Heizers Feldbahn

Bitte tragt Eure Fahrbetriebs-/ und Veranstaltungs-Termine 2020 im Kalender ein.
  • Moin zusammen,


    das große Dampfloks keinen künstlichen Zug beim Anheizen brauchen stimmt auch nicht so ganz ...


    Bei der IV-k wurde vorne in der Rauchkammer ein "Lagerfeuer" eingerichtet, um den Rauchgasen aus der Feuerbüchse beim
    Anheizen eine beschleunigte Richtung zuzuweisen.


    "Anheiz Geschwindigkeit" ... bis zum ersten Bar Druck dauert es am längsten, weil dafür die meisten Kalorien verbraucht werden.
    Danach geht es etwas schneller, beim Original überschreitet man selten die Leitformel: 1° pro Minute (180° C = 10 Bar).
    Zur Material Schonung.


    Natürlich gibt es auch kürzere Anheizzeiten beim Original, es gibt eine "von" - "bis" Spanne in der man sich bewegen kann.
    Wenn es früher mal "gedrückt" hat, wurde der Kessel auch mal schneller hochgefahren.


    Je langsamer, desto besser ist das für das Material.
    Wer schon mal beim Anheizen einer großen dabei war, der weiß was ich meine, das knackt und knistert ganz schön im Gebälk.


    Bei Kupferkesseln habe ich immer das Gefühl, als wenn die aus Gummi wären, die kann man ziemlich gnadenlos "aufpusten" und drucklos machen.
    Die sind da doch sehr gutmütig, im Vergleich zum Stahlkessel.


    Gruß Bucki

  • Hallo Gerald,


    das das Feuer in einer kleinen 5 Zoll Lok ohne Bläser nicht lange überlebt ist vollkommen normal. Der Zug im Stand durch den Schlot ist einfach zu klein um das Feuer mit Sauerstoff zu versorgen.
    Einfach im Stand oder bei langen bergabfahrten den Bläser minimal öffnen, so bleibt das Feuer aktiv und das Fahren macht Spaß ;)


    lg Jonas

    ! ! Der Weg ist das Ziel, also lasst uns weiter Dampf kochen ! !

  • Hallo Bucki


    auch eine IV K lässt sich ohne Feuer in der Rauchkammer hoch heizen, es funktioniert aber bei gewissen Wetterlagen nicht so gut . Manchmal "fällt " der qualm einfach aus der Esse wieder herunter .


    Gruß Andreas

    Einmal editiert, zuletzt von IVK fan ()

  • Mahlzeit!


    Dass eine IVK nicht ohne ein Feuer in der Rauchkammer anzuheizen ist, halte ich für eine recht kühne These. Worauf begründet sich diese Aussage? Welche (eigenen) Erfahrungen stehen dahinter?


    Zweifelsohne gibt es bei drückendem Wetter und ungünstigen Windverhältnissen mitunter Schwierigkeiten was den natürlichen Saugzug bei kleinen Kesseln angeht, doch auch der Faktor Mensch ist mitunter Teil des Problems. Bei Lichte betrachtet, ist nicht jeder, der früher und auch heute eine Lok anheizt ein Könner und Meister seines Fachs. Ausbildung hin oder her, der ein oder andere vergisst Gelehrtes bewußt oder unbewußt früher oder später wieder, ohne sich dabei Asche auf's lederbedeckte Haupt zu streuen. Geduld, die die Tugend der (guten) Fotografen ist, ist nicht jedem der sich der schwarzen Zunft zugehörig Fühlenden zu Eigen gemacht worden.


    So wie für den einen der Druck im Kessel gerade ausreichend ist, dass die Luftpumpe nicht stehen bleibt und sich der andere erst für einen "einigermaßen brauchbaren Heizer" hält, wenn er immer einen satten roten Strich hat, gibt es auch beim Anheizen verschiedene Philosophien. Der eine füllt die Feuerbüchse bis zur Unterkante des Feuertürrings mit Brennstoff oder gar darüber hinaus, muss den Haufen dann mit viel Mühe und Öllappen zum Brennen überreden, nicht ohne dabei auf auf das Holz, die Lokomotive und die Geister des Saugzuges zu fluchen, Hauptsache es geht schnell und man kann sich zügig zur Kaffeebude bewegen. Der andere bringt gerade soviel auf, dass der Rost bedeckt ist und macht ein zartes Lagerfeuer, bereitet sein Holz sorgsam vor, spaltet es in verschiedene Stärken für die einzelnen Phasen des Entzündens, zelebriert das Anheizen wie ein heiliges Ritual. Er nimmt sich die Zeit, die der Kessel braucht, beobachtet, fühlt wie sich der Kessel langsam erwärmt, lauscht dem leisen Wallen aufsteigender Dampfblasen. Der eine tut es mechanisch, immer gleich, der andere stellt sich auf den jeweiligen Kessel ein und führt das Feuer gefühlvoll und flexibel.


