Bauprojekt "Heidi" V2.0

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  • Hallo liebe Gartenbahner,


    die meisten von euch können sich sicher noch daran erinnern wie ich vor ziemlich genau 5 Jahren meine "Heidi" aus Holz fertiggebaut habe. Sie ist immer noch in einem top Zustand und macht mir und anderen viel Freude. Mittlerweile gibt es aber einige kleine Dinge, die mich an ihrem Aussehen stören z.B. die eigentlich viel zu hohe Motorhaube. Dies baute ich damals so, damit eine standardmäßige Autobatterie in die Lok passt. Außerdem sind die Räder im Vergleich zum Vorbild viel zu klein...


    Wie denn auch sein... Ich habe mich entschlossen eine neue Heidi zu bauen... sozusagen eine zweite Version, diesmal aber aus Stahl. Seit einiger Zeit habe ich mit den Antrieben beschäftigt und habe nun eine meiner Meinung nach sehr guten Lösung gefunden. Es sollten wieder Tatzlagerantriebe werden, allerdings mit Kugellagern, einem stärkeren Motor und natürlich mit modellgerechten großen Rädern.


    Nach langem hin und her schaffte ich es einen 24V 280W Matconmotor zwischen die Räder und Lager zu bekommen. Die Lagerung zwischen den Rädern wollte ich wieder so haben, wie bei meiner alten Heidi. So kann alles außen am Rahmen als Attrappe ausgeführt werden.


    Die Übersetzung beträgt 6:1 und somit kommt der Antrieb unter Last auf etwa 11 km/h.


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    Auf dem Bild ist der Antrieb mit zwei Motoren zu sehen. Ich werde allerdings die Tatzlagerantriebe erstmal nur mit einem Motor realisieren und mir die Option für einen zusätzlichen Motor pro Achse offen lassen.


    Mittlerweile habe ich fast alle Teile zusammen um mit dem Bau der Antriebe zu beginnen. Hier nochmals eine Dankeschön an HD für das beschaffen der Räder und Achsen nach meinen Zeichnungen!


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    liebe Grüße
    Jonas

    ! ! Der Weg ist das Ziel, also lasst uns weiter Dampf kochen ! !

  • Hallo Jonas


    Beim Tatzlagerantrieb ist das halbe Motorgewicht am Rahmen abgestützt.
    Bei deiner Konstruktion ist aber das gesamte Motorgewicht ungefedert.
    Nicht, das das nicht funktionieren würde, mit einem Tatzlagerantrieb hat das aber nichts zu tun.


    Warum willst du denn alte Kompromisse in deine neue Lok übernehmen?
    Warum nicht die Achslagerung wie im Vorbild ausführen?


    mfg


    Thomas

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  • Hallo Thomas,


    du hast natürlich recht was die Tatzlagerantriebe betrifft. Ich hätte es lieber Antriebseinheit nennen sollen!


    Die Lagerung innen unabhängig vom äußeren Rahmen will ich so haben. Meine erste gekaufte Lok hatte das auch so und ich fand es schon damals praktisch, dass man das ganze Fahrwerk recht leicht samt Federung von der restlichen Lok entfernen könnte um es zu warten. Das ist der erste Grund. Der zweite Grund ist, dass ich so unabhängig von funktionellen Teilen das äußere Aussehen der Lok ohne Probleme nachbilden kann.


    liebe Grüße
    Jonas

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  • Hallo,


    die Achsen habe ich mittlerweile bearbeitet und montiert. Hier fehlen allerdings noch die Passfedernuten.


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    Zudem bekam ich die letzten Laserteile. Ein Probestellen zeigte: alles passt.


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    Heute habe ich bei der ersten Antriebseinheit Löcher gebohrt, Gewinde geschnitten und montiert. Soweit passt alles wie geplant.


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    liebe Grüße
    Jonas

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  • Hi,


    in den letzten Tagen habe ich die erste Antriebseinheit fertig montiert. Alles hat so funktioniert wie ich es mir gedacht habe. Auf diesem Bild sieht man sehr gut wie genau der Motor zwischen die Lagerhalter passt.


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    Beim Zahnrad auf dem Motor habe ich die Bohrung vergrößert und eine Schraube zur Fixierung auf der Welle eingebaut. Zusätzlich werde ich das Zahnrad noch mit der Welle verkleben.


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    Die gesamte Antriebseinheit sieht so aus.


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    lg Jonas

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  • Hallo Jonas,


    bei meinem derzeitigen Ferienjob habe ich bei einem Schrittmotor eine Kupplung mittels Madenschraube auf der Welle "gesichert".
    Die 1.5 Nm habe gereicht, damit sich nach einiger Zeit die Kupplung verdreht.
    Vielleicht solltest du darüber nachdenken, das Ritzel auf der Welle zu versplinten.


    LG
    Clément

  • Hi Clément,


    die Madenschraube drückt nicht nur auf die Welle, sondern steckt in einem ca. 2 mm tiefen Loch in der Welle. So dürfte sich das Zahnrad eigentlich nicht lösen können.


