Mit 15 Zoll durchs Unterholz

Allen Foristi wünsche ich einen guten Rutsch nach 2019. Bitte tragt Eure Termine 2019 im Kalender ein.
  • Hallo zusammen und ein frohes neues Jahr.


    Nach dem Baubericht über unsere Akkulok kommen nun hier weitere Berichte über unsere kleine Gartenfeldbahn. Angemerkt sei hier noch, daß drei Gründe für die SpurweIte 381 mm aussschlaggebend waren. Erstens wollten wir eine Bahn, in der man drinsitzen kann und nicht draufsitzt, zweitens sind bei dieser Spur die Bauteilabmessungen noch nicht ganz so massiv und schwer, wie bei der klassischen 600mm Spur und zumindest gibt es die kleine Hoffnung irgendwann auch einmal etwas Material von anderen Bahnen oder verwertbare Zeichnungen für anspruchsvollere Projekte zu bekommen.


    Hier nun mal ein Bild unserer Standartweiche, 3m Länge. Abzweigendes GleIs gerade ( durchfährt sich leichter, als unsere erste Weiche mit gebogenem Abzweig. Schienenprofil Rechteckrohr 30/20/3, Zungen geschmiedet und geschruppt (Flex) und befeilt.
    Zungen mit Gelenk. Alle Teile verschweisst. Radsatzinnenmaß 358-360mm.



    Viele Grüße, Wilhelm
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    "Wohl denen, die nichts zu sagen haben, aber trotzdem schweigen" <X

  • Wir kommen nun zum Rollmaterial. Vorhanden ist als einziger (fast) fertiger Wagen eine Kastelore. Die Wände sind eingesteckt. Wenn man eine Stirnseite rausläßt und ein Brett schräg einlegt, kann man wunderbar Schotter auf der Strecke verteilen.


    Im Moment ist die Lore für unsere Kupplungshöhe noch zu tief gelegt. Diese Sportfahrwerk aufgrund zu weicher Federn müssen wir noch ändern.


    Viele Grüße, Wilhelm
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  • Mahlzeit Wilhelm,


    das sieht sehr interessant aus, gefällt mir.


    Welche Radien sind auf der Strecke verbaut, gibt es einen Gleisplan?
    Welche Räder verwendest du bei den Loren?


    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Hallo Sven,


    Der kleinste Radius ist ca.5 Meter, normalerweise aber 8 bis 10 Meter. Die Schienen werden vor dem Verschweißen mit einer Dreirollenbiegemaschine ( Selbstbau) gebogen. Den Radius kann ich nicht genau angeben, da wir versuchen, mit Übergangsbögen in die Kurven zu gehen. Diese werden dann nach Verlauf und Augenmaß gebogen.


    In den Kurven wird die Spur erweitert, bei einem Radius von 6-8 Metern um 10 mm auf 391mm. Der größte verwendete feste Achsstand ist 650mm. Ein Versuch mit 700mm läuft.


    Die Räder sind aus Guss, z.B. Fabrikat Blickle, laufkranzdurchmesser von 100, 125, 150 und 200 (lok) mm.
    Diesen Rädern fehlt die Ausrundung im Übergang zum Spurkranz. Die Laufflächen und die Spurkränze haben aber eine Neigung. Bisher laufen diese Räder problemlos, wir streben aber an ,mit einer Drehbank selbst Räder anzufertigen.


    Einen Gleisplan wird es bald geben.....bitte noch etwas Geduld.



    Viele Grüße, Wilhelm

    "Wohl denen, die nichts zu sagen haben, aber trotzdem schweigen" <X

  • Hallo Wilhelm,
    habe mir die Seite von Blickle angesehen, tolles Angebot, finde aber leider keine Preisliste.
    Hab ich sie dummerweise übersehen, oder gibt es keine?
    Grüße,
    Reinhold

    Dr.B
    ...und immer 'ne handbreit Wasser über der Feuerbüchse!

  • Hallo Reinhold,


    Ich habe meine Räder von verschiedenen online-Händlern. Einfach mal " blickle räder kaufen spurkranz" in Deine Suchmaschine eingeben. Es lohnt sich mehrere Händler zu vergleichen.


    Bitte beachten: die Räder gibt es mit und ohne Rollenlager.



    Viele Grüße, Wilhem

    "Wohl denen, die nichts zu sagen haben, aber trotzdem schweigen" <X

  • Mahlzeit!


