Aufarbeitung Luckenpilze

  • Hallo Dampfbahner, speziell 1:1er...


    ich habe eine äußerst ausgefallene Frage an euch...
    Und zwar bin ich ein Aktiver in folgendem Verein Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.
    Diese Lok, Baujahr 1944, ist im Besitz des Vereins, wird von ihm instandgehalten und betrieben.
    Momentan sind wir dabei eine Kesseluntersuchunge durchzuführen (siehe bei Interesse "Sonderseite: Kesseluntersuchung") dabei müssen auch Luckenpilze aufgearbeitet werden. (unten hänge ich mal ein Bild an)
    Und zwar gehört an diesen Teilen die Dichtfläche (Pfeil) vorbereitet für die neue Dichtung, also plan gemacht...
    Also, wie würdet ihr das machen, hat jemand eine Idee, Tipps?
    Ein einfaches überdrehen ist ja aufgrund der elliptischen Form nicht möglich, aber irgendwie muss das ja zu Dampflokzeiten (die ja jetzt auch schon wieder einige Zeit zurückliegen...) auch gemacht worden sein...
    Ja ich weiß, dafür hat es damals bestimmt eigene Werkzeuge gegeben, aber es muss doch mit der heutigen Techik irgendwie möglich sein, nur wie?


    Freu mich über hoffentlich viele Antowrten mit nützlichen Tipps :D:rolleyes:


    vlg
    Manuel


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  • Hallo Manuel,
    ich kenne diese Teile in ähnlicher Form von Druckluftbehältern. Früher wurden die Teile vermutlich mit einer Kopierdrehmaschine hergestellt. Heute ist das etwas für ein CNC-Bearbeitungszentrum. Allerdings sehen nur die beiden rechten Teile so aus, als ob sie bearbeitet werden müssen.
    Volker
    PS: Sieht man sich in Graz?

  • Hallo Manuel,
    Ich habe regelmäßig solche Waschlukenpilze an zwei Originalkesseln auf und Zumachen müssen für die TÜV-Prüfung. Es gibt heute schönes Dichtband aus Teflon mit quadratischem Querschnitt. Das Zeug ist selbstklebend und absolut zu empfehlen. Es gleicht auch Unebenheiten an den "angefressenen" Dichtflächen ab. Normalerweise reicht gründliches säubern der Dichtfläche,und dann die Dichtung aufkleben. Die Dichtfläche an der innenseite des Kesselblechs wird ja auch nicht plan geschliffen....

  • Hallo Volker,


    hatte ich mir schon fast gedacht...
    Die beiden kleineren sind bereits ausgeschieden (untermaßig) , hatte aber kein anderes Bild.
    Graz... vermutlich ja, muss meinen Opa aber noch überreden 2 Tage zu bleiben :D wollte dir eh schon lange schreiben, aber die Zeit :S mach dich auf ne lange Mail gefasst :D


    Lars, wir verwenden Klingersil 4430zum dichten...
    Werde mich aber zu deiner Dichtung informieren, danke für den Tipp!


    vlg
    Manuel

  • Schneidet ihr das Klingersil aus oder schlagt ihr die Dichtungen?
    Normalerweise gehört ein Kupferring auf die Dichfläche , den es in Meiningen für die unterschiedlichen Lukenfuttergrößen gibt.
    Oder man hat noch "Altbestände"...


    Gruß Harzbahner

    Warum heißt es "Herrlich! und nicht "Fraulich" ?

    Weil zwischen Fraulich und Fraglich nur ein Buchstabe liegt

  • Hi Manuel,


    Die große Waschluke sieht doch noch gut aus.
    Was auch Interessant wäre, wie die Lukenfutter aus sehen, ob da Kerben auf der Dichtfläche sind.


    in Deutschland werden hauptsächlich Kupfer-Fülldichtringe verwendet, diese gleichen auch geringen Verschleiß der beiden Dichtflächen aus.





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    Schöne Grüße
    Martin

  • Mahlzeit!


    Die Lukenpilze werden mit Drahtbürste gereinigt und dann mit reichlich Graphitfett auf der Dichtfläche und dem Fülldichtring eingesetzt. Wie auch der Teflongewebering, gleicht er gewisse Abzehrungen an den Dichtflächen aus, ist aber um einiges günstiger. Fülldichtringe sind jedoch nur einmal zu verwenden, die Teflonringe mitunter mehrfach. Sollte eine Dichtfläche wirklich stark zerfressen sein, wird es einfacher und preiswerter sein, den Lukenpilz zu erneuern, das sind Normteile und bei den einschlägigen Werkstätten und Zulieferern zu bekommen. Für die Dichtflächen der eingeschweißten Lukenfutter gibt es spezielle Fräsvorrichtungen zum Nacharbeiten. Sowas wird man sich, falls nicht vorhanden selber bauen müssen.


    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D