Heizers Feldbahn

Bitte tragt Eure Fahrbetriebs-/ und Veranstaltungs-Termine 2020 im Kalender ein.
  • @Sven
    Das Schleudern war wirklich dem Schmier geschuldet. An diesem Wochenende bei unseren 'Nikolausfahrten' gab es aber gar keine Probleme, im Gegenteil waren noch Reserven vorhanden. Besonders freut mich, dass die Getriebeabstufung (V75Christian kann dazu was sagen) genau richtig ist - die Steigung wird genommen und in der Ebene werden ca. 8 km/h erreicht.

    Gruß vom Heizer

  • Ja was soll ich da sagen freut mich das dir die Getriebe abstufung gefällt hab ja auch ein wenig drüber nachgedacht hihi.
    Aber die Bremse brauchen wir doch noch sicher ist sicher.


    @Heizer wo sind den die Radscheiben

    Christian


    *** Bodo Wartke sollte man kennen ***


    CNC-Plasmaschneiden/Laserschneiden Mail genügt!
    ch.Uhlich(at)gmx(Punkt)de :D

  • Hallo allerseits,
    es ging langsam weiter, aber jetzt ist der Druck da zum schon lange fälligen Verlängern der Strecke in die Garage hinein. Die brücke hat endlich ihren Bphlenbelag und die Widerlager für's Geländer bekommen, aber nach so viel Holzarbeit kam der Drang zum Metall wieder durch....
    Das Problem: Die ganze Einfahrt bis zur Garage ist in voller Breite mit Waschbetonplatten ausgelegt. Also da Spurrillengleis hineinlegen ist illusorisch. Und der Waschbeton liegt auf einer Betonplatte - das habe ich bei Reparaturen daran feststellen müssen. bei M. Weisbecker ( WeiMi-Bahn) hate ich gesehen, das er im gesamten Hofbereich und innerhalb seiner Arbeitshalle die Schienen aus 16mm Vierkantstahl auf den Estrich verlegt hatte. Das sei sogar Staplergängig, wie er mir versicherte. Die Abzweigungen hatte er durch entsprechend wechselbare Joche realisiert und so beschloss ich, das in meiner Einfahrt ebenso zu machen. Waschbeton ist natürlich ein etwas anderer Untergrund als Beton-Verbundpflaster oder Industrieestrich, insbesondere hat man ja immer Punktauflage. Allerdings sind die Auflagepunkte recht nahe beieinander, da werde ich mit der Zeit sehen, ob das hält.
    Also mal eben schnell 250 kg Vierkantstahl geordert und aus der Ecke Maschinist/V75-Christian eine Profilbiegemaschine ausgeliehen.
    Beim Biegen der Profile glaubte ich in meinem jugendlichen Leichtsinn, dass ich die endlich gefundene Spindelstellung für den gewünschten Radius einfach für den nächsten Vierkantstab nehmen könnte, um mit einem Durchgang den gleichen Radius zu erzielen. Denkste! Durch dieses relativ 'heftige' Verformen wurden wohl aus der Herstellung vorhandene Spannungen wirksam, die zu einem wesentlich kleineren Radius führten. Mit waagrecht legen und umgekehrt wieder Durchleiern konnte ich das mit einigen Durchgängen wieder hinkriegen, aber als beste Methode stellte sich dann doch das Biegen in drei Schrittten heraus. Dazu hatte ich mir die Stellung des Schlittens der verstellbaren Rolle markiert und damit ließ sich dann reproduzierbar arbeiten.
    Genug geschrieben -morgen muss ich die Befestigungplatten zum Verschrauben der Schienen anschweißen und dann die Kurve legen. Danach sind erst mal nur 15m Gerade zu machen, um in die Garage zu kommen.

    Dateien

    • Biege_3.gif

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    • Biege_2.gif

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    • Einfahrt_2.gif

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    • Einfahrt_1.gif

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    Gruß vom Heizer

    2 Mal editiert, zuletzt von ateshci ()

  • Heute ging ich daran, die vorgebogenen Profile auf den Platten zu verlegen. Die Idee, Edelstahl-Lochplatten ( Holzverbinder aus dem Baumarkt, Stck. 1,99 ) unter die ausgeklinkten Profile zu schweissen und diese dann auf die Platten zu schrauben, verwarf ich ganz schnell. Es ist nämlich durch die Luft ( 2mm ) zwischen Schraubenschaft und Loch kein Formschluß herzustellen und damit verändert sich mit den Temperaturdehnungen und sonstigen Witterungseinflüssen die Lage des Profils. das vorhandene Loch hat 11mm und eine 10er Schraube trägt mit ihrem Sechskantkopf ganz schön auf. Im Spalt zwischen Schraube und Profil sammelt sich auch mit der Zeit allerhand Dreck und alles in allem gibt es zu viele Spalten, in denen sich Korrosion mit der Zeit breitmacht. Rechtzeitig fiel mir ein, wie es WeiMi gemacht hat. Er setzte in die Lauffläche eine Bohrung mit Senkung, damit dort eine Edelstahl-Senkkopfschraube plan eingeschraubt werden konnte. Diese wurde mit dem Untergrund verdübelt und stellt somit eine kraft- und formschlüssige Befestigung dar. Ich bohrte also in ein 2,5m-Profil 4Stck. 8mm-Löcher und senkte sie an. Dann wurde das Profil auf die Platten gelegt, fixiert und durch die Bohrung hindurch ein 6mm-Loch in die Platte gebohrt. Eine Universalschraube Senkkopf 6x80 TX25 aus Edelstahl und ihr Dübel wurden da durch eingetrieben und dann verschraubt. Nachdem die erste Schiene festlag, wurde die zweite mit Spurlehren gegen die erste gelegt, fixiert und dann genau wie die erste verdübelt. Wenn ein Kieselstein den Bohrer ablenkte, wurde er herausgepolkt und dann das Loch wirklich auf +/- 1mm genau problemlos gebohrt. Ich hatte ehrlich gesagt größere Bohrerverlaufsprobleme erwartet.
    Kurz gesagt, das Befestigen der Schienen ging 'wie's Katzenmachen'. Anbei das Ergebnis von heute:

