Heizers Feldbahn

Bitte tragt Eure Fahrbetriebs-/ und Veranstaltungs-Termine 2020 im Kalender ein.
  • Hoi Helmut


    Auch ich habe keine Probleme beim schweissen bemerkt. Wichtig ist, dass man immer nach aussen schweisst, d.h. mit den inneren Schwellen beginnt und sich dann gleichmässig nach aussen arbeitet. Verwende als Schwellen warmgewalztes U-Profil 30x15x5 und bohre hierdurch ein Loch mit 9-10mm Durchmesser. Da hindurch schweisse ich die Schwellen auf das Schienenprofil.


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    Gruss Dani

    Feldbahnmässiger Regelspurbetrieb mit elektrischen Dieseldampflokomotiven

  • Maschinist

    ich habe das bei 3m-Jochen aus 20x40 gewalztem U-Profil gemerkt. Von innen nach außen alle ~40cm ein Schwellenprofil mit innerer und äußerer Kehlnaht befestigt. Nach einiger Liegezeit bemerkte ich eine sichtbare leichte Durchbiegung der Mitte nach oben, die sich beim Fahrbetrieb auch bemerkbar macht.

    Bei 15x30 allerdings, woraus der überwiegende Teil der Anlage besteht, ist das nicht festzustellen.

    Gruß vom Heizer

  • Hallo Sven,

    wenn Du an ein U-Profil in kurzen Abständen etwas anschweißt, wird es durch die Schrumpfung im Profil krumm. Entweder auch auf der anderen Seite schweißen, was nicht immer gewollt ist oder richten (kalt oder flammrichten).


    Gruß Uwe

    Man hat niemals Zeit, es richtig zu machen, aber immer Zeit, es nocheinmal zu machen. [ . . . Murphys Gesetze].

  • Mahlzeit!


    Dann liegt es wohl eher an der ungünstigen einseitigen Schweißung.


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    Ich schweiße grundsätzlich beidseitig, wie man es vom schweißgerechten Konstruieren kennt von daher ist mir das Phänomen nicht bekannt gewesen.


    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Hallo miteinander!

    Ja wenn das auch so sein sollte daß sich die "Schiene " durch schweißen hebt!
    Um wieviele Zentimeter handelt es sich dabei^^

    Viele Grüße
    Willy

  • Maschinist

    Natürlich sind auch bei mir die Profile an der Innen- und Außenkante verschweißt worden. Bei den Kurvenstücken ist es mir bisher auch nicht aufgefallen, sondern nur bei den langen Geraden in der Steigung. Wie ich schon schrieb, bei den 15x30 Profilen habe ich nichts dergleichen bemerkt.

    Gruß vom Heizer

  • Hallo allerseits,
    im oberen Bahnhof fehlte mir seit langem die Umsetzmöglichkeit. Wegen der Nutzlänge wollte ich dort eine Segmentdrehscheibe einbauen und das schob ich auch eine Weile vor mir her. Vor 4 Wochen endlich habe ich mir selbst mal kräftig in den A.. getreten und das Projekt in Angriff genommen.

    Vor aller Schweißerei stehen erst mal die Erdarbeiten und der Bau der Drehscheibengrube. Die Entwässerung darf man dabei nicht vergessen, denn eine Badewanne ist wohl nicht ganz im Sinne des Ganzen.

    Also los:

    Mein Sohn suchte Arbeit und so hob er Grube und Ableitgraben aus.

    Stilgerecht ( und nach Lage des Ortes garnicht anders machbar ) die Mischmaschine auf den Flachwagen gesetzt, hochgekarrt und dann alle anderen Materialien ebenso. Wie sonst soll man 1.5 m³ Recyclingsand fürs Betonieren und 10 Sack Zement da hoch bringen?


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    Nachdem der Gully eingebaut und 4m Drainagerohr mit Versickeranschluss in den Ableitgraben verbuddelt waren, ging's ans Betonieren:


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    Schön glatt an der Oberfläche und 2% Gefälle zum Ablauf sollen's auch sein:

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    Dann war die Grube fertig, alles nivelliert, ausgemessen und dann musste erst mal das CAD zum Konstruieren der Scheibe ran.

    Nach zwei Abenden und viel Bier stand die Konstruktion und ich bestellte die fertig zugeschnittenen Stahlteile bei Huisgen.

