Bauprojekt "Heidi" V2.0

  • Hallo Jonas,


    ich kann René nur zustimmen, wenn auch man gewisse Übung schon braucht (meinen alten Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. wirst Du wohl gelesen haben). Ohne elektronische HF-Zündung wirst Du aber keinen großen Spaß am WIG haben - man kommt auch so schon viel zu oft mit der Nadel in die Schmelze, danach muss man abbrechen, die Nadel aus dem Brenner nehmen, wieder anschleifen und einsetzen... Es kommt natürlich drauf an, wie feine Sachen man schweißt, aber wenn man einen Abstand von vielleicht 2 mm auf wenige Zehntel genau einhalten will, ist das Hochreißen beim Zünden des Funkens bestimmt kontraproduktiv (habe es allerdings nie versucht).


    Bei solch kleinen Bögen, wie wir sie brauchen, sollte man auch einen guten Automatik-Schweißerhelm mit einstellbarer Verdunkelung haben - meinen habe ich fast aufs Minimum. Und ohne Automatik kann ich mir das auch nicht vorstellen, immer erst übers Schweißerglas rüberschauen, den Brenner ansetzen und dann vor dem Zünden die Kopfstellung ziemlich zu verändern - ist aber gewiss auch Sache der Gewohnheit und Übung.


    In Summe ist ein WIG dann doch schon eine Anschaffung, und die Betriebskosten fürs Gas darf man auch nicht vergessen. Für ein paar Schweißnähte an Lüftungsgittern wohl eher Luxus, aber allgemein aus VA zu bauen und sich nicht mit Rostlauben rumärgern zu müssen (siehe Beispiel eines tschechischen Kollegen) hat auch einen gewissen Reiz...


    Gruß

    Kristian


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.

  • Hallo zusammen,


    Hier noch ein kleiner Bildnachtrag. Diese Schweissnaht habe ich gerade erst gestern gemacht. Es braucht etwas Übung, aber ohne Fleiss kein Preis.


    Grüsse René

    Dateien

    Mit der Erfindung der Dampfmaschine ist es dem Menschen gelungen, einem klumpen Metall Leben einzuhauchen. 8) :thumbsup: :thumbup:


    liliputbahn-chaernsmatt

  • Hi zusammen,


    das WIG-Schweißen will ich auch unbedingt mal ausprobieren und für den Modellbahn anwenden können. Die Bilder von Wolfgang und anderen hier haben schon oft gezeigt, wie gut sich dieses Verfahren für unsere meist kleinen Teile eignet. Es wäre aber nun super, wenn ihr weitere Fragen zum WIG schweißen in einem anderen Thema klären würdet :D


    Danke auf jenen Fall für die Anregungen :)


    Jonas

    ! ! Der Weg ist das Ziel, also lasst uns weiter Dampf kochen ! !

    Einmal editiert, zuletzt von Jonas Sommer ()

  • Hi zusammen,


    die Trittleitern sind nun hart gelötet und haben noch die Befestigungsbohrungen für die Riffelblechauflagen erhalten. Damit war es Zeit für eine Ausfahrt auf die freie Strecke. Der Lokführer ist sichtlich zufrieden mit der Lok und freut sich schon auf Dach und Fenster, damit es im Führerhaus nicht mehr so stark zieht bei der Fahrt.


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.


    viele Grüße und ein schönes Wochenende

    Jonas

    ! ! Der Weg ist das Ziel, also lasst uns weiter Dampf kochen ! !

  • Hallo zusammen,


    diese Wochen kamen die Druckteile von Shapeways bei mir an und heute habe ich sie an der Heidi montiert.


    Darunter sind die Halter für die Lüftungsgitter. Wie schon an meinem Prototypen bestehen die Halter aus zwei Seitenteilen, welche mit je drei Schrauben mit dem Lokgehäuse verschraubt werden. Die Lamellen werden in diese eingesetzt.


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.


    Als weiteres Bauteil gab es die Fremdstromdose und den Isolator, über den der Trolleybügel angeschlossen ist.


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.


