Dampf-Zwerg

  • Hallo Harald,


    das freut mich aber, dass ich Dich beeindrucken konnte. ;););)



    @ all,


    mir ist vorhin etwas durch den Kopf gegangen und dann habe ich kurz mal nachgesehen, ob oder ... - es funktioniert wohl und ich habe es mir gleich skizziert, sonst ist es zum Frühstück schon wieder vergessen.


    Wer sich nun fragt, was ich denn nächtens in der Werkstatt mache .... ? - Ich brauchte nur bis in die Küche zu gehen , denn da steht "das Zwerglein" auf der Spüle und ich kann "am Rad drehen", wenn mir denn so ist. ;);)


    Ein bisschen erschüttert bin ich aber, dass das ganze Projekt doch schon so lange "köchelt" - der erste Beitrag im Trööt ist vom 26.06.2007 :huh::huh::huh: .


    Ich gelobe Besserung
    Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Moin,


    ich habe den heutigen Abend genutzt, meinen kleinen Universalkessel angeheizt und dem Spillzylinder ein wenig Bewegung gegönnt - eine ganze dreiviertel Stunde lang. Um "die Schweinerei" des Abdampfes in Grenzen zu halten, habe ich an den Abdampfstutzen einen Kondensat-/Ölabscheider angeschlossen.


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    Als ich den Brenner abgestellt habe, waren 240 ml Wasser verdampft und im "Marmeladenglas" nur ein wenig Schmadder. Öl und Schmutz wurden sicher zurück gehalten


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    Das Maschinchen ist zunehmend besser gelaufen, auch Schieber und Spiegel liefen sich ein. Den NBR-Oring habe ich gegen einen roten Silikonring getauscht, weil der besser dichtet.


    Wenn das Ventil entsprechend geöffnet wird, dreht die Maschine richtig hoch, was nicht Sinn der Sache ist,wechselnde Dehzahlen müssen aber schon sein. Ist ein bisschen so wie bei den "alten" Otto-Motoren.


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    Grüße
    Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

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  • Moin,


    am Wochenende war es so weit, ich habe die Speiseventile überarbeitet - jetzt sind statt der Kugeln federbelastete Pilze eingebaut, weshalb sie sicher schließen. Außerdem ist die Luftleitung vom Wasserstand zum Kessel geändert - auf 4 x 0,5 mm Kupferrohr. Damit zeigt der Wasserstand nun den wirklichen Wasserstand an. Mit dem kleinen Rohr konnte es vorkommen, dass ein Wassertröpfchen für "Gaukeleien" sorgte. Dampfblasen sind wegen des Reservoirs am Wasserstand kein Thema.


    Hier die "Versuchsanordnung".


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    Weil das Anheizgebläse noch auf die Vollendung wartet, habe ich ein 1 m langes 40 x 1 mm Messingrohr als Verlängerung auf den Kamin gesteckt - der Naturzug ist für das erfolgreiche Anheizen des Kessels ausreichend stark.


    Nachdem ausreichend Wasser im Kessel war, habe ich den Brenner gezündet.


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    Ich habe ihn über 5 Minuten "angefahren" und auf Betriebstemperatur gebracht - die beträgt im Normalfall immerhin 950 - 1.000 °C. Die verwendete Keramik kann dauerhaft mit Temperaturen bis zu 1.200 °C "gefahren" werden.


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    Der Zeiger des Manometers hat sich erst langsam und dann immer schneller in "höhere Regionen" aufgemacht, so dass sich "was getan" hat ;);) . Ganz angenehm ist. dass die Maschine durch die Montage am Kessel gut durchgewärmt wird und kaum Anfangskondensat auftritt.