    Es gibt möglicherweise günstigere Anbieter, aber die Zuschnitte dort stimmen auf ca 2mm oder noch weniger.

    Als der Stahl nach 3 Tagen da war und der Monzagetermin schon längere Zeit mit meinen Freunden Joschi, V75Christian und WeiMi
    abgestimmt war, machten wir uns am Freitag gegen 16:00h ans Werk:

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    Der Samstag verging mit Einpassen, Anreißen der Königstuhlund Laufschienenbohrungen, Ausrichten und fertigschweißen:


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    Samstagabend der erste Schutzlack drauf und am Sontag früh in die Grube gebaut:

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    Zufahrtsgleise drangelegt und ausgerichtet - na ja fast exakt, aber das Versetzen der Weiche, deren Herzstückwinkel nicht genau dem Schwenkwinkel entspricht, um 10cm hätte den Bau von 2x3m Gleisjochen bedeutet und auf der Feldbahn ist das kein Problem. Oder, wie Christian meinte:"Für'n Garten langt's"

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    Dann musste getestet werden, ob der direkt ans Brückenende geschweißte Anschlag die Nutzlänge nicht zu sehr verkürzte.

    Die Dampflok mit Tender muss ja draufpassen:

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    Wie man sieht, geht es und deshalb bleibt es so. So, Sonntag 10:00h und fertig war's. es folgte noch der übliche Betrieb mit meiner DL8 und Joschis DL6, der

    Dampflok und noch ein paar Loren und Kastenwagen, die 'irgendwie' auch aus Erfurt mitgekommen waren.


    Verbaut wurden 100kg Stahl.

    Des weiteren wurden verbraucht:

    26 Bier, 3 Sack Holzkohle, 10 Flaschen Mineralwasser, 5kg Fleisch und die üblichen Beilagen und Salate.

    Gruß vom Heizer

  • Die Besinnung aufs Häusliche hat ungeahnte Energien freigesetzt, die in den Bau eines Zugangswegs zur Drehscheibe einfließen. Die ausgehobene Erde ist leider von den Vorbesitzern des Grundstücks an der Stelle als Abfallgrube benutzt und außerdem voller übler Unkrautwurzeln und Baumwurzelreste gewesen - also leider für weiteren Garteneinsatz nicht wirklich zu gebrauchen. Wie also das ausgekofferte Material vom Wegbau nach unten zum späteren Verladen in einen Container bringen? Dazu haben mein Sohn ( ja, der Kleine aus den Anfangsbildern ) und ich das Heizersche SoSo-System erfunden: Schubkarre on- Schubkarre off. Bedeutet, man lädt eine Schubkarre am Ort des Geschehens voll, fährt sie zum nächsten Bahnhof und rollt sie dort auf einen passenden Flachwagen von Heizers Feldbahn. Dazu muss man sich etwas einfallen lassen, wie der ungebremste Flachwagen durch das Aufschieben der Schubkarre weder weggeschoben noch angekippt wird. Im Bestand befanden sich ein Paar Quad-Verladerampen, die sich als das ideale Hilfsmittel erwiesen. Die Ausläufe für die Ladefläche krallen sich nämlich in den Holzboden des Flachwagens ein und halten ihn fest , also kein Festbremsen erforderlich. Wegen der Schubkarre kann die Auflage fast mittig zwischen den beiden Achsen erfolgen -daher kippt der Wagen nicht. Und zu guter Letzt -kein weiteres Umladen, Schubkarre drauf über Fahrbahn eins, runterfahren und am Sammelplatz mit Fahrbahn zwei abladen.

    Hier also die Doku:

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    Sohn am Schippen
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    Rampe in Arbeitsstellung Ausladen

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    Ankunft der Fuhre

    Gruß vom Heizer

    Einmal editiert, zuletzt von ateshci ()

  • Hallo Helmut,


    schön anzuschauen, insbesondere, wenn man nicht selber mitarbeitet ;)


