Neues aus der Lokwerkstatt Teil 2

  • Mahlzeit!


    Nun sind es noch knapp 5 Tage bis zum Aufbau der Brücke auf der Messe und es geht so langsam dem Ende entgegen. Leider musste ich feststellen, dass mir 12 Schrauben M8x12 fehlen und der Baumarkt macht eben erst morgen um 7 Uhr wieder auf.


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    Hier mal ein Bild vom aktuellen Stand des Baus. Der Oberbau der Brücke ist soweit fertig, Gleis und Laufbohlen montiert.
    Nun geht es an die Montage der bereits zugeschnittenen und gebohrten Längswindverbände.


    Bei der Gelegenheit wurde auch mal wieder die Werkstatt aufgeräumt:


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    Bei einem Kurzbesuch hat Christian noch meine Elektroinstallation für die Werkzeugmaschine in Ordnung gebracht, nun hat jede Maschine
    endlich eine eigene Steckdose und das ewigen Umstecken beim Maschinenwechsel entfällt von nun an


    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

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  • Mahlzeit Hinrich,


    keine Sorge, allem Optimismus und den guten Vorsätzen zum Trotz bin ich mir bewußt, dass es sich nur um einen vorübergehenden Zustand handelt. :D


    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Mahlzeit!


    Drei tolle Messetage sind nun vorbei, Zeit mal kurz zurückzublicken.


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    Bereits am Donnerstag erfolgte der Aufbau der Brücke und der Transport der Fahrzeuge. Während ich daheim mit
    einer improvisierten Rampe arbeiten musste, war in der Messehalle ein Gabelstapler verfügbar. Danke nochmal für
    die Hilfe beim Be- und Entladen.


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    Der fertige Messestand: es war auch für mich die Bewährung, da vorher keine Zeit blieb, um die Brücke einer Belastungsprobe
    zu unterziehen. Die rund 600 kg des Zuges waren jedoch völlig unkritisch. Interessant wird es dann erst, wenn die 1,5t schwere Dampflok mal
    darauf steht.


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    Schon am Freitag war der Besucheransturm groß, die Hallen gut gefüllt. Das Publikum war außerordentlich interessiert und
    es ergaben sich viele neue Kontakte und gute Gespräche.


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    Dann sprach mich ein alter Bekannter an: der ehemalige Moderator der Sendung Eisenbahn-Romantik hatte vor rund 20 Jahren einen Film im Eisenbahnmuseum Schwarzenberg/Erzgebirge(Folge 197 "Sachsen machen Dampf") gedreht, wo ich damals als Schüler der Jugendgruppe des Vereins angehörte. Dass er sich nach so vielen Jahren noch an den Jung-Eisenbahner von damals erinnert, hat mich dann doch etwas überrascht.


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    Am Sonntag kam dann meine Frau mit den Kindern vorbei, auch für sie war es ein tolles Erlebnis.


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    Arthur blieb nach dem Mittagessen bis zum späten Nachmittag und genoss von der Lok aus den guten Überblick auf die Lokparade und den Fahrbetrieb auf der 5"-Anlage.


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    Die Mitfahrt bereitete sichtlich Freude!


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    Arthur kontrollierte am Nachmittag nochmal die Verschraubungen der Brücke.


    Am Abend bereits zwei Stunden nach dem Ende der Messe war die komplette Gleisanlage abgebaut und die Fahrzeuge verladen.
    Ein Freund half mir bei der Demontage der Brücke, die Lok wurde wieder mit dem Gabelstapler verladen.


    Als Messe-Neuling war es ein besonderes Erlebnis mit tollen Eindrücken, unzähligen Fachgesprächen und viel Spaß.


    Ich möchte mich nochmal an dieser Stelle für die Einladung von Wolfgang, die hervorragende Organisation und die tolle Atmosphäre unter den Dampfbahnern aller Spuren bedanken. Wir sehen uns spätestens im nächsten Jahr wieder.


    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

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  • Mahlzeit!


    Seit der Messe ist viel Zeit ins Land gegangen, doch ist an der Gartenbahn nicht all zu viel passiert. Hauptschwerpunkt der Arbeiten lag am Umbau der Fräsmaschine.


    Zunächst sollte die Kühlschmiereinrichtung umgebaut werden, da der Abfluss im Tisch von Haus aus nicht an der tiefsten Stelle liegt. Der Tisch erhielt deshalb auf der Rückseite einen Ablauf mit Entwässerungsrinne.


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    Arthur half mir beim Anbau des Ablaufrohres.


