Bau einer Baguley-Drewry Dieselkleinlok der RNAD

  • Hallo,


    nach ein paar Wochen hin und her bin ich dank Jonas Sommer und einem Minibudget nun auch vom Feldbahn-Virus befallen und baue um einen vorhandenen E-Motor eine Schmalspurlok herum. Leiderhat sich der 12V-Elektrotriebling mittlerweile aus den Reihen verabschiedet und einem chinesischen Bruder mit 24V und 250W Platz machen müssen.
    Nachdem ich mich durch zahllose Webseiten mit Xiangtan, Planet, Gmeinder, div. Shuntern und Jung ZL-Versionen herumgeplagt habe, entschieden wir uns statt der kistenförmigen Minenlok aus China für die wesentlich ansehnlichere Baguley-Drewry aus Wales. Diese Loks waren als 60, bzw. als 90 PS-Variante bei diversen ROYAL NAVAL ARMAMENT DEPOTS als Werkslok auf 762mm Spur (2'6") im Einsatz. Nach Schließung dieser Depots in den mittleren 90ern wurde die Loks verkauft, bzw. in Museumsbahnen überführt.
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    Diese Lok, Baujahr 1981, hat im Original eine Länge von 3,60m bzw. 4,20m üP, eine Höhe von ca. 2,45m und eine Breite von 1,40m. Der 2-Zylinder-Diesel leistet 60 PS bei einer Geschwindigkeit von max. 15 km/h. Wir beabsichtigen, die Lok im Maßstab 1:6 zu bauen. Die errechnete Modellgeschwindigkeit wird bei ca. 10 km/h liegen, die Batterieleistung 22Ah.


    Wird fortgesetzt.

    Viele Grüße,


    Harald
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    "Sicheres Auftreten trotz vollkommener Ahnungslosigkeit."

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  • Zuerst möchte ich mich für den Fauxpas mit der 600er Spur entschuldigen: 762mm sind natürlich korrekt. 2 Fuß, 6 Zoll hatte ich nicht nachgerechnet. :saint:


    Zuerst habe ich mir also wieder bei meinem Stammlieferanten B&T Metall die passenden Aluteile für den Fahrgestellrahmen in 8mm zuschneiden lassen. Anschließend wurden die geplanten Ausschnitte aufgezeichnet und mit einer Stichsäge ausgeschnitten. Nach etwas Feilarbeit hatte ich, was ich brauchte.
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    So ganz nebenbei wurde am Sonntagnachmittag der Bauplan in 1:6 auf einen A2-Bogen gezeichnet. Sorry für das schlechte Licht. Diese LED-Funzeln taugen nicht zum fotografieren.
    Das weiße Gleitstück zwischen dem Kugellager und dem Gummipuffer ist aus einem 8er Reststück aus POM geschnitten. Dieser Kunststoff ist schlechter zu bearbeiten als Alu, hat aber hervorragende Gleiteigenschaften.

    Dateien

    • 021.jpg

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    Viele Grüße,


    Harald
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  • So, die aufgebohrten Zahnräder für den Kettenantrieb sind wieder vom Drehen zurück. Es geht doch nicht über befreundete Modellbauer mit Drehbank und temporärer Langeweile. ^^
    Die Madenschraubenlöcher hat er auch gleich gesetzt. Dem Scooter-Motor habe ich das fehlende 9er Ritzel dann auch selbst verpassen können, da die Motorwelle idealerweise D= 8mm hat und sich die darin gefräste Flachstelle für die Madenschrauben geradezu anbiedert. Der Motor, der mit seinen 2750 Umdrehungen doch etwas schnell für den Direktantrieb wäre, wurde nun ersteinmal mit einer Zwischenwelle auf 1/4 Drehzahl reduziert. Hier das Ergebins in Bildern:
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    So in etwa wird das dann mal aussehen. Bitte beauchtet nicht das Chaos im Hintergrund meines Bastelkellers, da dieser auch noch als Abstellplatz für alles Mögliche dienen muss. ;(

    Viele Grüße,


    Harald
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  • Stehlager sind ja was nettes und praktisches. Doch leider nicht immer gerade. Bitte melden Sie sich an, um dieses Bild zu sehen. Auch der deutsche Lieferant liefert schief eingepresste Lager.
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    Viele Grüße,


    Harald
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  • Hallo Harald und Volker,


    ich habe 52 Stück dieser Lager an meinen Wagen verbaut und ja sie sind nicht alle gut eingepresst aber mir vorsichtigen Bllöpfchen auf den äußeren Lagerring kann man es leicht korrigieren. Diese Lager können sich nicht neigen wie Volker schreibt! Das gibt es auch, aber Haralds Lager haben eine zylindrische Bohrung und ein zylindrisches Lager! Ein Verrücken des Lagers mit einer Achse würde also das Lager beschädigen.


    frohes schaffen
    Jonas

    ! ! Der Weg ist das Ziel, also lasst uns weiter Dampf kochen ! !

  • Hallo Zusammen,


    ich meine ein UCP-Stehlager zu erkennen. Ob´s stimmt, weiß Harald.
    Wenn dem so ist und Bilder mehr als tausend Worte sagen, dann sollte das angehängte Bild
    alle Unklarheiten beseitigen.


