Betätigung von Ventilen

  • Hallo


    Jetzt geht die Saison im Keller wieder los.
    Bei dem Einwintern meiner Dampflok ist die Korrektur der kleinen Probleme dran.
    Die Betätigung der Ventile für die diversen Dampf-Verbraucher erfolgt bei mir über Verlängerungen aus 3mm VA mit M3 oder M2,5 Gewinden, an denen die Ventilspindeln mittels Kontermutern und "Lang-Muttern" verschraubt sind.
    Nach dem Entfetten sind die Verschraubungen zusätzlich mit Loctite 270 (Hochfest) gesichert.


    Das hält nicht Zuverlässig!!


    Ständig ist eine der Verschraubungen lose, wenn das Ventil von einem der Lokführer ein wenig zu fest geschlossen wurde. Ein neues Kontern im Betrieb funktioniert an der heissen Lok noch schlechter als hier im Keller.
    Verschweissen, wie im Original will ich es auch nicht.


    Hat einer von euch eine bewährte Methode, die gut funktioniert?


    Mit freundlichen Grüßen


    Thomas

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  • Hallo Thomas,


    an den Enden deinerVerlängerung einen dickeren Ansatz mit Bohrung
    in die die Ventilspindeln gesteckt werden. Die Ventilsspindel mit einer kleinen Fläche versehen und mittels Madenschraube in den Verdickungen klemmen


    Gruß
    Christian

    Das Licht am Ende des Tunnels könnte auch ein Zug sein !!! :D Ich bin der Fräser Eilig, was ich nicht fräs das feil ich.... Genitiv ins Wasser weil es Dativ ist :pinch:

  • Hallo Dampfbahner,
    die größten Kräfte entstehen, wenn die Ventile im heißen oder warmen Zustand zugedreht werden. Im kalten Zustand bekommt man sie nur noch sehr schlecht auf. Daher die Ventile immer leicht geöffnet lassen und nach dem abkühlen zudrehen.
    Habe mir das so angewöhnt und kann mit der Lösung der Verschraubung leben. Ansonsten würde ich nach Christians Art verfahren.
    Grüße
    Wolfgang

    † 2017

  • Hallo Leute
    Dampf zum Injektor beim heißen Zustand geschlossen, im abgekühlte Zustand Ventil festgeknallt ,
    Das Problem habe ich gelöst durch den Einbau einer Nirosta-Kugel anstelle der Ventilspindel. Der Kegel des Ventils wurde entfernt und die Gewinespindel drückt nun auf die Kugel, und der Dampf ist dann absolut abgestellt. Da der Kontakt der Spindel jetzt nur Punktförmig die Kugel berührt, braucht man beim Öffnen nur ganz wenig Kraft..
    Klappt prima, daher auch den Bläser so umgebaut.
    Wolfgang

  • Hallo Thomas,


    ich schließe mich Chris an. Ich habe selber so eine Baustelle an der Wasserstandentlüftung.
    Wenn sich dort die Schraube löst kann ich an dem Fahrtag damit leben. Aber bei Deinen Ventilen ist die Funktion wichtig.


    Viele Grüße
    Frank

    Praxis ist was theoretisch nicht funktioniert.

  • Stichwort"Lose Verschraubungen"
    Das Gewinde dünn verzinnen, dann die Mutter über das verzinnte Gewinde schrauben , Die Dicke der Verzinnung kann variiert werden ,wenn die Mutter oder das Handrad noch zu leicht geht, und dann Kontern.
    Hat sich auch beim Verschrauben von Aufzugwellen mit der Krone bei mechanischen Armbanduhren bewährt. Habe ich 35 Jahre in meiner Uhrenwerkstatt so gemacht;
    man konnte die Krone wieder lösen, denn da war ja nichts verlötet.
    Mal ausproboieren.
    Gruß Wolfgang