    Ein Hinweis (allgemein gültig für alle!): Bitte keine Bilder aus der Galerie verlinken, setz die Bilder nochmal direkt als Dateianhänge in den Beitrag (auch wenn sie dann auf dem Server zweimal Platz belegen)! Bei Upgrades der Forums-Software werden Links zu Galeriebildern nicht aktualisiert und man sieht und findet sie dann nicht mehr. Genau dies ist nämlich bei meinen ersten Beiträgen hier im Forum passiert (und vielleicht bei auch anderen Usern). Zu der blöden Arbeit, diese Beiträge dann zu korrigieren (und sich zu entsinnen, welches Foto an welcher Stelle war) habe ich mich bis heute nicht überwinden können... :(


    Genauso verloren gehen können mit der Zeit auch Bilder, die als Links zu diversen Foto-Servern eingefügt wurden (Flicker u.Ä.), wenn nämlich die Bilder auf diesen Servern nach einiger Zeit gelöscht werden (Account nicht verlängert o.Ä.). Direkt im Forum hochgeladene Bilder bleiben im Gegensatz dazu sichtbar, solange es dieses Forum geben wird.


    Gruß

    Kristian

  • Hallo Michael,
    es muss sich noch mehr tun, dazu werden wir mal telefonieren. Ich soll nämlich dringend(!) für meine 89-jährige Schwiemu eine Transportmöglichkeit zum Sitzen bereitstellen, damit sie die Treppen zu unserer Wohnung nicht steigen muss. Als Vorbereitung habe ich heute gerade die Drehbank in Ordnug gebracht, denn die Nortonschwinge war im alten Anbruch durchgeknackt. Also fleißig WIG-geschweisst und tatsächlich funktioniert es wieder. Bei der Gelegenheit auch den undichten Simmering des Spindellagers wieder dicht bekommen. Das ist eine ganz komische Angelegenheit, der besteht nämlich aus einem zweilippigen flachen Gummiring, der sich ohne weitere Abstützung senkrecht(!) in eine flache Nut am Spindelhals seten soll. Da der so alt ist wie die Maschine, klappte er einfach nach vorne um und war erst mal nicht mehr zu bewegen, senkrecht zu bleiben. In dem Zustand konnte ich zusehen, wie sich das Spindelöl in die Spänewanne ergoss. Ersetzen hätte Ausbau der Spindel nach vorne mit Abziehen der Antriebsriemenscheiben bedeutet. Ein Obermurks, denn die Lagerung ist eine Kombi aus Rollen- und Gleitlager und schon das Futter wiegt 80kg! Ich besorgte mir eine Gummimanschette aus der Abwassertechnik, schnitt sie längs auf und machte sie mit Schlauchbindern am Spindelhals so fest, dass der Ring wieder senkrecht in der Nut blieb. Und siehe da, es funktioniert, jetzt wird es beim Betrieb nur noch ein bisschen ölfeucht.

    Gruß vom Heizer

  • Tuhe das, ich warte.

    " Gemeinsam sind wir Stark! "


    PS. In Hanau gibt es die Fa. DTH Dichtungstechnik.

    Sie können auch Sonderdichtungen anfertigen.


    Gruß Michael

  • ... eine Transportmöglichkeit zum Sitzen ...

    Hi Helmut,

    das klingt verdammt nach Lifta auf Schienen oder Personentriebwagen. Kannst Du nicht einfach einen elektro-Rollstul als Zweiwegefahrzeug einsetzen?


    Gesund bleiben!!!

    Joschi

    Mit "eigentlich" fängt eine Lüge an!

  • Hai Joschi

    Die Idee ist nicht verkehrt. Vielleicht wie die Rangierhilfe auf die man

    einen Gabelstapler stellt, oder ähnliches.


    Mit freundlichen Grüßen Michael

  • Also einen Rollstuhl haben wir nicht im Bestand und noch braucht Schwiemu den nicht- sie hat eben nur nicht mehr mit den Treppen einen Vertrag. Ich weiß, dass manche 7 1/4" Parkbahnen extra solche Rollstuhlwagen im Bestand haben und sicher ist die Wahrscheinlichkeit für die Notwendigkeit eines solchen Gefährts in nicht allzuferner Zukunft hoch. Im Augenblick könnte ich einen normalen Stuhl hernehmen und dem ein Fahrwerk verpassen. Oder eben einen Drehgestellwagen mit abgesenkter Ladefläche bauen, auf dem man einen Stuhl oder vier Bänke für Kinder befestigen kann...