    Gruß
    Udo




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  • Hi Volker,


    stimmt das habe ich wohl bisher gekonnt ignoriert. Aber ich lerne ja gerne dazu. Die nächsten werde ich dann nicht mehr vor dem Einbau richten.


    Danke
    Jonas


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    ! ! Der Weg ist das Ziel, also lasst uns weiter Dampf kochen ! !

  • ?( Wie soll das mit dem "selbstzentrierend" funktionieren? Habe zuletzt alle "krummen" Lager mit Hammer & Dorn gerichtet.


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.Christian: Die Ausschnitte in dem 8er Alu habe ich mangels Zeit und Monetas selbst gemacht. Trotzdem danke für die Infos. :thumbsup:

    Viele Grüße,


    Harald
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  • Weiter geht's mit der Baustelle:


    In die Stirnseiten habe ich je Seite 2 Bolzen mit M5x30 eingelassen um die Querplatte des Rahmens aus 10mm Tischlerplatte zu befestigen. Daran lässt sich dann besser die Radverkleidung aus TiPla befestigen. Ein 4mm starker Deckel mit entsprechenden Ausschnitten für Akkus und Motorrahmen aus laminiertem Sperrholz soll dann noch darauf kommen. Doch dazu später mehr.


    Hier sind jetzt ersteinmal die Deckplatten aus Holz. Die zwei Bolzen erkennt man an der anderen Platte unterhalb der Schneidöl-Dose.
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    Und danach Sperrplatten aus Messing, damit die gefederte Achse kein Seitenspiel mehr hat und in ihrem Ausschnitt bleibt. Sollte die eine Platte nicht genügen, werde ich weitere ergänzen. Material habe ich noch genug da.
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    Viele Grüße,


    Harald
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  • Weiter geht's.
    Befestigung der fertig gebohrten TiPla an den gebolzten Seitenteilen. Aufsetzen der Deckelplatte mit dem UNITE-Antriebsmotor. Einsetzen der nichtangetriebenen Achse in die gederten Aufnahmen. Anschrauben der Stehlager mit der Zwischenwelle und der angetriebenen Achse. Fertig.


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    Jetzt fehlen nur noch die Ketten (Mädler Typ 083; 1/2 x 3/16").

    Viele Grüße,


    Harald
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  • Guten Abend.


    Nachdem ich bei der Montage der Bretter und einem testweise Anhalten der Seiten fest stelle, dass die Holzplatten des Motorrahmens um jeweils 10mm pro Seite zu lang sind, habe ich sie entsprechend gekürzt, mit Vortreichfarbe 2x gefüllert, geschliffen und vorlackiert. Dann wurden die Ketten angebracht. Die Antriebskette vom Motor schleifte jedoch auf der Platte, sodaß ich dieser durch Einsägen etwas mehr Spiel verpasste. Da sich die Ketten erfahrungsgemäß um mehr als ein paar Zehntel weiten, kann ich die Längentoleranz spätestens nach 6 Monaten Fahrzeit durch kürzere Verbindungsglieder ausgleichen. Ein Probelauf mit 6V stellte mich zufrieden.
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    Als weitere Verbesserung reifte in mir der Plan, der Lok eine Tacho- und Fahrtstreckenanzeige zu verpassen. Also besorgte ich mir einen (billigen) Marken- Fahrradtacho mit Kabelübertragung. Die neumodischen Funktachos sind aufgrund der nicht entstörten Elektromotoren für eine Lok ungeeignet. Leider ließ sich der Speichenmagnet nicht verwenden, da er zu groß war. Er wurde deshalb durch einen ähnlichen Magneten aus einem Kühlschrankmagneten ersetzt und mit 2-Komponenten-Harz auf die entfettete Radscheibe geklebt.
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    Dateien

    • 039.jpg

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    Viele Grüße,


    Harald
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  • Weiter geht's:


    Der Blockpuffer


    Ich suchte eine kostengünstige Alternative für die Puffer, die ja normalerweise aus Grauguss o. Ä. bestehen. Die Möglichkeiten die Teile als Lasersatz oder 3D-Druck schieden aus den eben erwähnten Kostengründen aus. Deshalb entschied ich mich für die bereits früher angewandte Sandwichbauweise. Dieses Mal aber statt MDF (siehe Baubericht WILSON) für extrahartes Kiefersperrholz (das riecht so gut).
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    2 Stunden und eine Menge Dreck später hatte ich die Teile mit der Stichsäge und einem neuen Blatt ausgesägt. Eine 40mm-Bohrkrone kam dabei auch zum Einsatz.
    Nach dem Verleimen kommt das Verrunden, Schleifen und Spachteln der Kanten und Flächen.
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    Jetzt beginnt das Anpassen des Rahmens an die Motorbasis und die Planung des Zuschnittes für Motorhaube und Fahrerkabine.


    Kurzes Fazit:


    - Bauzeit netto (ohne Pausen) bis heute: ca. 22 Arbeitsstunden
    Kosten:
    - Material mit Motor, Ketten, Aluplatten, Holzzuschnitt und Kleinteilen: ca. € 150,- (2 Radsätze 90mm mit Kugellagern waren noch vorhanden)

    - Batterien 2x 12V/22Ah: € 82,-
    - Regler 24V/ 20A: € 15,-


    So kann's weitergehen. ^^
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    Viele Grüße,


    Harald
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