Renovierung einer Gleisstrecke, welchen Unterbau verwendet Ihr?

  • Hallo Dampfbahner,
    dann gibt es auch noch eine Bauweise, welche sehr stabil ist und ein Nachschottern nicht erforderlich macht.
    Einen 30 bis 40 cm tiefen Graben ausheben und dann alle 1 bis 2 m Moniereisen 30 mm dick ca. 600mm lang links und rechts vom geplanten Gleis in den Boden treiben. Die Stangen werden dann noch mit ein paar Schaufeln Beton eingefasst. Dann eine Querstrebe, ebenfalls Moniereisen waagerecht anschweißen. Dabei ist zu beachten das alle Querstreben die gleiche Höhe haben. Sie bestimmen die spätere Gleislage. Nun werden zwei Flacheisen 30x10 parallel zum Gleisbett hochkant mit 2/3 Schwellenlänge verschweißt. Jetzt kann auf dieser Unterkonstruktion das Gleis verlegt werden und je nach Erfordernis, die ein oder andere Schwelle angeschweißt werden. Jetzt braucht die Trasse nur noch für die Optik eingeschottert werden. Ist im Bau recht aufwendig und teuer, aber dafür entfällt fast jede spätere Nacharbeit.
    Grüße
    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang
    Diese bauweisse würde bei uns nichts nutzen . da wir am Ufer des Rheines sind gibt es immer Erdverschiebungen die nach einigen Jahren nur mit riesigem aufwand gerichtet werden könnten
    Sieht man bei uns auch an den Zaun Pfählen wo immer schräger werden .Mit unserem System alle Jahre einmal Krampen und alles ist OK !

  • Hallo Wolfgang
    In der Höhe cirka 15 Meter in der breite cirka 40 Meter aber an Vorhandenen Bauten die schon 100 jahre stehen wird in den nächsten 200 jahre nichts geschehen
    Dass direkte Ufer wird von Kraftwerk Betreiber immer mit Grossen Steinen gesichert und unterhalten
    Du musst einfach einmal Vorbei kommen und uns Besuchen ,vom 24.-26. Juli haben wir Dampftreffen
    Gruss Hannibal

  • Hallo Panki
    Wenn Ihr an der Strecke arbeitet (Gleise hochnehnmt...), dann ist das auch die Gelegenheit im Schotterbett unter dem Gleis ein flexibles Kunststoffrohr mit Kabel(n) zu verlegen, zB für für ein Bus-System zur Ansteuerung von Signalen oder Weichen.

  • mit Kabel(n) zu verlegen,

    Hoi Johannes,
    da liegen schon, nun 15 JAhre alte, 16- 32 polige (damals sauteuere) Erdkabel, genau für diese Dinge, wie Du sie angesprochen hast. Sogar eine SIemens S5 Industriesteuerung mit über 150 Ein/Ausgängen war schon installiert. Doch den "Fachmann" zum planen und Unterhalten gab es nie.. Die Siemesn S5 ist beim Schrott und das Kabel wartet auf Entsorgung. Der Kupferpreis ist ja gestiegen. Man könnte durch diese Kabel zumindest Strom zum Speisen irgendwelcher Einrichtungen verwenden. Angedacht wurde, zumindest die Hauptweichen durch Funk vom Lokführer aus (nur die Personenzüge) zu steuern . Doch wir haben einige "pneumatikinfizierte" Mitglieder bei uns, welche alles mit Pneumatik-Zylindern antreiben wollen. Das sei sicherer, vor allem, wenn man schon mit Ameisen bevölkerte Antriebsghäuse gesehen hat.
    Doch ein Leerrohr wurde angedacht. Man weiß ja nie, welche Medien da mal verlegt werden