    Und dann natürlich noch die Scheibenwischer. Die Scheiben selbst habe ich auch schon, allerdings werde ich diese erst einbauen, wenn die Lok lackiert ist. Die Scheibenwischer sind Gussteile aus Messing, welche ebenfalls von Shapeways hergestellt wurden. Die Wischer habe ich so konstruiert, dass ein 2mm Draht einfach in einem Mulde gelegt und angelötet werden kann. Das obere Ende des 2mm Drahts habe ich mit einem Messingblättchen verlötet, über welches der Wischer am Führerhaus verschraubt wird.


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.


    Die Messingteile von Shapeways sind wirklich eine feine Sache. Die Verarbeitung ist wirklich klasse und auch Kostenmäßig liegen die Wischer im Preisrahmen von Knupfer-Teilen... und das bei Losgröße 1! Der Lokführer hat so freie Sicht, wartet aber immer noch vergeblich auf ein Dach über dem Kopf... nur gut, dass jetzt erstmal der Sommer kommt :)


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.


    Ein Blick auf die Lok zeigt, dass nicht mehr viel fehlt, bis das Modell dem Original in nichts mehr nach steht.


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.


    viele Grüße uns bis bald

    Jonas

    ! ! Der Weg ist das Ziel, also lasst uns weiter Dampf kochen ! !

  • Hay Jonas

    Das wird eine schöne Lok!


    Du sprichst von „Shapeways“.

    Frage: Ist das eine Firma die Nur Feinguss Teile in Messing herstellt,

    ich kenne sie nicht und würde gerne mehr erfahren. Vielleicht hast

    Du darüber schon berichtet und ich habe es nicht mitgekriegt.

    — Du weist doch, Wissen ist Macht, aber nix wissen macht auch nix— 😉


    Ich denke mir dass sie ein 3D Wachsmodell erstellen und das im

    Ausschmelz Verfahren herstellen. Das währe für mich denkbar,

    um Kostengünstig zu sein.

    Vielleicht kannst Du mir mehr dazu sagen.


    Mit freundlichen Grüßen Michael

  • Hallo Michael,


    Shapeways ist eine 3D-Druckerei, du kannst Online deine 3D-Modelle hochladen und kalkulieren lassen. Bei Auftrag bekommst du die gedruckten Teile innerhalb einer Woche per Post zu geschickt. Am besten schaffst du dir selbst einen Überblick:


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.


    Gruß


    Rainer

  • Hallo Jonas!

    Die Lok sieht toll aus. Glückwunsch!!!

    Aber eine Feinheit ist mir bei deinem Lokführer aufgefallen. Gelbe Warnkleidung und Westen haben zumindest bei der DBAG nur Sicherungsposten und -aufsichtskräfte. Alles Andere trägt orange.

    Zumindest so lange ich aktiv war, war das so. Wenn man uns mal versucht hat das zu erklähren, hab ich es nicht begriffen oder konnte es nicht nachvollziehen.

    Gruß Gerd

    pr. AT1, würt. Kittel DTW

  • Hallo Michael,


    wie Rainer schon schrieb ist Shapeways eine 3D-Druck-Dienstleister. Shapeways bietet so ziemlich alles, was zur aktuellen Zeit an 3D-Druck Verfahren möglich ist. Darunter sind viele Kunststoffe, Metallsinterteile und das Verfahren mit Wachsguss. Bei den Messingteilen wird also, wie du schon vermutet hast, ein Machsurmodell gedruckt und dieses für eine Feingussverfahren verwendet. Ich habe beruflich viel mit gedruckten Prototypen zu tun und die Qualität von Shapeways-Teilen ist wirklich sehr gut.

    Wie Rainer schon schrieb, ist Shapeways auch recht schnell, allerdings trifft das nur für die Kunststoffe zu und ist bei gedruckten Kunststoffteilen üblich in der Branche. Die Feingussteile benötigen etwa 3-5 Wochen. An der Heidi ist eine Vielzahl an "gedruckten" verbaut. Hier nur eine kleine Auswahl:


    Scharniere an der Motorhaube. Die Augenschrauben sind vom Knupfer, die Mittelteile von Shapeways.