    Dateien

    • Einfahrt_5.gif

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    • Einfahrt_6.gif

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    Gruß vom Heizer

  • Sehr interessant. Mal eine ganz andere Art Gleise zu verlegen. Bin mal gespannt wie sich das ganze im Betrieb bewährt.
    Viel Spaß weiterhin
    Gruß Jonas

    ! ! Der Weg ist das Ziel, also lasst uns weiter Dampf kochen ! !

  • Ergibt das keine Stolperfalle?


    Hallo,


    zweifelsohne ja - wird sich ja vielleicht schon beim nächsten Gartenfest zeigen ;) Bin selber mal beim EDHT beinahe am Gleis hängen geblieben. Selbst wenn man á la Bahnübergang außen Auflaufleisten und innen Füllplatten verlegen würde, hätte ich Bedenken. Es kann genügen, dass man im kritischen Moment von hinten angesprochen wird und zur Seite schaut. Zugegeben bin ich allerdings aufgrund meiner körperlichen Dispositionen diesbezüglich etwas überempfindlich.


    Schade, dass Du Vierkantstahl genommen hast - ich nehme an, quadratischen Querschnitts. Eigentlich hätte Flachstahl 8 x 16 oder so genügt, so gerade der Spurkranzhöhe entsprechend. Oder sogar dünner (ich weiß, muss das Gewicht des Zuges aushalten), und dann im Wege stehende Kiesel abmeißeln. Ob man den aber "hochkant" biegen könnte, kann ich nicht sagen.


    Ansonsten großes Lob für das ganze Projekt :thumbsup:


    Schöne Grüße...
    Kristian

  • Hallo Helmut


    Bei uns werden die Kurven gar nicht vorgebogen, sondern unter Spannung verschraubt.
    Das hat den Vorteil, das sich Übergangsradien von ganz alleine einstellen.


    Welchen Kurvenradius verwendest du?


    Mit freundlichen Grüßen


    Thomas

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    Meine Radien liegen bei ~4,5m und in der Garage, wo es rechtwinklig zum Abstellbereich gehen muss, sogar 4m. Wenn nicht vorgebogen wird, sind die Knicke am Ende des Profils beim Übergang zum nächsten nicht zu beherrschen. Im Freien verwende ich U-Profil 15x30, da ist auch nichts mit 'Freihandbiegen' beim 5m-Radien.

    Gruß vom Heizer

  • Noch etwas zur Befestigung der Profile in der Kurve:
    Ich habe ifür die Geraden und die kurveninnere Schiene einen Schraubenabstand von ~80cm gewählt. Das ist auch OK, aber NICHT für die äußere Schiene der Kurve. Ich habe es nämlich geschafft, einmal diese nach außen zu drücken. Da muss der Abstand der Befestigungen ~40cm sein, so hat man ein mögliches Problem weniger.

    Gruß vom Heizer

  • Mahlzeit Helmut,


    das sieht gut aus, ich kann dir aber aus eigener Erfahrung nur zu einem kürzeren Schraubenabstand raten. Die Fahrzeuge in der Baugröße lassen schon ganz ordentliche Kräfte walten.


    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • @Sven
    Bei 40cm schafft man gerade mal 2mm Lateralverschiebung im elastischen Bereich bei 15x15mm². ( Ich müsste jetzt mal im Hütte nachblättern wg. der ganzen Theorie -kein Bock ) da sind schon Schubkräfte von ~100daN am Werk und man kann wegen des Auflagegewichts davon 50% in die Reibung zwischen Profil und Betonplatte versenken. Ich glaube mehr wird's nicht werden, schließlich fahre ich ja nicht mit Höchstgeschwindigkeit um die Kurve. Die ungelöste Frage ist, ob auf Dauer der 6mm-Schaft der Schraube das hält. Er steht 15mm über, der Rest wird durch den Kunststoffdübel im Bohrloch gestützt. Übrigens ist der Kunststoffdübel wegen der thermischen Ausdehnung ganz wichtig - ein Schwerlastdübel M6 würde zum Abreißen des Kopfes führen. Ich habe heute nachmittag deswegen mit dem WeiMi telefoniert und er hat mir seine Erfahrungen dargelegt.