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    Die fertige Entwässerung im Einsatz.


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    Bislang musste der Ablaufschlauch die Tischbewegung in x-, y- und z-Richtung ausgleichen, was immer wieder zu Kollisionen mit
    der Teleskopwelle vom Vorschubantrieb führte. mit dem Umbau reduziert sich die Bewegung auf nur noch zwei Achsen.


    Bei ebay habe ich einen gebrauchten Hermle Fräskopf ersteigert, den ich an meine Malick & Walkows F1RE anbauen wollte. Der bislang verbaute Pornitz-Kopf ist etwas zu groß, vorallem aber nimmt er zu viel Arbeitsraum in Z-Richtung weg. Daher entschloss ich mich zum Umbau.


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    Der Hermlekopf musste komplett überarbeitet, neu gelagert und mit neuen Zahnrädern im Antrieb versehen werden.
    Für eine ausreichende Ausladung und die Anpassung an das Lochbild im Maschinengestell musste ein Adapterflansch als Schweißkonstruktion
    hergestellt werden. Der Aufwand hat sich gelohnt, die Arbeitshöhe in z-Richtung hat sich von 228 auf 407 mm nahezu verdoppelt. Falls es von Interesse ist, kann ich die Aufarbeitung und Anpassung auch noch ausführlicher beschreiben.


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    Weiterhin wurde der fehlende Schlosskasten für den Quervorschub nachgebaut. Er entstand in Schichtbauweise aus ausgelaserten Blechteilen.


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    Vor ein paar Wochen gab es dann wieder einmal dampfbetriebenen Besuch. Ein Bekannter kam mit seinem Dampftraktor vorbei und begeisterte Arthur und mich gleichermaßen.


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    Feldbahn und Dampftraktor fuhren dann gemeinsam durch den Garten.


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    Arthur ließ es sich nicht nehmen, als Heizer mitzufahren.


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    Auch wenn der Maßstab des Traktors nicht zu dem meiner Bahn passt, war es ein großer Spaß für alle beteiligten. Danke nochmal an Torsten.


    Inspiriert durch die "Erfahrung" mit dem Traktor habe ich mich nun von der Idee verabschiedet, meinen 260-mm-B-Kuppler als Schlepptenderlok zu konzipieren.
    Vielmehr möchte ich die Führerhausrückwand analog der Ns 1 mit einem Aufstecksitz ausstatten, um direkt auf der Maschine mitfahren zu können. Dies macht das Fahrgefühl und die Bedienung wesentlich angenehmer, insbesondere bei meinen engen Gleisbögen.


    Soweit für heute.


    Gruß Sven

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  • Mahlzeit!


    Hier noch ein paar Bildschirmaufnahmen vom aktuellen Stand der Dampflokkonstruktion:


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    Das geräumige Führerhaus bietet ausreichend Beinfreiheit.


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    Mit einem großzügigen Ausschnitt im Führerhausdach auch eine gute Erreichbarkeit der Armaturen.


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    Bei geschätzten 1,5t Lokmasse gibt es auch keine Probleme mit der Gewichtsverteilung.


    Gruß Sven

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  • Mahlzeit!


    Nach längerer Pause melde ich mich nun auch wieder zu Wort.
    Allzuviel gibt es von der 10 1/4"-Bahn leider nicht zu berichten, da zahlreiche 1:1-Projekte (4 Hauptinstandsetzungen und 1 Befundung, sowie diverse Reparaturen) und der Ausbau des Dachbodens viel Freizeit in Anspruch genommen haben und mit dem Umbau der Werkstatt in Vorbereitung für den Kauf der großen Hofstetter & Co. Drehmaschine begonnen werden musste. Im gleichen Zusammenhang wurde nun auch der vordere, ehemals als Garage genutzte, Gebäudeteil als Werkstatt übernommen werden und beherbergt nun die Stahlbauwerkstatt, während im hinteren Teil die mechanische Werkstatt untergebracht ist. Da in den letzten 3 Jahren sowieso kein Auto mehr drin gestanden hatte, hat meine Frau mir nun das komplette Gebäude überlassen :)


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    Ähnlich wie ihr mittlerweile 4 Jahre alter Bruder Arthur entdeckte unsere einjährige Tochter Valentina im Laufe des Sommers die Bahn für sich. Zunächst noch auf Höhe der Schienenoberkante.


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    Bei zahlreichen Arbeitseinsätzen im Garten war die Bahn eine große Hilfe, hier beim Reinigen des Werkstattdaches von den Nadeln der 30 m hohen Tanne auf der Rückseite des Gebäudes. Insgesamt 3 Züge kamen dabei zusammen.