    Gruss von panki
    *****************************************+

  • Hallo Panki,
    vielleicht kann ich da was beisteuern:
    Holzschwellen Eiche 360 x 55 x 20 im Jahr 1998 verlegt wandern bei Sonne in den Kurven mit Radius 6000 ca. 30 nach außen und am Abend zurück. Dabei reiten die Enden der Schellen nach oben und zwar ungleichmäßig also viel Nacharbeit mit stopfen. Unterbau Mineralbeton, letzte 50 Kalkschotter
    Holzschwellen Eiche 360 x 55 x 30 im Jahr 2009 verlegt wandern im Schatten eines Wallnußbaums gar nicht, faulen wegen der Blätter (trocknen dann nicht) aber noch schneller als die 20 mm Schwellen oben. Unterbau Mineralbeton, letzte 50 Kiessplitt 11-16.
    Betonschwellen 380 x 50/60 x 50 im Jahr 2014 verlegt wandern bei Sonne in den Kurven mit Radius 6000 ca 50 nach außen und am Abend wieder zurück. Dabei reiten die Enden der Schwellen nach oben und das hebt das Gleis ungleichmäßig. In der Graden sind je acht Meter 10 mm Längenausdehnung möglich gemacht. Unterbau Mineralbeton, letzte 50 Kiessplitt 11-16.
    Blechschwellen aus St 37 400 x 55/70 x 25 (Trapezform aus 100 Breite) wandern weder bei Sonne noch sonstwie, liegen total gut und ruhig. Unterbau sowohl Altschotter aus Kalkschotter mit Erde vermischt und in Körnung 16-25, obenauf noch Reste von Kalkschotter 8 -11 als auch Unterbau Mineralbeton, letzte 50 Kiessplitt 11 - 16. Im Jahre 2010 auf dem Altschotter verlegte Teile bisher noch nicht nachgestopft (warum auch, was fest liegt, das liegt!!) Im Jahre 2014 die Betonkurve auf Blech umgebaut - dieses Jahr nicht gestopft, nur gefahren.
    Schienen Montanstahl 25 hoch (Westerwälder) das ist wohl kein St 37 sondern ein gewalztes Profil, dass auf der Oberseite härter ist wie am Fuß. Wenn man das auf der Rollenbiegemaschine zurückrollen muß - weil der Bogen zu eng wurde - dann wird es weich!
    Gefahren wird mit Dampf und Elektrisch, 160 kg B-Kuppler, 450 kg B und C Kuppler und 700 kg B -B Kuppler
    Schwellenabstand Mitte - Mitte 200, Schiene mit Schwelle verschaubt M 6 mit Blechscheiben 6,4 x 20 x 1,5 und Federringen, Stöße geschraubt M5 und je Stoß zwei Laschen (eine links an die Schiene und eine rechts also je Gleisstoß vier Laschen)
    Nächstes Jahr wechsle ich die Eichenschwellen aus dem Hauptgleis, die sich von 1998 gehalten haben, auf Blechschwellen. Das sind noch ca. 80 Stück.
    Die Betonschwellen sehen am besten aus, sind aber aufwendig herzustellen und teuer - ein 25 kg Sack Estrichbeton gibt 7 Schwellen!


    Hauptproblem ist nach meinen Beobachtungen die Sonne. Nur die Blechschwellen mit ihren tief ins Schotterbett reichenden Seiten halten die Erwärmung in Grenzen. Geringere Erwärmung ist geringere Wärmeausdehnung.
    Zweites Problem ist nach meinen Beobachtungen die Verwendung von quadratischem Walzeisen als Schiene. Nachgewalzt wird dann mit Lok und Wagen und das ist in Plochingen ein starker Faktor.
    Drittes Problem ist das Schweißen der Schiene - Schwellenverbindung. Geschraubt ist elastischer.

