Heizers Feldbahn

Bitte tragt Eure Termine 2019 im Kalender ein.
  • @Kristian
    Die Lösung geht eventuell auch, wenn man mit dem Anlenkpunkt der Zugstange der Bremse sehr nahe an den Drehzapfen kommen kann. Ich habe es mal mit den machbaren Abmessungen konstruiert, aber es bleiben +/-3mm als Leerweg in Lösestellung zusätzlich zu dem mittleren Abstand. Also bei 3mm Mindestluft Backe/Radreifen beträgt die Neutralstellung 4,5mm und steigt bis auf 6mm an, bzw. nimmt auf 3mm ab. Bei einer reinen Druckluftbremse wäre das egal, bei einem Federspeicher kommt da die Abnahme der Anpresskraft entsprechend 3mm ins Spiel. Da muss man mal die Spezifikationstabellen für Federn durchflöhen, denn die Bremse muss für 4 gebremste Radscheiben ( die innenliegenden ) und ein max. Wagengewicht von 600kg bei Holz auf Metall ( Stahl auf GG hat praktisch die gleiche Reibungszahl )1500N aufbringen, 750N pro Radsatz. Das ist dann bei der 2:1 Übersetzung schon eine gewaltige Vorspannung mit entsprechender Federkonstante, damit bei den 3mm Leerweg am Reifen ( Und damit 6mm Leerweg an der Zugstange laut Beispielzeichnung ) die Zugkraft von 750N ansteht. Ach so: Die noch nötigen Umlenkungen, damit aus der Zugbewegung eine Druckbewegung auf die Radreifen wird, sind in der Skizze nicht gezeichnet.

    Noch was vergessen:

    bei dieser Lösung wirktbeim Bremsen ein Drehmoment von ~30Nm auf das Drehgestell ein - das erscheint mir ganz schön hoch zu sein.

    Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.

  • @Kristian


    Beim Aufstellen der Kräfte und ihrer Wirkung habe ich auch bei meiner ersten Skizze ein Drehmoment auf das Gestell beim Bremsen, das sogar in der gleichen Größenordnung liegt. So scheint es nicht zu gehen. Aber wenn man ein Bremsseil mittig unterhalb des Drehzapfens mittels zweier horizontaler Rollen, die ihrerseits ebenfalls um den Mittelpunkt drehen, einführt, dann ändert sich in der Länge praktisch ( einige 0,1mm )nichts, wenn man deren Radius genügend klein macht. Ich habe es einmal für Rollen mit einem Rillendurchmesser von 16mm ( Außendurchmesser 20mm ) konstruiert. Durch die mittige Einführung erhält man beim Bremsen kein Drehmoment auf das Gestell und die gesamte Konstruktion wird wesentlich vereinfacht. Die Gesamtbremskraft von 1500N verteilt sich auf die beiden Gestelle, so dass man pro Gestell 750N einbringt. Der Drehzapfen und die Rollen müssen jetzt eine radiale Kraft von max. 256N abfangen. Ein Drahtseil 7x7 hat bei 3mm Durchmesser eine Bruchlast von ~5000N, ist also für diese Anwendung geeignet.

    Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.

  • Für eine "spielfreie" mechanische Kraftübertragung müsste eine Stange senkrecht durch den Drehmittelpunkt drücken/ziehen - oder mittels einer verschiebbaren Hülse auf dem Zapfen. Allerdings ist die Umlenkung aufwändiger und braucht mehr Platz in der Senkrechten.


    Gibt es Federspeicher, die in die Drehgestelle hineinpassen? Dann könnte man ein Zugseil über Umlenkrollen senkrecht durch den Drehmittelpunkt führen.

    Noch einfacher wären Bowdenzüge. Bei einem Federspeicher im Wagenboden, welcher auf beide Drehgestelle wirkt, muss Druck und Zug ja gleichermaßen funktionieren.

  • @Rudi
    Bowdenzug? Bei 750N auf Druck? So mache ich es bestimmt nicht. Es ist auch nicht nötig, denn für das gegenüberliegende Gestell braucht man doch nur einen um die Mitte drehbaren Hebel, an dessen Armen jeweils die Seile eingehängt werden. Verdreht man den, dann bremst es links wie rechts. Zurückgeholt wird das Gestänge im Drehgestell mit einer schwachen Zugfeder. Die Bremsfeder wird so angeordnet, dass sie den Hebel in Zugrichtung dreht. Gelüftet ( ein paar mm ) wird mit einem Pneumatikzylinder, der die Feder weiter zusammendrückt ( Sie arbeitet ja als Druckfeder, wenn sie die 1500N aufbringt ).

    Natürlich kann man die Anordnung in doppelter Ausführung in die Drehgestelle einbauen. Man braucht dann nur die Hälfte der Gesamtbremskraft pro Gestell.