    Ich halte es mit dem Rat meines Lehrlokführers, der mich anspornte zu beobachten und zu lernen, mir das Beste von jedem Lokführer und Heizer zu eigen zu machen. In den letzten 15 Jahren habe ich 8 verschiedene (Schmalspur-)Lokomotivbaureihen regelmäßig angeheizt und gefeuert und kann für mich sagen, das kein Kessel wie der andere ist und seien sie bauartgleich. Wenn man will, kann man sich drauf einstellen, in dem man sich drauf einläßt und entsprechend reagiert. Je kleiner die Lok, desto anspruchvoller die Feuerführung, aber eine Saugzughilfe habe ich nie gebraucht.


    Ich hatte mit Christian gewettet, dass ich, als er mir anbot, ehrenhalber das erste mal Leonie anzuheizen, ganz ohne Anheizgebläse und Druckluftbläser auskommen würde. Sollte es mir gelingen, würde ich eine Runde Whisky springen lassen. Der Benromach Peat Smoke hat uns gut gemundet...


    Bei dieser Kesselgröße ist es durchaus möglich, bei kleineren Loks hat es Grenzen, das habe ich auch lernen müssen.


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    In diesem Sinne,


    Allzeit einen satten roten Strich!


    P.S. Der Hilfsbläser ist nicht Christians Idee gewesen, ich habe ihn bei den Probefahrten dazu überreden müssen ;)

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • @Sven
    Dann natürlich Ehre, wem Ehre gebührt. In der eingebauten Ausführung ist er jedenfalls richtig wirksam und man braucht ihn auch nur recht kurze Zeit. Der Kessel selbst zieht auch ziemlich gut. Einen 'Nachteil' gegenüber Euren Testfahrten habe ich entdeckt: Mit den Eierbriketts ergibt sich nach sehr kurzer Zeit ein praktisch rauchloses Feuer, so dass bei der Fahrt nicht alles in Wolken wie in Dresden gehüllt ist. Kam schon Kinderkommentar : "Die raucht aber garnicht wie die andere" Gemeint war die 'Bismarck' ( quasi T3 pr. ) der Wetterauer Eisebahnfreunde, die auf einer Museumsstrecke ab Bad Nauheim dampft.

    Gruß vom Heizer

  • Moin Zusammen,


    @Sven, @Andreas: ich habe nicht geschrieben, dass es immer nötig ist, und ohne künstlichen Zug gar nicht geht.


    Es war an dem Tag aber der Fall (Ostern 2003), das zum ersten Anstecken des Feuers, in der Rauchkammer ein Lagerfeuer entzündet wurden.


    Je nach Bauart des Kessels, hat er einen guten oder weniger guten natürlichen Saugzug.
    Meinen Stehkessel kann ich ohne Gebläse anheizen, Der Kamin muss natürlich entsprechend Dimensioniert sein.


    Gruß Bucki

  • Hallo


    @ Sven , ja ich war schon mehrfach beim anheizen in Jöhstadt mit dabei . Besser funktionierts aber mit Unterstützung in der Rauchkammer, das ist wohl so . Sobald der Zeiger abgehoben hatte ging's mit dem Hilfsbläser dazu besser ,ohne ihn schlägt das Feuer aus dem Feuerloch und es gibt unfreiwillig Haare ab =O .


    Gruß Andreas

  • So, jetzt habe ich zum Testen die Gummistreifen unter die Schienen montiert. Tatsächlich ist das Dröhnen der Waschbetonplatten auf der Teststrecke sehr zurückgegangen. Was bleibt, ist das Geräusch aus dem Rad-Schiene-Kontakt ( in den Kurven auch nicht zu verachten ) und das Rollgeräusch. Ich fahre ja nicht andauernd im Hof hin und her und habe deshalb beschlossen, dass außer der Gummiunterlage nichts weiter gemacht wird. Ein Rasenmäher macht mehr Lärm als meine Eisenbahn.