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    Zitat

    Blechschwellen aus St 37 400 x 55/70 x 25 (Trapezform aus 100 Breite) wandern weder bei Sonne noch sonstwie, liegen total gut und ruhig.
    ...
    Schienen Montanstahl 25 hoch (Westerwälder) das ist wohl kein St 37 sondern ein gewalztes Profil, dass auf der Oberseite härter ist wie am Fuß.
    ...
    Schwellenabstand Mitte - Mitte 200, Schiene mit Schwelle verschaubt M 6 mit Blechscheiben 6,4 x 20 x 1,5 und Federringen, Stöße geschraubt M5 und je Stoß zwei Laschen ...


    Woher habt ihr die Stahl-/Blech,Schwellen;
    Eigenbau (und wenn ja, dann WIE) ?!?


    Laschen:
    Flacheisen (Dimension) ?!?
    Lochabstand ?!?


    Blechscheiben-Dimension 6,4x20x1,5 ... sagt mir nix :'( !?!

    :love: ... Gerald "GeGa" Buschan - der DAMPF-Bahn-Freak & ZENSUR-Allergiker ... !
    Orthographie: Ned imma frei erfundn & Ähnlichkeitn mit div. Regeln daher unvameidbar!
    Ceterum censeo: Das LEBEN ist schöööön - grundsätzlich !!!

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  • Hallo Freunde
    Bei uns haben wir cirka 60 cm Wandkies Verdichtet darüber 10 cm Mergel Abgezogen verdichtet Geleise legen und Einschottern .Seit wir das Geleise nur noch Verschraubt Anfertigen
    sind die Probleme Verschwunden. Wir sind daran das Geleise Bett mit Stellriemen Einzufassen ...
    Unser Schienen Profil ist Montan Stahl 35 mm Hoch und sehr Stabil !
    Mit den besten Grüssen Hannibal

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    Soviel ich weiß, habt ihr handelsübliches U-Profil als Schwellen verwendet (Dimension/Schwellenlänge) ?!?
    Wie habt ihr die 6 Bohrungen hergestellt;
    “MehrSpindel-Bohrmaschine“ ... ?!?


    Was ist “Wandkies“ ?!?
    Quelle ?!?


    Was sind “Stellriemen“ und woher bekommt man die ?!?


    Befestigung/“Kleineisen“ ?!?


    Danke im Voraus, für ausführliche Antworten!

    :love: ... Gerald "GeGa" Buschan - der DAMPF-Bahn-Freak & ZENSUR-Allergiker ... !
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  • Hallo,


    Definition Wandkies:


    Wandkies (Füllkies, Rohkies) (0-x) Der Begriff Kies (von mittelhochdeutsch kis = grobkörniger steiniger Sand) bezeichnet ein weitverbreitetes Sediment. Wandkies ist demnach ein direkt von der Wand abgebauter Kies, welcher alle feinen und groben Bestandteile beinhaltet. Dieser geht unbearbeitet in die Bauindustrie als Verfüllmaterial. Je nach Geologie werden hier auch entsprechend gute Verdichtungswerte erzielt. Dieser Kies wird auch als Füllkies oder Rohkies bezeichnet. Eine Größtkorngrenze gibt es für dieses Material nicht. Somit können auch Lehmklumpen oder ähnliche Bestandteile enthalten sein.


    Stellriemen ist der schweizer Begriff für das deutsche Wort "Rasenkantenstein"


    Kleineisen: Alles womit ein Gleis verschraubt werden kann: Muttern, Federringe, Hakenschrauben, Klemmplatten, Spannklemmen, etc.


    Quelle für alles drei: Baustoffhandel, Baumarkt, Eisenwarenhandel. ;)


    Gruß,
    Ralf

  • So, unser Gleisrenovierungstag ist gekommen und wir werden ca. 300 Meter Gleis entfernen, ....den Unterbau komplett entfernen (Kies-Erdegemisch ) und ein neues Fundament aufbauen. Martin E. ist der Mann mit dem "Gleisbau-Hut" auf und wird vielleicht etwas hier dazu beisteuern. Je nach Erfahrung mit dieser neuen Bauweise wird dann die gesamte Gleisanlage erneuert.
    Stichpunkte:
    -Auskoffern, Bodenschicht, Flies, Betonfüllsteine, die "alten" Gleise liegen dann wieder , mit Hülsen verbunden, auf einer Gummischicht (unter den Schwellen je) auf der abgezogenen Betonfläche.
    Alle ?? Meter mit Schrauben mit dem Untergrund verschraubt.