    Danke für deinen Hinweis
    Jonas

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  • Hallo Jonas


    Aus eigener ( schlechter ) Erfahrung kann ich dir berichten, das die Lösung mit der Madenschraube nicht dauerhaft funktioniert. Bei mir hat es nur einen Fahrtag mit Publikum gedauert, bis nicht nur die Madenschraube, sondern gleich auch noch die Motorwelle hin war.


    Deine Lösung hält nur solange die einzige Last am Zug du selbst bist.


    Zwei funktionierende Methoden sind:


    Das Ritzel aufpressen, bei einer 10 er Welle sollte die Bohrung im Zahnrad etwa 5/100 el Untermaß haben.
    Das funktioniert gut bei Motoren, deren Welle bereits mit Übermaß geliefert wird, z.B. viele Motore von Dunker. Zur Herstellung der Bohrung im Ritzel reicht dann eine Reibahle H7.
    Sollte die Welle allerdings H7 sein, benötigst du eine Reibahle mit Untermaß, mit Glück und Zeit bekommt man so etwas manchmal billig in der Bucht.


    Bei den von mir verwendeten China- Motoren, die mit abgeflachter Welle geliefert werden, ist es am einfachsten eine dafür passende Räumnadel herzustellen und im Ritzel eine passende Bohrung herzustellen. Das hat sich bei mir bewährt und hält bis heute, auch wenn es einen ganzen Samstag dauert, bis alle Zahnräder auf der Welle sind.


    Mit freundlichen Grüßen


    Thomas

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  • Hallo Jonas,


    beim MARTIN war die Bausatzlösung genau die, die Du jetz auch verwirklicht hast - das hält nur von 12 bis Mittag. Du musst mindestens zwei Gewindstifte unter einem Winkel von 90 bis 120 ° verwenden, wenn Du halbwegs Freude an der Sache haben möchtest.


    Ganz sicher ist die von Thomas vorgeschlagene formschlüssige Verbindung.


    Ich habe sehr erfolgreich Spannsätze (kraftschlüssige Verbindung) verwendet, aber dafür ist eine Mindestgröße der Bauteile notwendig.


    Viele Grüße
    Dietrich

    Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.

  • Hallo Volker, Thomas und Dietrich,


    ich hatte wie oben schon geschrieben genau das vor, was Volker gerade geschrieben hat.

    Zusätzlich werde ich das Zahnrad noch mit der Welle verkleben.

    Loctide 648 steht schon bei mir hier auf dem Tisch ;). Ich denke so sollte das keine Probleme machen.


    danke für die Anregungen
    Jonas

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    Einmal editiert, zuletzt von Jonas Sommer ()

  • Hallo


    Euren Optimismus und das Vertrauen in die Henkel Produkte in allen Ehren......


    Meine Erfahrungen mit Klebeverbindungen bei kleinen Wellendurchmessern (bis 20mm) sind schlecht.
    Beim Ritzel am Motor macht besonders die Erwärmung durch den Anker der Klebeverbindung zu schaffen.


    Vielleicht hilft eher der Griff zum Schweißgerät?


    Mit freundlichen Grüßen


    Thomas

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  • Hallo,
    bei 8mm Wellendurchmesser und 10mm Breite des Zahnrades hat die Klebeverbindung eine Scherfestigkeit von 6,8kN. Sollte wohl reichen. Und wenn die Motorwelle mehr als 150°C hat, dann ist von einem gesunden Motor nicht mehr zu sprechen. Loktide638-Verbindungen gehen erst bei >250° einigermaßen auseinander. (eigene leidvolle Erfahrung)
    Volker

  • Hallo,


    ich wäre trotzdem noch für's versplinten!
    Die Verbindung ist lößbar und bietet, im Vergleich zu Madenschrauben, eine größere Scherfläche.
    Zudem haben Schrauben durch das Gewindeschneiden eine niedrigere Festigkeit als "gesundes" Vollmaterial.


    Gruß
    Clément

  • Hallo zusammen,


    also eine Splintverbindung ist mit meinen Mitteln nicht möglich, da der Platz zwischen Gehäuse und Bohrung zu klein ist, um dort ein Loch durch zu bohren.


    Wie denn auch sei, den zweiten Antrieb habe ich auch soweit montiert wie möglich.


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    Nachdem nun beide Antriebseinheiten rollfähig sind wurden sie von der Heidi beim Werk abgeholt 8)


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    liebe Grüße
    Jonas

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  • Hallo Frank,


    du hast natürlich recht... Zum Glück fahren die Züge der IRR mit maximal 18 km/h....


    mittlerweile habe ich die beiden Antriebe an der Fahrwerksgrundplatte fixiert. Als Federung dienen die bekannten Gummimaschinenhalterungen.


    Fahrwerksplatte mit Gummifederelementen und den zusätzlichen Führungsstiften
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    fertig montiertes Fahrwerk


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    Erste Test auf der Strecke...


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    liebe Grüße
    Jonas

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