unvameidbar!
    Ceterum censeo: Das LEBEN ist schöööön - grundsätzlich !!!

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  • Hallo,


    leider ist der Kessel der Falk No.1 in einem derart schlechten Zustand gewesen, dass er komplett erneuert werden musste. Außerdem waren die für mich erreichbaren Fotos in dieser Hinsicht wenig ergiebig. Bei der Suche bin ich aber doch fündig geworden, als ich mit dem "Hersteller" gesucht habe.


    Es gibt aber eine andere Lok vom gleichen Hersteller, die wesentlich bessere Einblicke ermöglicht.
    Hier das gesamte "Gefährt" :D Der Kessel ist einschüssig und eine sehr schöne Nietarbeit.
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    Hier ein Blick auf den Stehkessel.
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    Soweit zum Original.


    Viele Grüße Dietrich

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  • Hallo,


    weiter geht es mit der Herstellung der Teile des Kessels. Im Plan wird ein Stahlkessel mit Feuerbüchse und Rauchrohren aus Kupfer verwendet.
    Ich werde meinen komplett aus Kupfer bauen.


    Da der kleine Kessel als ein "poor steamer" bezeichnet wird, habe ich mir einige Gedanken gemacht, wie dem abzuhelfen sei.
    Ergebnis: 18 Rauchrohre 8x1mm und 5 zusätzliche Siederohre in der Feuerbüchse. Das sollte reichen.
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    Als nächstes kamen die Fronten der Feuerbüchse an die Reihe. Ich habe mir eine Form aus Holz gemacht, über der die Teile getrieben wurden. Dazu wurden sie mehrfach geglüht. Die Ecken habe ich zuerst umgelegt, weil sich das "überflüssige" Material dann einfacher auf den geraden Abschnitten "verteilen" lässt.
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    Anschließend habe ich die Vorderwand der Feuerbüchse gebohrt. Dazu habe ich sie in ein "Sandwich" gepackt. Dadurch hatten die Bohrer bereits vor dem Eintritt in das Kupferblech eine ordentliche Führung. Außerdem habe ich die Bohrungen stufenweise ausgeführt, mit 5mm NC-Bohrer angebohrt, dann mit 5mm vorgebohrt und mit 8mm fertig gebohrt.
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    Hier das fertige Ergebnis. Das Feuerloch habe ich gesägt. Das geht mit einer Laubsäge recht ordentlich, wenn mit Vaseline oder Schneidöl geschmiert wird.
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    Und so werden sich die beiden Teile gegenüberstehen.
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    Gruß Dietrich

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  • Hallo Gerald,

    Zitat

    Magst Du ihn im "Hand-Gepäck" mitnehmen können;
    oder hast Du bloß ein Mofa als Transportmittel ... ?!?


    das wäre auch eine Variante, ich bevorzuge aber einen umgebauten Kinderwagen :D (siehe "Eichendampfer".


    Zitat

    Ob der "besetzte Bedienwagen" weggeschleppt werden kann;
    liegt wohl vor allem am "Meter-Gewicht" des Lokführers 8) :D ;) ... !


    Na dann weiß ich ja, was zu tun ist, wenn das Maschinchen "durchtrampelt" :D - Gewicht in die Lok packen ;) :D.


    Viele Grüße
    Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Mahlzeit Dietrich,


    deine Kümpelteile machen einen hervorragenden Eindruck, bin schwer begeistert!
    Freue mich schon auf die Fortsetzung deiner Arbeit!


    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Hallo Dietrich,


    du hast es also getan, das freut mich sehr.
    Das erste Vehicle mit Dampfantrieb für die Schiene.
    Ich wünsche dir viel Erfolg und bin auf den weiteren Baufortschritt sehr gespannt.
    Leider ist es ja kein Kitteldampftriebwagen geworden, aber der paßt natürlich auch nicht so schön ins Handgepäck.


    Was mich noch interessieren würde ist, mit welchem Medium dem Kessel Dampf gemacht werden soll.
    Kohle, Holz, Gas, .........?