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    Leider lief die Maschine deutlich schlechter als mit Fremddampf. Auch der Kondensatausstoß im Betrieb war merklich höher als bei der Fremddampfspende. Ich bin der Sache dann bei warmem Kessel (nur den Brenner gelöscht) auf den Grund gegangen und habe den Schieberkasten geöffnet. Da war "das Elend" ganz schnell und deutlich zu erkennen - ein Kanal wurde mehr als ausreichend geöffnet und der andere kaum.
    Auch bei so einem winzigen Kessel gilt die Physik - er dehnt sich merklich aus und die Kanalweite von 1,5 mm bietet nur wenig Spielraum für Änderungen in der Geometrie der Maschine. Ich habe den Schieber dann neu eingestellt und nun sollte es unter Betriebsbedingungen (Kesseltemperaturen > 150 °C) deutlich besser funktionieren.


    Grüße
    Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

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  • Moin,


    weil es ja wohl doch noch ein Weilchen braucht, bis das Maschinchen auf Schienen unterwegs ist hier mal ein paar bewegte Bilder vom Original in Fort Humboldt.


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    Grüße Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Mahlzeit!


    Wenn Dietrich nicht in amerikanischer Manier allen Dampf durch die Pfeife ins Freie jagt, bleibt vielleicht etwas mehr zum schnelleren Fahren ;)


    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Moin,


    danke für die "Anteilnahme", ich denke, es wird schon werden ;);) .


    Was demnächst wohl werden wird, sind direkt in Aluminium "gedruckte" Wellenlagerböcke - SHAPEWAYS hat die entsprechenden Möglichkeiten geschaffen.


    Ich habe einen Bekannten gefragt, der selbst 3D-Drucke erstellen kann, ob er mir Gussmodelle anferigen könnte. Er hat sich dann ans Werk gemacht. Das Ergebnis war wirklich schön - doch dann "flatterte" ihm eine Nachricht von SHAPEWAYS ins Haus und er meinte, dass ... . So ist denn die zweite Version der Lagerböcke für die Spillwelle aus Plaste mit geraden Kanten entstanden. Die Sinterbronzebuchsen wurden eingepresst, nachdem die mit etwas Untermaß gedruckten Aufnahmebohrungen 12H7 gerieben waren und immer noch ein ganz geringes Untermaß hatten - eine Eigenart des verwendeten Druckwerkstoffs.


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    Und hier die "aufgefädelte" Welle.


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    Die Teile dienen als "Platzhalter" und um zu ermitteln, welche Änderungen für den finalen Druck denn noch zu machen sind. Außerdem ergibt sch so eine schöne Möglichkeit, die Teile dem Original weitgehend anzunähern und sie trotzdem funktional zu gestalten.


    Das große Zahnrad ist beim Vorbild ein Gussteil mit Speichen und Durchbrüchen und da böte sich der Druck für den inneren Stern auch an, aber nach gegenwärtiger Planung wird es im Wege "normaler" Zerspanung "abgemagert" und die Oberfläche dann mittels Strahlen auf Guss getrimmt.



    Grüße
    Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

    4 Mal editiert, zuletzt von Dampfspieler () aus folgendem Grund: Buchsenbearbeitung aktualisiert

  • Hallo Dietrich,


    das Zahnrad sieht mit Speichen aber besser aus.
    Im Bild eines meiner Getrieberäder aus der "Puffing Billy" ( ohne CNC )


    Tschüss, Hartmuth


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  • Moin Hartmuth,

    Zitat

    ... das Zahnrad sieht mit Speichen aber besser aus.

    Du sagst es, aber bis ich ein Bild vom Ergebnis zeigen kann, braucht es wohl noch eine kleine Weile. Damit man aber schon mal sehen kann, wie es denn aussehen soll hier ein Blick auf das Vorbld.


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    Viele Grüße
    Dietrch

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Moin,



    am Wochenende habe ich ein wenig "herumgezwergt" und am Spill weiter gebaut. Die Fundamentplatten der Halter für die Spillwelle wurden eingebaut und die Halter für den Trägerbalken der Seilscheiben angefertigt - aus 3 und 2 mm Blech.