    Die Spurkranzräder kommen vermutlich alle aus den selben Gießereien in Fernost und werden von verschiedenen Normteilehändlern angeboten. Die Preise unterscheiden sich teilweise um 50-70%. Die Qualität des Materials schwankt, teilweise ausgespachtelte Lunker in Lauffläche und Spurkranz, die Härte variiert.
    Ich habe noch einen Satz Räder hier liegen, der auf seine Bearbeitung wartet, da die Spurkränze für den Modellbereich zu groß sind.
    Meine vorbildgerechten Gussräder sind noch in der Arbeit.


    Wilhelm : Danke für die Ausführungen, die Spurerweiterungen sind schon recht ordentlich. Auf 260-mm-Spur habe ich bei 2,5 m Radius nur 5 mm verbaut und kann dann den Bogen mit bis zu 500 mm Achsstand durchfahren.


    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

    Einmal editiert, zuletzt von Maschinist ()

  • Danke Euch!
    Ich will nicht die Spurweite oder den Maßstab wechseln, aber ich hab eine Stirnwandlore zum Brennholztransport auf 500mm Spur im Hinterkopf. Jedes Jahr die Plakerei beim Brennholz bunkern, man wird nicht jünger, ich muß das Ganze optimieren, denke dabei an einen fliegenden Aufbau und nach der Holzaktion wird das Ganze abgebaut und verstaut.
    So ist der Plan im Hinterstübchen, schaun wir mal!
    Gutes neues Jahr noch,
    Reinhold

    Dr.B
    ...und immer 'ne handbreit Wasser über der Feuerbüchse!

  • Hallo zusammen,


    Wo wir gerade auch bei den Fahrzeugen, Fahrzeuglängen usw sind, kommt huer nun der Baubericht zum derzeitigen Projekt.


    Es handelt sich um einen vierachsigen Personenwagen mit zwei Drehgestellen. Darin haben 8 Kinder oder 4 Erwachsene Platz.


    Grundkonstruktion ist wie bei der Akkulok ein geschweisster Stahlrahmen aus Rechteckrohr 60/40/3.


    Der Rahmen ist 2,15m x 0,70m. Die Drehgestelle sind mit gefederter Wiege und Gummielementen an den Achshaltern zweifach gefedert. Der Wagenkasten stützt sich über dIe Drehteller ab.


    Hier nun ein paar Bilder vom Bau.Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.


    Das Gerippe ist komplett verschweißt und wird mit Blechen 0,3 mm mit Blindniete beplankt.


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    Mal aus der Nähe:


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    Hier warten die Drehgestelle noch mit provisorischen Achsen auf Lackierung und Einbau.


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    Bis bald, Wilhelm

    "Wohl denen, die nichts zu sagen haben, aber trotzdem schweigen" <X

  • Hallo Kristian,


    Du hast Recht, nicht 0,3 habe ich verbaut, sondern 0,75. Sonst hätte ich ja gleich Alufolie nehmen können. :S


    Viele Grüße, Wilhelm

    "Wohl denen, die nichts zu sagen haben, aber trotzdem schweigen" <X

  • Die Spurkranzräder kommen vermutlich alle aus den selben Gießereien in Fernost und werden von verschiedenen Normteilehändlern angeboten. Die Preise unterscheiden sich teilweise um 50-70%. Die Qualität des Materials schwankt, teilweise ausgespachtelte Lunker in Lauffläche und Spurkranz, die Härte variiert.

    Hallo Sven,


    Das hat mir keine Ruhe gelassen, deshalb hab ich mir die Räder nochmal genau angesehen. Bei den Blicklerädern steht zumindest "Made in Germany" drauf. Ausplatzungen und Lunker sind nach einem halben Jahr hartem Betrieb nicht sichtbar.
    Es lohnt sich offenbar auf ordentliche Qualität bei den verschiedenen Internetanbietern und eine klare Herkunft zu achten.


    Viele Grüße, Wilhelm


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    Hier sieht man eine Radscheibe an unserer ArbeitsdraIsine, immer im harten Einsatz, aber noch nicht einmal endlakiert.....