    Das ist eine Kostenfrage - 2 Schläuche mit Schnellkupplung, 2 Federn, 2 Zylinder. Man spart sich die Seilführung und braucht sich um den max. Schwenkwinkel nicht zu kümmern. Fertiglösungen gibt es da nicht - die Bremse muss man sich mit den Teilen selbst zusammenbauen. Fertige Federspeicher mit Druckluftlösung habe ich bisher nur für ca. 200,- gesehen und viel zu groß sind die auch. Die PKW-Anhängerspeicher ( z.B. von Knott ) werden alle mechanisch gelöst (= Feder zusammengedrückt ). Die von AL-KO bestehen nur aus der Druckfeder(?) und einer innenliegenden Führungsstange. Kosten ca 17,-. Mit denen könnte zusammen mit einem Druckzylinder möglicherweise was machen. Nur findet man keine Werte für die Feder - ergibt sich wohl aus den Vorschriften für PKW-Anhänger irgendwo und -wie. Sachdienliche Hinweise werden gerne entgegengenommen.

  • Tach zusammen,


    pro Drehgestell habe ich einen Bremszylinder (Luftzylinder Dia.32mm-Hub 37mm) verbaut.

    Eine Anlenkung mit nur einem Zylinder in der Wagenmitte geht auch, ist mir aber zu schabbelig.

    KM1 bietet 5" Drehgestelle (und Wagen) an, bei diesen wird die Bremse per Bowdenzug betätigt.

    Beide Züge werden in der Fahrzeugmitte in einem Flacheisen eingehängt. Das Flacheisen hat an beiden Enden eine

    45° Kröpfung mit einem Aufnahmeschlitz für die Züge. Nun kann man dieses Flacheisen per Bremszylinder oder

    mechanisch per Hand über einen Hebel betätigen. Lt. KM1 sollen 10kg Stell-Kraft ausreichend sein.


    Mein Prüfstand besteht aus einem 6-kant Messing ca. 150mm lang, eine Seite hat eine Schnellkupplung für Luft, dahinter sitzt ein

    Sinterbronzefilter. Am anderen Ende ist eine auswechselbare Düse eingesetzt, dahinter ein Anschluß zum 3/2 Wege Kugelhahn.


    Die Düse hat 0,25mm (kann man aber auch weg lassen, besser ein Drosselventil verwenden). In der Leitung vom Kugelhahn zum

    Bremszylinder sitzt das Drosselventil. Hiermit kann man bei verschiedenen Kessel-Drücken die Geschwindigkeit des Bremszylinders

    und der Federkraft die die Bremse zurück zieht ermitteln.


    Probiert habe ich mit 1 - 5 Bar. Optimal sind bei mir 1,5 - 2,5 Bar Bremsdruck, die Rückzugsfedern haben (2 Stk. pro Seite) ca. 3-4 kg Kraft.

    Die Bremse legt sich über 2 bis 5 sec. an, je nach Drosselventil Einstellung.

    Die Bremsklötze sind aus Alu, die Räder aus C45


    Das Bremsgehänge mit all seinen Komponenten hängt wie eine Schaukel zwischen den beiden Achsen des Drehgestells. Somit greifen

    2 Bremsklötze pro Radsatz.


    Bilder dauern noch etwas ...


    Gruß Bucki

  • Moin Heizer,


    wenn es denn gut sein soll, muss man entweder "etwas Geld in die Hand nehmen", oder sich etwas einfallen lassen. Für Letzteres sind Gartenbahner ja "berüchtigt" ;););)
    Die WIMMER-Lösung ist nun wirklich sehr solide und augenscheinlich ordentlich durchkonstruiert und das macht wohl auch den Preis aus, denn Erfahrung muss ja erst mal "erworben" werden und so etwas kostet Geld.


    Schau Dich doch mal bei MAGURA um. Die bieten hydraulisch betätigte Bremsen für Fahrräder sowohl als Scheiben- wie auch als Klotzbremsen an. Da solltest Du "was passendes" finden und da es Großserienprodukte sind, ist der Preis deutlich "hobbykassenfreundlicher".


    Ein passender Shop (von vielen möglichen) ist dieser - Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. . Ein Gang zum Fahrradservice vor Ort könnte auch hilfreich sein (eigene positive Erfahrung) und Dich vor Fehlschlägen bewahren.


    In der Hoffnung, dass es hilfreich war

    Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Diese Systeme sind aber alle für 140/180/220mm Scheibendurchmesser ausgelegt. Die Bremskraft nimmt mit dem Scheibendurchmesser rapide ab. Für Vorderrräder soll ja nicht unter 180mm gegangen werden. Man muss natürlich das Übersetzungsverhältnis im Drehmoment bei m~120kg und einem Raddurchmesser von 26..28" zum Bremsscheibendurchmesser berücksichtigen. Diese Systeme habe ich ich mir auch schon angeschaut, aber die preisgünstigen leiden unter starkem Fading ( sowieso eine Scheibenbremsen'krankheit' ), was ja beim Betrieb an einer Steigung mit stetig schleifenden Bremsen nicht zuträglich ist.

    Man muss im Hinterkopf behalten, dass Wimmers Auflaufbremse im Wesentlichen für den Betrieb in der Ebene und geringere Gesamtgewichte konzipiert ist, gegen Weglaufen bei gerissener Kupplung bietet sie auch keinen Schutz. Außerdem muss man beim Schieben unter Last die Bremse evtl. in Lösestellung arretieren, damit sie nicht anzieht.

