Dampflok 0-3-0 vor Verschrottung retten

  • Hallo,


    schade, dass die alte Lok weg muss! Es ist eben so, dass heutzutage immer jemand anders die Schuld ist, wenn etwas passiert. Eigenverantwortung ist immer weniger gefragt.
    In Bregenz am See stand lange eine Lok der Baureihe "U". Die Wasserkästen waren mit einem Geländer versehen, damit die Kids nicht herunterfallen konnten. Hat dementsprechend hässlich ausgesehen.


    Gruß Walter

    Wer fahren will, muß bremsen lernen !

  • Hallo,


    eigentlich verrückt, all dieser Sicherheitswahnsinn, und das noch mit umgekehrter Logik: Wenn die Lok nicht als Kinderspielplatzeinrichtung gedacht/ausgeschildert ist (nehme ich an), warum sollte sie dann einschlägigen Vorschriften entsprechen? Und warum soll die Gemeinde haften? Haftet etwa ein Hauseigentümer, wenn sich irgendein Kind in den Kopf setzt, in sein offenes Fenster zu klettern und dabei zu Schaden kommt? Diese Schadenersatzmacke, die wohl in den USA ihren Anfang genommen hat und dann ausgeartet ist, ist leider auch zu uns herübergeschwappt, und das trägt meiner Meining nach nicht gerade zur positiven Entwicklung der Menschheit bei. Wenn ich als kleiner Bub hinflog und mir das Knie zerschlug, gab´s von Vati noch was auf den Hosenboden, weil ich nicht aufgepasst hatte.


    Bleibt nur zu hoffen, dass die Lok wenigstens vor dem Schneidbrenner gerettet werden kann.


    Schöne Grüße...


    Kristian, stirnrunzelnd

  • Weiß denn jemand was konkretes? Auf meinem Grundstück wäre schon noch ein schönes Plätzchen frei.......... keine Ahnung ob das geht, sie da hin zu stellen, möglicherweise braucht man aber ne Baugenehmigung oder sowas? Hat da jemand Erfahrung?


    Beste Grüße


    der Leipziger

  • Früher hieß es auf den Wasserkästen bei der letzten Fahrt oft: "Dem Fortschritt muß ich nun weichen!",
    heute müßte man draufschreiben:"Der Vollkaskomentalität muß ich nun weichen!"
    Dort ist es eine Spielplatzlok, bei der großen Bahn bringt diese "Vollkaskomentalität" immer komplexere
    Fahrzeuggenerationen auf die Gleise, die durch ihre komplexe, sich permanent selbst überwachenden
    Technik, bei Kleinigkeiten sofort das Bahnpersonal, und in der Folge oft auch die Bahnkunden, zum
    Verzweifeln bringt.
    Es ist ja auch viel sicherer, wenn die Bahnkunden zukünftig lieber ihr Auto nehmen, um mal wieder
    pünktlich auf Arbeit zu sein oder wenn die Kinder zu Hause an der Spielekonsole in diversen Kampfspielen
    den Umgang mit Gefahren lernen, schließlich haben dort alle immer mehrere Leben, zumindest "Die Guten".
    Nur leider haben im echten Leben "Die Guten" auch nur ein Leben.
    Irgend wann werden diese Kinder dies als Erwachsene auch lernen, auf eine viel drastischere Art!


    Das waren noch Zeiten, wo man seinen Kindern nach einem Sturz mit einem einfachen Pflaster noch
    zeigen konnte, dass man immer für sie da ist und nebenbei lernten sie auf prägende Art und Weise,
    was "Aua" macht und was nicht!


    Man kann für die heutige Jugend nur hoffen, dass sie, z.B. durch ein Hobby, wie alte oder kleine Eisenbahnen, lernen,
    mit Gefahren umzugehen ->Dampflok, Schweißgerät,... = heiß; Drehbank, Flex,... = brutal


    Grübelnde Grüße
    Dirk

    M.A. Verick:
    Die gefährlichsten Massenvernichtungswaffen sind die Massenmedien. Denn sie zerstören den Geist, die Kreativität und den Mut der Menschen, und ersetzen diese mit Angst, Misstrauen, Schuld und Selbstzweifel.