Geared

  • Derzeit sind Ankündigungen und Berichte über 'StangenLoks' derart dominant, überzahlig, dass für die
    Gleichstellung der Minderheit 'GetriebeLoks' unbedingt etwas getan werden sollte.


    Gruss. Ted

  • Hallo Ted,



    man das sieht wieder prima aus. Das ist echt Endstufen Maschinen-/Modellbau.
    Führst du diesen Thread ebenfalls so super weiter wie den anderen?
    Weiterhin frohes Schaffen....


    Gruß
    Christian

    Das Licht am Ende des Tunnels könnte auch ein Zug sein !!! :D Ich bin der Fräser Eilig, was ich nicht fräs das feil ich.... Genitiv ins Wasser weil es Dativ ist :pinch:

  • Review_01/1.


    Scherz beiseite.


    Zu den wohl bekanntesten Getriebeloks gehören die mehrere Tausend von Lima gebauten Shay
    (Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.), kaum eine gleich wie die andere. Also nix Einheits-Lok,
    aber gleichwohl konstruiert nach einem durchdachten Baukasten Prinzip. Aus den Original-Loks
    sind weiter oft Derivate entstanden, zB. Shay sn#2926, nach Revision resp.
    Schaden: '.. aus Zwei mach Eins'.


    Shay Class C 7 1/4.


    So soll das Modell werden, konstruiert auf der Basis von Lima Originalplänen, US-Modellbauplänen
    und -Bauanleitungen.

  • Review_01/2.


    3 Zylinder Triebwerk, Nassdampf und Westinghouse Cross Compound Compressor. Lok-Rahmen in Brückenbauweise
    (Girder), Drehgestell (Truck) mit Kegelgetriebe (Gear), aber davon später.

  • Christian,


    dank dir, ich weiss deine Anerkennung zu schätzen. Ich werde sporadisch
    über das Shay-Werden berichten, soweit Interesse besteht.


    Sehr interessant wär's aber auch, einiges von deinem (eurem) Fertigungskönnen
    zu erfahren, zu lernen - auch mit Bildern untermalt. Als du das Göttliche
    'Es ist vollbracht' eröffnet hattest, wartete ich gespannt auf die kommende
    Offenbarung. Als Irdischer musste ich dann akzeptieren, dass die Schöpfungsgeschichte
    für Sterbliche wohl immer unergründlich beleiben wird und wir uns bescheiden müssen
    mit dem Glanz, den das Geschaffene auf uns abstrahlt.


    Wir hatten es so ähnlich beim Thema Drehgestelle SP4449. Nachdem ich länglich meine
    Schwer-Metallarbeit gezeigt hatte, hast du Bilder von fertigen Drehgestellen aus
    filigraner Feinmechaniker Arbeit dem gegenübergestellt. Ich hätte zu gern gewusst,
    wie du (ihr) das gekonnt habt.


    Umsomehr freue ich mich natürlich auf dein Projekt J.


    Gruss. Ted

  • Hallo Ted,


    leider ist ein detaillierter Bericht wie der deine nicht mehr möglich.
    Wir haben leider nicht so tolle Bilder der Fertigung gemacht,
    ich kann dir nur soviel sagen, dass mein Dad seine Tenderdrehgestelle
    aus Blech gefertigt hat und sie als komplette Lötkonstruktion
    hergestellt hat. Die Hohlräume wurden später mit Blei ausgegossen.
    Eine Fotosafari über den gesamten Bau der 99 785 wird noch folgen,
    leider mit etwas weniger Bildern der maschinellen Fertigung.
    Einen etwas besser bebilderten Baubericht findest du hier...


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.




    Werde aber probieren es bei der J besser zu machen.
    Bitte halte du uns weiterhin so toll auf dem Laufenden mit deinen
    Fertigungsprozessen. Einfach traumhaft....


    Eine Frage drängt sich mir aber noch auf Ted. Da ich als CNC Fräser
    arbeite, kommt es mir bei deinen feinen Maschinen fast so vor
    als wäre ich auf der Arbeit. Ist es so oder befinden wir uns beim gucken
    deiner Bilder in deiner Hobbywerkstatt?




    Ted, um etwas mehr über die Entstehung der 99 zu erfahren kannst du ja mal
    in meinen Themen suchen dort findest du noch ein paar Videos, hier mal der Link
    zu einem Video, falls dir unbekannt...



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    Ted ich wollte deiner Arbeit nie was gegenüber stellen, ich fand es nur
    sehr interessant das ähnliche Dtehgestelle auf völlig andere Art und Weise
    gefertigt wurden . Nur um Missverständnissen vorzubeugen ^^ .