    Viele Grüße aus Polen


    Martin

  • Hallo,


    nun sitze ich dran und mache die äußeren Teile des Kessels. Dabei stehe ich vor der Frage, wie ich den Übergang der Stehkesselseiten- und Frontteile zum Langkessel möglichst vorbildgerecht mache (war bis Gestern Abend keine Frage, aber jetzt :( ;().


    Ich wäre über entsprechende Hilfe (Fotos oder Links zu solchen) echt dankbar.


    Vielen Dank schon mal für die Hilfe im Voraus.


    Gruß Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Mahlzeit Dietrich,


    ich habe der Ausgabe 3/2001 der "Gartenbahnen"einen ausführlichen Bericht über das Kümpeln von Kupferblech gefunden, in dem auch die Herstellung der Stiefelknechtplatte beschrieben wird.


    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Hallo Klaus,


    danke für die Einladung, es wird aber wohl noch eine ganze Menge Wasser die Tollense hinunterfließen (kleines Flüsschen in der Nähe), bevor ich davon Gebrauch machen kann ;) ;) :D.
    Zwischenzeitlich werde ich wohl noch eine ganze Menge Fragen haben.


    Viele Grüße Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Mahlzeit!


    Ich habe in meiner Sammlung einige Jahrgänge der Werkzeitung der HANOMAG, die sog. " HANOMAG-Nachrichten".
    Bevor man den Lokomotivbau 1931 aufgab, wurden dort in großem Umfang auch Dampfloks gebaut.


    Die ersten Bilder stammen aus einer Serie "Größenvergleiche im Lokomotivbau", zum Beispiel die Baulok im Stehkessel einer schweren Güterzuglok, auf dem man gut die Stiefelknechtplatte des Belpaire-Kessels erkennen kann.


    Weiterhin habe ich in gleicher Quelle das Bild einer Kümpelpresse aus der Kesselschmiede gefunden, das ist dann aber eher was für die Serienfertigung ;)


    Und zum Schluß noch ein Foto für alle Zweifler an der Authentizität von holzverpacktem Lokversand.


    Gruß Sven

  • Hallo Sven,


    das sind sehr interessante Bilder. Schön sind auch "die Modelle der HANOMAG-E-Klasse" im Original :D :D, danke dafür.


    Die Technologie des Kümpelns ist von der Größe der Teile eher unabhängig, aber die erforderlichen Kräfte sind doch sehr sehr unterschiedlich ;) ;) :D.


    Viele Grüße Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Hallo miteinander,


    ich habe etwas weiter gemacht.


    Um den Feuerbüchsmantel formen zu können, habe ich einen Formklotz aus mehreren Schichten Tischlerplatte geleimt. Darauf werden die Front- und Rückseite der Feuerbüchse angepasst und festgezwingt, um anschließend den Feuerbüchsmantel fertigstellen zu können.
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    Der Dampfdom erhält am Fuß gleichfalls einen umgelegten Rand, um dem Original bildlich möglichst nahe zu kommen.
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    Ganz wichtig für das erfolgreiche Kümpeln ist, Geduld zu haben und das Kupferblech gut vorzubereiten, mehr als ein Hämmerchen sollte man auch haben ;) ;). Alte Stuhlbeine eignen sich hervorragend dafür. :D


    Viele Grüße Dietrich

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  • Hallo,


    ich nutze mal die Mittagspause, um ein paar Bilder einzustellen.


    Der Formklotz wird an beiden Seiten mit Absätzen versehen, in die die Bördelungen der Rauchrohr- und der Feuertürplatte zu liegen kommen. Die sind eine Blechstärke tief, so dass diese beim Anlegen des Feuerbüchsmantels gestützt werden. Die Radien müssen an allen entsprechenden Kanten natürlich ordentlich herausgearbeitet werden.
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    Und so liegt das Kupferteil dann drauf. Der Überstand dient dazu, den Klotz im Schraubstock spannen zu können - wär ja blöd, wenn man das mit der Hand halten soll :D und sich dabei möglicherweise noch die Finger "abflacht" 8o ;(.
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    Hier der "Hochzeitshelfer" mit den "Hochzeitern".
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    So, und nun wird erst mal wieder "Papier geschwärzt" ;) ;).


    Viele Grüße Dietrich

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