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    Nachdem ich mit der Hand überprüft hatte, dass sich die Spillwelle frei dreht, habe ich das mit Druckluft bestätigt und anschließend die "Versuchsanordnung" für den Eigendampftest aufgebaut. Auf dem Bild feht das elektrische Anheizgebläse, das zwingend erforderlich ist, um die Brennerleistung in den Kessel zu bekommen.


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    Hier die bewegten Bilder von dem Ereignis.


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    Grüße Dietrich

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  • Wann ich die "Gefällt mir" Knopf een zweite mal drück, schaltet er wieder aus (zu mindestens mit Händy") Viellicht functioniert dass auch mit "Gefallt mir nicht". Werde es bei deinen Beitrage probieren. Wann es nicht klappt bleibt er stehen (entschuldigung ins voraus in dem fall :) )


    Ronald


    functioniert! auch mit Laptop

  • Moin,


    heute wurde die geflochtene 3 mm-Polypropylen-Kordel gebracht, die ich als Seil für das Spill verwenden wollte. Nach dem Abendbrot hat es mir keine Ruhe mehr gelassen und ich habe den Kessel angeheizt, den Rollenbock der Bandsäge bereit gestellt und ein paar als Belastundsgewichte geeignete Gegenstände - einige Ring-Schlüssel und einen Futterflansch-Gussrohling - heraus gesucht.


    Bei einem Kesseldruck von 1,5 bar habe ich Dampf auf den Zylinder gegeben und ... - gespillt - mit den Ringschlüsseln als Belastung. Das ging ganz prima und plötzlich waren auch die "Leerlaufgeräusche" weg. ^^^^ .
    Weil das so gut ging, habe ich anschließend den Gussrohling am Seil befestigt und angehoben. Das klappte sehr gut und zügig, nachdem ich dem Rollenbock mit Zusatzgewichten am Fuß einen festeren Stand verschafft und den Kesseldruck um 1 bar erhöht hatte.


    Das Seil lag in vier Turns um den Spillkopf und abhängig von der Kraft auf dem ablaufenden Trum war ein sehr feinfühliges Heben der Last möglich. Auch das Absenken geht trotz laufenden Spills sehr gut, wenn auf dem ablaufenden Trum keine Kraft steht.


    Fazit: dampfspillen macht Spaß aber es ist von Vorteil, wenn man zu zweit ist, ein Bediener für das Spill und ein Kesselwärter, sonst kann der Spielspaß schnell in Stress ausarten.


    Falls sich nun jemand fragt, wo denn die Bilder sind - es gibt keine, denn ich hatte so schon alle Hände voll zu tun.



    Grüße Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

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  • Moin,


    nun ist die Maschine wieder zerlegt und wird "aufgehübscht" - unter anderem mit Ölbechern versehen und einige Maschinenschrauben wurden durch Stehbolzen ersetzt. Ich finde die jetzige Lösung augenschmeichelnder. ;);)


    Die Lagerböcke der Kurbelwelle wurden mit je einem Ölbecher ausgerüstet. Dabei musste ich die horizontale Bohrung frei Hand bohren, weil die senktecht eingespannte Lok nicht mehr unter die Bormaschine passte.


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    Die Ölbecher auf den Lagern der Umsteuerübersetzungswelle waren relativ problemlos zu montieren. Damit der Bohrer nicht verlief, habe ich eine kleine Flache gefeilt, angekörnt und mit einem passenden NC-Bohrer angebohrt. Danach mit 1,6 m fertig gebort und Gewinde geschnitten.


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    Die Maschinenschrauben in den Lagerböcken habe ich durch Stehbolzen, Unterlegscheiben und hohe Modellbaumuttern M3 SW4 ersetzt. Man kann die Muttern natürlich auch als Bundmuttern ausführen.


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    Im nächsten Schritt werden der Kreuzkopf der Spillmaschine mit Ölbechern versehen und der Pleuelfuß etwas dem Vorbild angeglichen. Die Ölbecher bekommen noch Deckel. Mal sehen, was mir dazu einfällt, zumal im Plan von Harris dazu gar nichts gesagt wird.




    Grüße Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

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