    Grüße und viel Spaß und Erfolg bei der Arbeit


    Christian

    Das Licht am Ende des Tunnels könnte auch ein Zug sein !!! :D Ich bin der Fräser Eilig, was ich nicht fräs das feil ich.... Genitiv ins Wasser weil es Dativ ist :pinch:

    5 Mal editiert, zuletzt von Steamchris ()

  • Beitrag von Stephan_A ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
  • Guten Abend Ted,
    erst jetzt traue ich mich, deine Berichte (gemeint ist auch die BauRückschau) zu unterbrechen und dir herzlichen Dank für diese Aktivitäten hier im Forum auszusprechen. Modell-(Maschinen-)Bau vom Feinsten, für mich sehr lehrreich und auf hohem Niveau bebildert.
    Besten Dank nochmals und eine schöne Zeit mit dem Bau der Shay :)
    Gruß Helmut

    Manchmal braucht man ein halbes Leben, um zu begreifen, wie man es nicht machen sollte und dann kommt man in Zeitnot.

  • Christian,


    ich bedanke mich für die links. Sehr schön.


    ** zu Truck SP4449. Keinerlei Problem oder Missverständnis meinerseits. Sollte
    nicht Vorwurf, sondern Ermunterung sein 'Fabrikationsgeheimnisse' zu lüften.
    Als Nichtmetaller sind mir viele den Fachleuten selbstverständliche Verfahren
    unbekannt, daher immer das Interesse '.. wie hat der das gemacht'.


    ** zu Bilder. Eigentlicher Zweck war Eigenbedarf, ein aide-memoire, um später
    für ein Nächstes wieder zu wissen, wie's war. Die Motivation zum Zeigen der
    Fotos (immerhin ein bisschen Aufwand) kam erst mit der Erinnerung,
    dass mir damals Forum-Mitglieder beim Schornsteinbau ohne Einschränkung ihr
    Können weitervermittelt haben.


    ** zu 'Modellwerkstatt'. Deine Frage ist vielleicht rhetorisch, trotzdem: Ja, nur Hobby.


    ** zu Projekt 'J'. Zwecks 'Ordnung in den Themen' stelle ich meine Frage unter 'J'.


    Gruss. Ted

  • Review_01/1 Nachtrag.


    @Westinghouse CC Compressor, betreffend PN-Anfragen zu Plänen und Funktionsweise.


    Pläne. Der in CAD-Bildern gezeigte Compressor ist ein Eigenentwurf, basierend auf
    Originalplänen/Fotos und dem gängigen Prinzip der Steuerung, wie zB. auch bei
    Knorr-Tolkien angewendet. Ob mit Hartlöten oder - bevorzugt - Giessen der Pumpenkörper
    gefertigt wird, ist offen. Je nachdem wird der Schleuderkolben anders geführt werden.
    Derzeit gibt es nur einen 3D-gedruckten Versuch des Steuerkopfes. Obwohl konstruktives
    Anordnen, Dimensionieren und Plausibilisieren einigen Aufwand bedingt, ist auch ein etwas
    CAD-Veredeltes vorerst nur eine Zeichnung. Bekannt ist, dass die Modellpümpchen erst
    dann mehr sind als Attrappe, wenn sie laufen. Pläne weiterzugeben wäre daher derzeit
    wenig sinnvoll.


    Funktion. Mir fehlt ein geeigneter link, daher ein Kurzbeschrieb bezogen auf
    das offene CAD-Bild. 2stufiger Compressor, oben rechts Frischdampf (rot),
    oben links Niederdruck (orange). Unten rechts Ansaug (hellblau), unten links
    komprimierter Austritt (blau), 6 Ventile. Modellpumpen werden oft nicht für Luft,
    sondern als einstufige Speisepumpen eingesetzt. Bei 2stufigen Ausführungen ist
    der Hochdruckteil oft nur Attrappe. Soll er aber synchron mitlaufen und Wasser
    fördern, verlangt die Physik eine Anpassung der Druckräume. Der Steuerkolben
    (vertikal) wird in den Totpunkten des Hochdruckkolbens mittels Schleppstange in
    seine Endlagen gezogen resp. gestossen und leitet damit den 'Steuerdampf' wechselnd
    auf die Enden des Schleuderkolbens (horizontal). Dieses Ventil - wohl der kritische
    Teil der Konstruktion - schliesst/öffnet abwechselnd oben/unten die Dampfzuleitungen der
    Hoch- resp. Niederdruckzylinder.

  • Review_02/1.


    Spezifische Merkmale machen die Shay Konstruktion, je nach Standpunkt, interessant oder verquer:
    Nicht eine, sondern mehrere Symmetrieebenen, linke und rechte Seiten sind im Rahmen, in Aufbauten
    und natürlich im Antrieb völlig verschieden.


    Rechtsseitiges Doppellager (Journal Box Right) für Kardanwelle und Achslager. CAD-Schnitt,
    Werkstück mit Kugellager- resp. Gleitlagersitz, Formgebung bedingt mehrfaches Umspannen.

  • Review_02/2.


    Rückseitig auf Form drehen zwecks 'Einpassen' in das Kegelrad, fertige Box mit Bronze Gleitlagern.
    Kritische Passgenauigkeit, die zwei Gleitlager je Drehgestell müssen für die Aufnahme der Kardanwelle
    exakt fluchten.