    Gruß vom Heizer

  • Hallo allerseits,
    nachdem der Kipper einsatzbereit ist, soll's hier weitergehen mit der Feldbahn. Dazu muss ja der Erdaushub in den Container. Das Problem jedes Containers liegt darin, dass man ihn nur dann richtig voll bekommt, wenn die Vorderwand zu ist und man von oben hineinkippen kann. Maschinist hatte es da einfach, er konnte seine steile Garageneinfahrt nutzen und damit fast horizontal an den oberen Containerrand gelangen. Aber was macht man in der Ebene? Da erinnert man sich Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.
    Ein guter Bekannter mit Baufirma hat so einen Hochhubstapler in seiner Halle stehen und braucht den z.Zt. gerade nicht. Jetzt also steht er bei mir im Hof und hebt den Kipper:
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    Die Pumperei nervt zwar etwas, elektrisch wäre natürlich das Nonplusultra gewesen, aber wenn man nix fürs Leihen löhnen muss-
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    So kann man auch mit kleinen Sachen Gartenbahnern Freude machen.

    Gruß vom Heizer

  • Hallo allerseits,
    heute also der große Praxistest - kriegen wir einen 7m³-Container in 4 Stunden voll, indem man ökonomisch die Spielbahn einsetzt? Also Ausgangslage -ca. 70m Strecke zwischen Erdaushub und Container, Baugleis im oberen Garten muss permanent verlängert werden mit dem Fortschritt des Aushubs.
    2 Mann für's Arbeiten, deren Chef erst mal ein bisschen skeptisch war.
    Hier die Fotos von heute:
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    Die Rampen.
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    Volle Granate Schwerkraftbetrieb à la rumänische Waldbahn - nur dass ein Bulgare drauf sitzt.
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    So näherte er sich mit dem eigenen Schwung der Umladerampe mit Aufklettergleis ( Was hätte ich ohne die ganzen kleinen Helfer vom WeiMi gemacht?)
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    So sieht es mitsamt der Waggondreheinrichtung aus.
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    hydraulisch hoch und rein den Container.
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    Oben war der Kollege fleißig beim Reinschippen - locker 350 kg Aushub pro Fuhre!
    Der andere freute sich übrigens wie ein Schneekönig, dass er den Wagen steuern durfte. Einmal bretterte er derart um die Kurve, dass ich ihn schon mitsamt dem Waggon am Zaun kleben sah- aber es hielt alles und mit dem Schwung rappelte er bis auf die Dreheinrichtung drauf.
    Na ja, ich verbot ihm allerdings die Wiederholung.


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    Hier noch mal der Anfang des Klettergleises- man beachte den eingeschlagenen Vierkant. Der verhindert, dass sich alles beim Anlaufen in Fahrtrichtung verschiebt.
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    Und hier noch einmal die Wagendreheinrichtung.

    Gruß vom Heizer

  • Gestern Abend war der letzte Dreck weg und dafür lagen mal eben 9to Schotter in der Einfahrt.
    Die beiden von gestern rückten heute morgen wieder an und weil sie unbedingt das Material in Kübeln nach oben bringen wollten, da sie es so besser verteilen könnten, sieht es heute so aus:
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    Ich habe ja 60cm-Stücke zum fliegenden Verlegen auf der Folie, aber nein...den großen Kipper wollten sie nicht.
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    Dann also so. Da der Junge gestern ausreichend Streckenkenntnis einschließlich Steilstreckenbetrieb erworben hatte, bekam er noch gleich die Einweisung zum Lokbetriebsdienst und ab:
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    Möchte mal wissen, was der seiner Verwandtschaft in Bulgarien erzählt. Bei der Arbeit mit der Eisenbahn spielen ist ja auch nicht alle Tage.

    Gruß vom Heizer

  • So, um 16:00h war die untere Tragschotterlage eingebracht und 7m³ davon nach oben geschafft. Die Diema war ununterbrochen im Einsatz und die 100Ah-Akkus haben nicht mal mit dem Ohr gewackelt. Also die reichen locker für einen ganzen Fahrtag unter Last, das ist ein schönes Nebenergebnis.