    Gruß vom Heizer

  • Immer diese guten Freunde mit ihren Ratschlägen. Also Stuhl auf Fahrgestell oder so.... kopfkratz...

    Bräuchte dann ja auch nicht aus Metall sein, da war doch noch so ein Holzfahrgestell...Der WeiMi hat mir zwei Kunststoffmuldenstühle vermacht, hmmm...


    DIE LÖSUNG:

    Der SMTw ( SchwiegerMutter Transportwagen )


    Also erst mal in der Garage gereust, in der hintersten Ecke des Gleises dort stand der Holzhilfstender seligen Angedenkens. Was sonst noch an Hinterlassenschaften ungebetener Nager, die durch das offene Garagentor reinkommen können, auch noch in der Ecke war, erwähne ich lieber nicht.

    Also erst mal das Gestell:

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    Zeichnung? braucht man nicht, hier wird doch mit dem Resteholz kreativ gearbeitet. Also irgendwie was, womit der Stuhl auf ca. 50cm Sitzhöhe gebracht und dann stirnseitig zum Draufsetzen vorgeschoben werden kann. Alte Leute können sich ja nicht mehr irgendwo hineinfalten, draufsteigen oder groß beim Sitzen drehen. Also muss der Stuhl irgendwie so um ca. 30cm verschiebbar sein -Draufsetzen, zurückschieben, Füße auf die Trittbretter und dann los. Fange ich doch mal mit der Methode des unbekümmerten Probierens, wie Joschi zu sagen pflegt, an.


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    ha, für die Trittbretter gibts doch im Baumarkt solche Konsolhalter. Davon hatte ich noch zu liegen - zack zack rechts und links mal angebracht. Die waren sogar mit Klemmschrauben zum Arretieren, so dass sie nicht mehr von unten aus dem Halteprofil ausgehoben werden können -ideal für diesen Zweck.

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    Schnell die Trittbretter abgelängt und draufgeschraubt -geht doch!

    So, das soll's für heute erst mal gewesen sein, der Rest folgt morgen.

    Gruß vom Heizer

  • Heute abend gab es doch nichts Gescheites in der Flimmerkiste, kann ich also noch die Untaten des heutigen Tages fertig beschreiben. So irgendwie muss ja die Führung des Stuhles erfolgen, die Auflage hinten kann in der Nähe er beine sein, vorne geht es aber wegen der Beine des Passagiers nicht, da muss es wesentlich schmäler werden. Und schon kippt das doch bei seitlicher Belastung. Erste Idee- Schwerlast-Auszugsschienen, die sich auf Traghölzer abstützen. Schön, kosten 37,73€+MWSt bei Mädler. Wenn da nicht die Ungeduld wäre, dauert ja mindestens 3 Tage bis es da ist und geht's nicht billiger? Kleine Bockrollen zu 2,50 aus dem Baumarkt, Tragkraft 25kg, vier Stück braucht man sowieso. Abgekantetes Blech aus dem Dachdeckzubehör als Belag auf einem Kantholz als Lauffläche für die Rollen geht auch. Führung/ Kippschutz aus Buchenholz ist, wenn gewachst, auch machbar. Fliegt doch alles in irgendwelchen Kisten rum oder ist schnell beim Baumarkt für kleines Geld geholt - so wird's gemacht..

    Dann mal an die Konstruktion des Tragegestells:

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    Die Draufsicht auf die Laufbahnen für die Tragrollen des Stuhls, vorne schmsl, hinten breit. In die Mitte kommt dann das T-förmige Kippschutz/Führungselement.


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    Der Stuhlträger von der Unterseite gesehen.


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    So sitzt er dann oben auf den Laufbahnen.


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    Der Stuhl, dessen Beine für eine Sitzhöhe von 50cm ab SOK gekürzt wurden, wird von den L-förmigen Trägern gehalten. In den senkrechten Kanthölzern ist genügend Tiefe zum Anschrauben der Beine mittels Rohrschellen.


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    So sieht das Ganze in der Einsteigeposition aus.


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    Und so in der Sitzposition


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    Nur zum Beweis, dass der Wagen auch auf den Schienen rollt.


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    Jetzt geht es an die nötigen Sicherungseinrichtungen, wie Kippsicherung, Stellungsfixierung, Feststellbremse, Armlehnen und last not least - Lackieren.

    Gruß vom Heizer