    "Wohl denen, die nichts zu sagen haben, aber trotzdem schweigen" <X

  • Hallo Wilhelm,
    ich sehe auf den Rädern nur Birkle Germany kein Made in Germany. Das hat heute übrigens auch nichts mehr zu bedeuten. Made in Germany kann auch nur bedeuten dass in Deutschland mit dem Produkt die höchste Wertschöpfung erreicht wurde.
    Interessant sind die Räder auf alle Fälle.
    Volker

  • Hallo Volker,


    Auf dem Lieferschein stand "Made in Germany" auf den Rädern nur " Blickle" und "Germany" das kann sicher alles heißen, wie Du ja geschrieben hast.
    Ich glaube aber, dass eine Firma wie Blickle ihren Markennamen als Industriezulieferer nicht so leicht auf Spiel setzt. Das ist zumindest ein kleiner Unterschied zu den im Netz erhältlichen Namenlosprodukten aus Fernost usw.
    Erwähnenswert ist noch, dass die für die Räder angegebenen Belastungen im Tonnenbereich wohl kaum bei unserer Anwendung erreicht werden.


    Viele Grüße, Wilhelm

    "Wohl denen, die nichts zu sagen haben, aber trotzdem schweigen" <X

  • Hallo zusammen,


    Hier kommt eine Skizze von meinem Dieselokprojekt. Ich hoffe, dass man etwas erkennen kann. Wie gesagt, es ist erst eine Skizze der Abmessungen und des Platzbedarfs für die Komponenten. Für Tips und Ratschläge wär ich dankbar.


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    Zu sehen ist oben ein Grundriss und darunter ein Längsschnitt.


    Antriebsprinzip: Dieselmotor-Zahnriemen-Vorgelege-Eaton-Hydrostat-Kette auf Antriebsachse-Kette auf zweite Achse.


    Dieselmotor mit Elektrostarter, Batterie unter dem Fahrersitz.


    Rahmen und Aufbau wie bei unseren anderen Fahrzeugen in komplett geschweißter Bauweise.


    Viele Grüße, Wilhelm

    "Wohl denen, die nichts zu sagen haben, aber trotzdem schweigen" <X

  • Mahlzeit Wilhelm!


    Ich habe mir deine Skizze angesehen, dazu ein paar Anmerkungen. Du möchtest einen Zahnriemen für die Verbindung zwischen Motor und Vorgelege verwenden: warum? Wie wird er gespannt?


    Wie wird die Kette vom Hydrostat-Getriebe zur 1. Achse gespannt?


    Ich würde dir raten, den Kettenspanner in der gezeigten Ausführung wegzulassen und stattdessen die Achslager verschiebbar zur gestalten. So wurde das bei der Mehrzahl der Kettengetriebenen Feldbahnloks im Original ausgeführt. Bei den regelspurigen Kettenloks wie der Kö (f)I/II auch. Damit lassen sich sowohl die Kette vom Eaton zur ersten Achse, als auch die Verbindungskette zwischen den beiden Achsen spannen. Im Bericht über den Bau meiner Ns 1 in 10 1/4" findest du Detailbilder zur Konstruktion.


    Wie wird die Lok gebremst?


    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • HalloVolker, hallo Sven,


    vielen Dank für eure HinweIse. Die Idee mit dem Kettenspanner ist entstanden, weil die Kette unser Akkulok immer wieder leicht schlackert. Hier gibt es die Lösung mit den verstellbaren Achslagern in Langlöchern. Darauf wurde mir empfohlen einen Kettenspanner einzubauen, um die Kette zu schonen und die anfangs größeren Längungen zu kompensieren.


    Ich hab mir das mit den schon von Deinem Bericht Sven abgeschaut.


    Das Vorgelege mit Zahnriemen, Zahnscheibe und Taperspannbuchsen habe ich noch. :D


    Thema Bremsen: ich will ja fahren, nicht bremsen!,,, :pinch:


    Nein. Dafür gibt es eine Lösung von unserer Akkulok mit ordentlichem Bremsgestänge und Holzklötzen auf alle Räder. Nur die dortige Lösung mit Kurbelspindel soll durch eine Wurfhebelvariante ersetzt werden.
    Bei unserem Aufsitzmäher mit Hydrostat läßtt sich das ganze auch im starken Gefälle mit dem Getriebe bremsen. Da dient die mechanische Bremse nur der Feststellung im Stand.
    Ist das auch bei einer Lok möglich?
    Die Bremse habe ich noch nicht eingezeichnet, da die Zeichnung schon so unübersichtlich ist.


    Viele Grüße, Wilhelm

    "Wohl denen, die nichts zu sagen haben, aber trotzdem schweigen" <X