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    Auch Grünschnitt aller Art wurde transportiert und auf die Kompostrampe gefahren.


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    Auf Einladung fuhren wir im Spätsommer zum Tag der Offenen Tür der Droyßiger Bärenbahn und nahmen auch ein Gastfahrzeug mit. Wie gut, dass ich ein passendes Transportmittel habe, bei dem man auch ohne Ausbau von Sitzen genug Platz dafür hat :)


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    Valentina entdeckte dann bald, dass man nicht nur auf Papas Schoß, sondern auch auf der Lok gut sitzen kann.


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    Auf der neuen Drehmaschine konnten dann die Prototypen-Abgüsse der Stahlguss-Kipplorenräder bearbeitet werden.


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    Während am Spurkranz ausreichend Bearbeitungszugabe vorhanden ist, ist die Lauffläche nach dem Sauberdrehen 2 mm zu schmal und 1,5 mm zu klein im Durchmesser geworden.


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    Mittels Drehdorn war die Bearbeitung von allen Seiten gut möglich.


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    Die Erkenntnisse aus der Bearbeitung werden nun in die Anpassung des Gussmodells einfließen, bevor die Räder in Serie gegossen werden. Stahlguss in den Dimensionen ist schon recht anspruchsvoll.


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    Nachdem die Drehmaschine an ihrem Platz aufgestellt und aufgearbeitet worden war, half mir Arthur beim Zumauern des hinteren Werkstatteinganges. Steine und Mörtelsäcke wurden natürlich mit der Feldbahn angeliefert.


    Gleisbau wurde bis auf kleinere Stopf- und Richteinsätze nicht betrieben, im Bereich Fahrzeugbau geht es erst nach der Lieferung der neuen Gussräder weiter.


    Soweit für heute,


    Gruß Sven

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  • Mahlzeit Willy,


    die Räder haben 150 mm Laufkreisdurchmesser und 40 mm Breite.
    Es wird eine größere Serie nach Bestellung gefertigt, derzeit sind zunächst 100 Stück angefragt, davon 40 für mich.
    Leider habe ich noch keinen Preis.


    Gruß Sven

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  • Mahlzeit!


    Ich habe letztes Wochenende nun den zweiten Radrohling bearbeitet.


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    Dieser weist in der Nabenbohrung und am Spurkranz einige Lunker unterschiedlicher Größe auf, die das Drehen ziemlich erschwert haben. Wie beim ersten Rad wurde der Rohling zunächst mit dem Spurkranz ins Futter gesetzt und so lange gedreht, bis die Lauflaufläche halbwegs rund lief und damit möglichs wenig Unwucht hat. Dann erfolgte das Überdrehen der Planflächen und das Ausbohren der Nabe auf Passmass 25 h7


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    Die restlichen Flächen wurden dann mittels Drehdorn zwischen den Spitzen bearbeitet. Dies funktionierte recht gut, mit der großen Drehmaschine mach das Zerspanen schon richtig Spaß.


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    Die Oberflächen sind gut geworden, am Spurkranz sind noch ein paar Lunker auszuschweißen. Nun warte ich auf das Material für die Radsatzwelle.
    Ich vermute, dass die mäßige Gussqualität daher rührt, dass man für die Prototypen der Räder Restschmelze vergossen hat, die beim Gießen von Radkörpern für eine 1:1 Dampflok übrig war und vermutlich schon etwas stark abgekühlt gewesen ist. Die Serienräder müssen besser werden!


    Gruß Sven

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  • Mahlzeit!


    Nach rund einem Jahr habe ich nun wieder etwas von der Räderfront zu berichten.
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    Die ersten Musterräder aus duktilem Gusseisen sind bearbeitet, die Serienproduktion ist angelaufen. Zunächst einmal werden 100 Stück gefertigt, 40 Stück für den Eigenbedarf, der Rest für andere Interessenten.
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    Die Gussqualität ist wesentlich besser als beim Stahlguss, ebenso die Bearbeitungeigenschaften. Durch die Nacharbeit des Modells sind nun 165 mm Laufkreisdurchmesser und 10 mm Spurkranzhöhe möglich, zudem ist reichlich Abdrehreserve an den Laufflächen vorhanden.


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    Das Material lässt sich gut zerspanen, die Oberflächen werden ordentlich.


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    Nach dem erfolgreichen Bearbeiten der ersten Prototypen habe ich gestern den Guss von weiteren 100 Stück beauftragt.


    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D