    @Dietrich
    Hast Du denn ein solches System bei Dir im Einsatz? Dann bitte mal was Näheres dazu.

  • Hallo Helmut,

    Zitat

    Hast Du denn ein solches System bei Dir im Einsatz? Dann bitte mal was Näheres dazu

    leider noch nicht. Das ist etwas, was ich an meinem MARTIN noch umsetzen muss, die Teile einer MAGURA HS11 liegen schon bereit, aaber .... . Deren Klötze sollen auf Scheiben wirken, die auf die Rückseiten der Kettenblätter der Hinterräder montiert werden.


    Viele Grüße

    Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Ich habe mir einen Anhänger-Federspeicher ( Also der, der die Handbremse in der 'gebremst' und auch in der 'offen''-Stellung hält ) bestellt. An meinem Anhänger befindet sich ja so ein Teil und das drückt selbst mit der Hebelübersetzung von ca. 10:1 noch enorm. Leider finde ich nirgends technische Daten zu den Dingern, sie unterscheiden sich je nach Last des gebremsten Anhängers ( bis 2,6to ). Da messe ich mal die Federkonstante aus und dann sehe ich weiter. Scheibenbremsen auf jeder Achse erscheinen mir doch eine teure Angelegenheit zu sein und man muss doch, um wirklich alle Eventualitäten abzusichern, irgendeine durchgehende Verbindung der Wagen ähnlich dem Abreißseil beim Anhänger haben, die bei Unterbrechung die Bremse automatisch schließt.

  • die Teile einer MAGURA HS11 liegen schon bereit

    Die Idee ist nicht neu. Thomas Adler hat sie in seinem Bedienwagen umgesetzt.

    Ich war so frei und habe das dann nachgebaut. Sieht so aus.


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen. Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen. Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen. Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.


    Gruß

    Frank

  • Hallo Frank,


    Zitat

    ... und habe das dann nachgebaut. Sieht so aus.

    danke fürs Zeigen, das sieht sehr solide aus und dazu sind die Teile noch sparsam verarbeitet (die Hydraulikzylinder) :thumbup::thumbup:


    Grüße Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

    Einmal editiert, zuletzt von Dampfspieler ()

  • Woraus bestehen die Bremsklötze?

    Da bin ich ehrlich, das weiß ich noch nicht einmal.

    Ich tippe aber einmal auf Gummi aus China, sie stanken nach dem Auspacken fürchterlich nach Chemie.

    Die sind für Fahrräder. Mir war es wichtig, dass sie ein Gewinde haben. So lassen sie sich einfach festschrauben.


    Einen ganz wichtigen Tipp habe ich aber noch. Bei der Konstruktion auf den Bildern fehlt eine Möglichkeit

    die Bremsen nachzustellen. Nach einiger Zeit nahm die Bremskraft immer mehr ab.

    Da habe ich erst einmal dumm geguckt.Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.

    Klarer Konstruktionsfehler.Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.


    Ich habe dann den auf dem Bild mit Pfeil markierten Rundstahl zweitteilig mit Gewinde und Kontermutter ausgeführt.

    Leider habe ich davon kein Bild gemacht, aber ich glaube Ihr könnt Euch das auch so vorstellen.


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.


    Viele Grüße

    Frank

  • Bei 20° Schwenkwinkel würde ich mal drüber nachdenken, die Bremsgestänge-Kraft senkrecht durch den Drehgestell-Lagerbolzen durchzuführen.

    Und wenn nicht das, dann mal drüber nachdenken, in Längsrichtung einen ungefähren Bremsgestänge-Kraftausgleich für die Drehgestell-Lagerbolzen herzustellen.

    Wenn die Bremsmechanik so wie bei 2-achsigen Güterwagen aussieht, aber waagrecht liegt, und die Güterwagenmitte hier dann die Drehgestellmitte ist und die Krafteinleitung in die Mittel-"Schere" von beiden Seiten nah am Lagerbolzen liegt, wird das je nach Bremszylinderhub und sonstigen Spielräumen bei den riesigen 20°Schwenkwinkel vermutlich nicht wirklich gut hinkommen. Einiges darunter hatte ich bei einem Hirniverein mal sowas gebaut, ging gut, bei 5t Wagengewicht beladen und ca. 80mm Bremszylinderhub. Das Gestänge musste aber sehr steif ausgeführt werden, damit der Bremszylinderhub reichte und sich eine halbwegs ideale Gestängestellung über den ganzen Bremskraftbereich aufrechterhalten liess.

  • Warum wollt Ihr das Rad ein zweites mal erfinden?

    Macht doch einfach eine Anleihe in der Luftfahrt.

    Beim Hubschrauber hatten die Leute das gleiche Problem!

    Ich denke da an die Taumelscheibe...


    Der Bremszylinder drückt über einen geeigneten Hebel ein Axiallager nach unten.

    Dieses eine Platte die über Hebel das Bremsgestänge betätigt.

    Platte und Kugellager sind auf der Drehachse des Drehgestells montiert.


    Viele Grüße

    Frank