    Gruß vom Heizer

  • Hallo allerseits,
    je mehr man sich mit einer Sache beschäftigt, desto mehr Details kann man verbessern. In meinem Fall die Schienenbefestigung: Wenn man die Bohrung im Profil auf 8,5mm vergrößert, passt ein 8mm-Steinbohrer ohne Klemmen durch und damit bohrt man auf 0,5mm genau die Befestigung. Ich musste in meinem Fall nur erst mit dem Co-Bohrer ( anscheinend gibt's die nur in mm-Abstufung ) 8mm bohren und dann mit dem HSS auf 8,5mm nachsetzen. Ich kann nur warnen, die Löcher in den Stahl mit HSS zu bohren - nach 5 Löchern ist der Bohrer stumpf ( Trotz Schnittgeschwindigkeit nach Tabelle )- Vielleicht ist das Zeugs, was man heute bekommt, auch immer der letzte Dreck.

    Gruß vom Heizer

  • Nein, gibt's sogar in 10tel Abstufung
    Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.


    Preis für Deinen 8,5 er so um die 10,50

    Viele Grüße
    Willy

    Einmal editiert, zuletzt von Willy ()

  • Hallo Helmut


    Bevor du anfängst auf HSS Bohrer zu schimpfen, solltest du zusehen, das du sie nicht quälst:


    Sind deine Bohrer vom Fachhändler oder traut sich der Hersteller seinen Namen drauf zu schreiben?
    Sind deine Bohrer scharf?
    Hast du beim Bohren ausreichend gekühlt?


    Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, hält bei mir ein HSS Bohrer bis zu 100 Bohrungen in Stahl, ehe er nachgeschliffen wird.


    In seltenen Fällen erlebt man allerdings harte Bereiche im Stahl. Da hilft dann auch kein Co-Bohrer mehr.


    Mit freundlichen Grüßen


    Thomas

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  • @'Thomas
    HSS und HSS ist leider, wie Du schriebst, zweierlei.
    Die Bohrer waren eben Baumarktware und daher auch meine Bemerkung zu deren Qualität. Es gibt zwar bei den einschlägigen Verdächtigen 'BBW'-Bohrer ( also da traut sich der Hersteller ), doch die haben mich auch nicht überzeugt. Zum Glück gibt es hier noch einen ordentlichen Werkzeugladen, der sogar die 5%Co-Bohrer in 0,1mm-Abstufung hat. Man sagte mir dort auch, dass es im Baumarktbereich niedrig legierte Co-Bohrer gäbe, die das Geld nicht wert seien.

    Gruß vom Heizer

  • Ich musste in meinem Fall nur erst mit dem Co-Bohrer ( anscheinend gibt's die nur in mm-Abstufung ) 8mm bohren und dann mit dem HSS auf 8,5mm nachsetzen.


    Hallo.
    Entschuldigung, aber das klingt jetzt nach Murks. Man sollte niemals so gross vorbohren, dass für den nächsten Bohrer nur noch 1mm oder bei Dir noch weniger übrigbleibt. Bohrer beim Aufbohren brauchen was Material zum Zerspanen, auch wegen der Führung.


    Im übrigen, wenn es sich bei Deinem Material um St37 o.ä. handelt, solltest Du mal überlegen ob Deine Bohrer tatsächlich aus HSS bestehen oder ob das nur draufsteht.


    Gruß Mike

  • Es ging dabei nicht um eine genaue Bohrung, sondern nur um die Erweiterung der bestehenden, damit ein Steinbohrer ohne Klemmen durchpasst. Die genaue Lage ist egal. Man muss eben nur genau wissen, wozu man etwas macht und worauf es dabei ankommt.

    Gruß vom Heizer

  • Faszinierend da bin ich hier mal 2monate nicht am lesen weil mich meine Bachelorarbeit in den Keller und an den Rechner zwingt und da wird hier gleich mal wieder so viel Zeug geschrieben .
    Also ich denke wenn man einen ordentlichen Bohrer kauft wo HSS drauf steht dann sollte er auch was taugen . Natürlich nicht aus dem Baumarkt . Aber wir werden am Wochenende mal schauen ob die Schienen halten und wenn das der Fall ist werde ich auch mal paar Zeilen zu meiner Bachelorarbeit verlieren denn die beschäftigt sich nämlich mit nem Modell im Maßstab 1:2,3 für 240mm Spurweite .


    Gruß Christian

    Christian


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  • Hallo allerseits,
    auf dem Bild im Hintergrund kann man die Usache für meine Aktivitäten im Gleisbau sehen. Seit Samstag habe ich einen Neuzugang im BW Garage: 'Leoni' Bn2t, Haine-St-Pierre #491, M 1:2,5.
    Der Lokführer auf dem Bild ist übrigens WeiMi, der seinen Spaß hatte.

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    • Leoni_4.JPG

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    Gruß vom Heizer