    Um alles Flächenschonend durchzu bekommen, haben wir etliche Loren gebaut, um alles ab- und auch hin zutransportieren.
    Uns wurde ebenfalls die Verwendung von Rasenkantensteinen oder Randabgrenzungen, sowie eine größere Beschädigung der Wiesenfläche vom Grünflächenamt untersagt.


    (Martin wird noch Korrekturlesen.)

    Gruss von panki
    *****************************************+

  • Erst ist einmal Lorenbau angesagt.


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    Gruss von panki
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  • Ach, 0,75cbm-Loren auf 7,25" Drehgestellen?

    Ja, man nahm das, was vorhanden war. Es waren ein mobiles Baugleis und viele Achsen in 7 1/4 Zoll vorhanden. Deshalb sind die Loren auch NICHT maßstäblich, sondern dem Umstand gewidmet, schnell möglichst viel alten Schotter mit Erde wegzukarren. Wir dürfen die Wiese nicht übermäßig beschädigen.
    Leider zeigte sich nun, dass die Achsen auf dem Baugleis "Sch..." sind. ca. 1 Mio. Entgleisungen auf 10 Meter. Doch es musste weiter gehen. Auch unser Bulli gab schnell den Geist auf, Achslagerbruch. Die Loren waren wohl doch zu schwer. Nun ist Handarbeit angesagt. 1 Lore schiebt ein Mann (oder Frau). Fazit: 15 Meter in 5 Stunden ausgekoffert.


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.. Wird laufend erweitert, so Bilder neben dem Schaffen aufgenommen werden.

    Gruss von panki
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  • Keine Federnug, führt zwangsläufg zu Entgleisungen, erst recht auf "Feldbahngleisen".
    Eine dreipunkt Abstützung müsste das Problem beheben.
    D.h. bei einem Drehgestell erfolgt die Abstützung links und rechts aussem auf dem Querbalken (es muss nur "nicken" können), beim andern in der Mitte/Drehzapfen (dieses muss "pendeln" können)

  • Ich denke, dass es daran lag, dass man "normale" Räder/Läufflächen verwendete, da in der Kiste mehrfach vorhanden. Lorenräder haben meist verbreiterte Laufflächen. Federung habe ich bei Loren bewusst noch nie gesehen? Und es sind Drehgestelle anstatt Einzelachsen , ob es wohl daran mit lag?

    Gruss von panki
    *****************************************+

  • Sodele, es geht voran. Nachdem das alte Gleis abgetrennt, beiseitegelgt wurde, der Gleisverlauf markiert wurde, dann das alte Gleisbett ( Erde-Schottermix) ausgekoffert wurde, genau ausnivelliert, mit Mineralbeton wieder angefüllt, dann Hohl-Betonsteine gesetzt.... wird es langsam Ernst mit unserer Versuchsstrecke.
    Also die Steine werden mit Beton gefüllt, (mit Bewehrungsstahl verbunden) . Oben drauf kommt dann das Gleis auf Hartgummipolster, mit Schrauben leicht fixiert (soll ja schaffen können).
    Rechts ist das BAugleis.
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    Gruss von panki
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  • aktueller Stand vom Wochenende.
    Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen. ..so begann alles vor paar Wochen


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen. dieses Wochenende...


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    seitliche Holzsstreifen als verlorenes Fundament, nun wird mit Beton bis oberkante aufgefüllt.
    Darauf kommt dann eine Hartgummilage und dann das Gleis.
    Diese ca. 300 Meter Neubaustrecke dienen dann vorerst als Teststrecke, um Erfahrungen zu sammeln.

    Gruss von panki
    *****************************************+