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.


    Die Lokschilder habe ich ebenfalls feingießen lassen und anschließend lackiert. Der Preis ist vergleichbar mit einem geätzten Schild, zumindest in dieser Größe.


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.


    Die Lampengehäuse an der Heidi sind aus einem langlebigen, UV-beständigen Kunststoff gedruckt.


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.


    Und um die Werbung komplett zu machen :) (ich bekomme dafür nichts). Meinen selbstdesignten Verlobungsring habe ich letztes Jahr ebenfalls bei Shapeways machen lassen. Der Material ist 18K-Feingold. Eine befreundete Goldschmiedin hat mit dann den Stein eingefasst. Sie war beeindruckt von der Qualität des Gusses.


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.


    viele Grüße

    Jonas

    ! ! Der Weg ist das Ziel, also lasst uns weiter Dampf kochen ! !

  • Guten Morgen Gerd,


    du magst sicher recht haben, wenn es um eine "normale Bahn" geht. Aber die "Internationale Rheinregulierung" betrieb die Bahn nach ihren eigenen Regeln. Es gab keine vorgeschrieben Kleidung und erstaunlich wenig Sicherheitsmaßnahmen. Ich habe einige Bilder gesehen, auf denen das Betriebspersonal in Birkelstocks, kurzer Hose und Unterhemd auf den Loks unterwegs war. Ich habe auf die schnelle dieses Bild gefunden, welches drei Gleisarbeiter zeigt...nix mit Warnweste oder sonstiger Arbeitsbekleidung.. 8o Demnach ist mein Lokführer eh der totale Overkill, bezüglich Sicherheit. Vielleicht sollte ich ihm noch ein Unterhemd nähen (lassen) 8)


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.


    (Bild von Heinz Bircher)


    viele Grüße

    Jonas

    ! ! Der Weg ist das Ziel, also lasst uns weiter Dampf kochen ! !

  • Hallo Wolfgang,


    danke dir :) Den Lokführer habe ich von einem Vereinskollegen geschenkt bekommen. So weit ich weiß ist es ein Soldat in 1:6. Auf der schwarzen Kleidern sind Zeichen des NS-Regimes, welche mein Kollege übermalt hat. Die Weste ist vom NYPD und hat ebenfalls einige übermalte Aufschriften. Ich kann mal fragen, wo er ihn gefunden hat, wenn ihr Interesse habt.

    Er passt auf jeden Fall super zu meiner Lok :) und sieht mir tatsächlich etwas ähnlich.


    viele Grüße

    Jonas

    ! ! Der Weg ist das Ziel, also lasst uns weiter Dampf kochen ! !

  • Hallo Jonas,

    Gratulation zu diesem außergewöhnlichen Modell! Es ist schon erstaunlich wie weit der 3-D-Druck schon gediehen ist. Eine Frage bleibt mir noch. Wird der Scheibenwischer auch richtig mit einem Motor angetrieben?

    Gruß

    Jorge

  • Hallo Jonas


    sehr schöne Teile, Danke fürs zeigen.


    Aus eigener schlechter Erfahrung rate ich dir aber, den Scheibenwischer in der Befestigung drehbar zu gestalten.

    So ein Teil reizt jede Kinderhand dazu, zu probieren, ob er beweglich ist. Wenn nicht, ist er bald verbogen oder ab.


    Bei der Türklinke meiner 2095 zum Beispiel muß ich daneben stehen bleiben, damit die neugierigen Hände selbst von altgedienten Vereinsmitgliedern nicht daran herumfingern.


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.


    Mit freundlichen Grüßen


    Thomas

    Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. Seit dem letzten Forum Update erreichen PN mich nicht mehr, alle Nachrichten entweder öffentlich als Beitrag oder über thomas.adler@dbc-d.de

  • Hallo Stefan,


    was für Lösungen meinst Du? Weidezaungerät an die Türklinke anschließen?


    Joachim

    Fahre BR24, E77, ET 188 521, V23, SBB-Krokodil Be 6/8 und Handkurbeldraisine, siehe Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.