    Gruß vom Heizer

  • Noch was im Nachklapp.
    Diese EU-Bürger ( Angehörige der türkischstämmigen Minderheit ) aus dem Balkan dürfen ja hier problemlos arbeiten und werden dann gerne von türkischen Inhabern von Dienstleistungsfirmen beschäftigt. Die Deutschkenntnisse sind manchmal äußerst rudimentär. Aber der Mann von Welt spricht ja türkisch und dann legen sie sofort die Ohren an und spuren wie nichts.

    Gruß vom Heizer

  • Hallo Heizer,
    bei dem Gefälle hast du ja auch regenratives Bremsen mit Accurückspeisung.
    Hoffentlich protestiert deine Diema künftig nicht wegen Unterbeschäftigung.
    So ein Arbeitseinsatz ist doch etwas anderes als ein normaler Fahrtag.
    Volker

  • Sehr gut da kann ja der Erfurter Gleisbaufraktion anrücken .


    Gruß Christian

    Christian


    *** Bodo Wartke sollte man kennen ***


    CNC-Plasmaschneiden/Laserschneiden Mail genügt!
    ch.Uhlich(at)gmx(Punkt)de :D

  • So, wieder mal ein paar Bilderchen.
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    Ohne Weichen zu fahren ist ja die Härte, deshalb wurden mal eben zwei gebaut und eingesetzt.
    das war abends um 19:30h
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    Nur um einen Eindruck der bestens organisierten Arbeitsstätte zu bekommen.....


    Dann war Sonntag und wir verluden mal eben alle Loks auf WeiMis großen Hänger. Er hat ein Firmengelände im Mischgebiet, da kann keiner meckern.
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    Lehrlokführer und Fahrschüler unterwegs
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    Die üblichen verdächtigen beim Fachsimpeln.
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    Irgendwo muss das Wasser für die Lok ja herkommen
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    Der richtige Diesel durfte mit WeiMi und Holzwagen nicht fehlen.
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    So als Personenzug macht sich das auch nicht schlecht.


    Und hier, was passiert, wenn m,an das Lökchen mal eine Weile unbeachtet stehen lässt:
    Eins:
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    Zwei:
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    Und drei:
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    Gruß vom Heizer

    Einmal editiert, zuletzt von ateshci ()

  • Nur um einen Eindruck der bestens organisierten Arbeitsstätte zu bekommen.....

    Hallo Helmut,


    mach Dir nichts daraus, bei uns gibt es dafür das schöne Sprichwort:


    Ordnung ist für Trottel, Intelligenzler bewältigen auch Chaos!


    Hoffentlich hast Du Dir beim "Auslauf" Deiner Loks nicht den Spaß an Deiner Gebirgsbahn verdorben ;)


    In Vorfreude auf weitere köstliche Berichte mit lieben Grüßen...


    Kristian

  • Guten Abend,
    nachdem ich am Samstag mit dem V75Christian drei Weichen für den Heizer gebaut habe war es an der Zeit, mich auch mal in diesem Forum anzumelden. Heizer, der Weimi-Fahrtag hat mich ganz schön von der Arbeit abgehalten.; 'tschuldigung! Aber vielleicht schaffst Du es vor dem Wintereinbruch noch, den Kalksteinschotter vom Nachbarztaun zur Rampe "Anschluß Kompost" umzuarbeiten, denn dann ist da oben Platz für den Schotter auf dem Hof. So zumindest war mein Plan.
    Die Leonie und die Dima stehen dicht beieinander beim Weimi. Die Dima haben wir sogar noch an die Ladung hängen können. Allerdings fehlte für das Putzen der Leonie die Zeit. Da solltest Du dringend diese Woche noch mal ran. In der Rauchkammer steht die Sotte ganz schön hoch, die Rauchrohre müssen auch mal gekehrt werden, denn die Holzfeuerung hat Spuren hinterlassen. Die Stangen hat V75Christian noch mal mit Öl eingerieben, dann da gab es die ersten Roststellen.
    Ansonsten einfach auf diesem Wege noch mal ein herzliches Dankeschön für das tolle Wochenende. Es hätte halt länger sein müssen, damit wir Deinen Bahnhof gleistechnisch fertig bekommen hätten.


    Gruß
    Joschi

    Mit "eigentlich" fängt eine Lüge an!