  • Hallo Ted
    Hier muss ich mal eine Frage stellen:
    Bei einer Shay ist die rechte Seite (mit dem Getriebe) nicht direkt gefedert, wohl aber die andere Seite des Drehgestells. Kozo Hiraoka hat das Problem gelöst, indem er rechts ein Bronze Gleitlager vorsieht, welches selbst noch etwas in dem Lagerbock wippen kann. So mache ich es auch bei meiner Baustelle. Ich kann bei Deiner Konstruktion nicht erkennen, wie die linke Seite der Achse einseitig ein- oder ausfedern kann, ohne das Kugellager ungebührlich zu belasten. Wie ist Deine Konzeption hier?

    WARNING: Not available in stores. Guaranteed not to rust, fade or lose color. Your mileage may vary. May not be suitable for the intended purpose. Refunds limited solely to the amount paid for this information. Do not eat.

  • Johannes,


    Problemstellung bekannt, anerkannt. Die Problembemessung allerdings (kulturabhängig?)
    und demzufolge die Lösung, wäre wohl diskutierbar. Ich ordne es für mich wie folgt, Japanisch:
    Kozo Hiraoka's '.. Lagerbock wippen' versus US Amerikanisch, Zitat: '.. provide a loose
    fit on bearing to allow bearing to pivot'. Nachweislich sind beide Lösungen zig-fach in der
    Praxis. Trotzdem, ungeprüft ist der sog. 'loose fit' suspekt. Rechnet man's daher für meinen
    Shay Masstab nach, ergibt sich bei 14/100 mm 'loose fit' ein freier Federweg links von +/-6mm.
    Ich gebe mir zwar Mühe beim Bauen, auch gewollt weniger Spiel für ein nicht eingepresstes Lager
    traute ich mir aber kaum zu.


    Nun nagt beim Europäer vielleicht das Bedenken, das Kugellager könnte beim 14/100-Verkanten
    Schaden nehmen. Ich - ethnologisch - Europäer habe daher das Lager mit einem 2mm Ring ummantelt
    (im Schnittbild nicht ausgeprägt), der später bei Bedarf ballig geformt sein könnte.
    Ich werde den Ring wohl nie auswechseln.


    Gruss. Ted

  • Volker,


    @Kugellager, balliger Aussenring. Danke, kannte ich nicht.
    Diese, wie auch evaluierte Pendellager haben aber einen Haken. Zu dick,
    selbst für die 7 1/4" Liga. Zwischen Lager und Kegelrad bleibt einfach kein
    Raum für Varianten.


    Trotzdem, meine Rückversicherung mit dem 2mm Ring kann nicht ganz daneben sein.


    Gruss. Ted

  • Es geht aus dem bisher veröffentlichten Text nicht hervor, ob die untenstehende Homepage bekannt ist:



    Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.


    Nelson Riedel beschreibt darin den Bau seiner Shay Lokomotive.


    Ist nur als Info gedacht.


    MfG


    Hudson

  • Volker,
    @Kugellager. Nochmals verdankt, aber 9mm Achsdurchmesser wäre mir zu wackelig. So oder so, meine Lösung steht.


    Hudson,
    @Link Nelson Riedel. Danke, bekannt. Hohe Anerkennung für seine Berichte und erreichten Resultate.
    Einiges/vieles aber mache ich anders. Werden sehen.


    Gruss. Ted

  • Guten Morgen Ted,


    auch von mir große Anerkennung für die tolle Bauausführung. Und natürlich auch dafür daß die Fahne für Getriebelokomotiven hoch gehalten wird.
    Was ich hier so von deinen Ideen lese gefällt mir. Es gibt mit Kozo's Büchern eine sehr gute Grundlage. aber wie du so habe auch ich beim Bau meiner Shay auf viele Quellen gesetzt und am ende die für mich passendste Variante selber gebaut.


    Wenn ich mir deine Teile bis hier anschaue muß ich sagen : Deine Lok wird bestimmt super. Weiter so !!!


    PS.: ich habe auf eine funktionierende Einzelachs-Federung bei meiner 5"-Shay verzichtet. Das machte den Bau einfacher und ist für 1:6 auf 5"-Gleis völlig ausreichend und Betriebssicher.


    Was ich dir aber noch aus eigener Erfahrung anraten müßte ich, eine Nachstellmöglichkeit für die Federn vorzusehen bzw. einzuplanen.
    Bei mir erfolgt die Federung rein über den Truckbolster mit je Seite 4 Federn, 16 in Summe.


    Bei der Probefahrt ergab sich sehr schnell, daß die Lok dazu neigte zur Heizerseite zu hängen. Ich habe später hier Stempel bzw. Pfanneneinlagen gedreht und eingesetzt, so daß die Shay bei ihrem Dienstgewicht gerade steht. Ich denke selbst bei bester Berechnung zur Auslegung der Federung sollte man dies berücksichtigen.


    Grüße, Gerd

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