Erst mal zwei Wagen

  • Hallo zusammen


    Endlich, endlich konnte ich mit ersten Bauschritten in der Gartenbahner-Welt beginnen. Ich möchte Euch hiermit mein erstes Projekt vor stellen. Ich fertige erst mal zwei Wagons für meine noch nicht existierende Strecke. Vorbildmässig habe ich keine Idee, möchte einfach mal ein bisschen Erfahrungen sammeln beim Werkeln. Man möge mir verzeihen, wenn mal einige Bauschritte ausgeklammert bleiben, aber wenn ich dran bin bin ich dran und vergesse hin und wieder Fotos zu machen...


    Nachdem ich mal da und dort das Net durchforstet habe und nach ersten Eckdaten gesucht habe, kann ich nun mal loslegen. Wie sagt man so schön: schwer ist nur der Anfang, nachher ging es ganz flott voran.


    Habe erst mal aus meiner Restenkiste Stahlrondellen hervorgekramt und mal Radscheiben gedreht für die zwei Wagen und noch 6 Radscheiben extra, denn man will ja auch irgendwann eine Lokomotive :D Material C45 warmgewalzt, das Profil ist nach NEM. Laufflächendurchmesser 90mm. Die Radscheiben sollen das einzige Bauteil bleiben aus Baustahl den Rest möchte ich alles aus rostfreiem Material herstellen. Alles soll geschraubt werden, denn schweissen kann ich nicht. Die Radscheiben habe ich mittels Pressitz auf eine rostfreie Achse mit 16 mm Durchmesser aufgepresst.
    Die Achsen wurden mit Kugellagern 6001 versehen.


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    Die Längsträger bestehen aus U-Profil 30x15 und haben eine Länge von 755mm , entsprechend der Verbandsbauart der DR. Die Pufferbohle ist Flachstahl 30x6x270 mm. Die Gleitstützen sind aus Stahl 30x3x90. Ich werde wie gesagt alles Schrauben denn ich möchte es auch wieder leicht demontieren können wenn Aenderungen anstehen oder etwas zu reparieren ist. Die Gleitstützen sollen mit M3 Schrauben von innen an die Längsträger geschraubt werden, optisch sieht das aus wie Nieten. Ich habe die vielleicht dumme Angewohnheit alles zu genau her zu stellen, d.h. die Bohrungen für die M3 Schrauben sind nur 3mm gross, ich hoffe das rächt sich nicht irgendwann. Die Postionierung sollte kein Problem darstellen, denn es wird mittels CNC Bohrmaschine gefertigt. Ich mache gerne Abstriche bei anderen Dingen aber wenns um die Fertigungstechnik geht bin ich ein pedant, (Berufskrankheit,..) und wenn ich nur schon weiss, dass eine Stütze etwas aus der Postion geraten könnte,..Mein lieber Mann,.. X(


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    Habe das heute morgen gefertigte erst mal zusammengewünscht um es Euch zu zeigen, die einzelnen Teile werde ich nach und nach auch zeichnen und auch zugänglich machen, wer möcht kann auf onshape unter "5 Zoll Waggon" bereits einige vermasste Fortschritte begutachten.


    Bis bald mal! Viele Grüsse


    Euer Dani

  • Hallo Volker


    Oha, da gibts ein Problem,.. von zuhause aus, wo ich grade bin, kann ich alles sehen. Habe es von meinem Firmenrechner hochgeladen,.. keine Ahnung,.. was hab ich wohl falsch gemacht? Kann die Bilder jemand sehen?


    Gruss Dani

  • Werde das morgen in Ordnung bringen, ich glaube ich habe den Fehler gefunden,.. werde den Bericht editieren und die Bilder als Vorschau ( kleinere Dateigrösse) erst am Schluss einfügen.
    Sorry,.. hätte mich wohl erst schlau machen sollen.
    Na bis dann, schönen Sonntag noch und Gruss


    Euer Dani

  • Hallo Dani,


    dass Du von Zuhause Deine Bilder sehen kannst, auch wenn andere nicht, wurde hier schon beschrieben - Du siehst sie aus dem Speicher Deines Browsers oder von irgendeinem Proxy, ggf. aus dem temporären Arbeitsspeicher des Forums (konnte noch nicht geklärt werden).


    Bilder kannst Du in einer beliebigen Phase einfügen - einfach hochladen, Kursor an die gewünschte Stelle positionieren, Vorschau einfügen und dann weiterschreiben. Schöner ist es, wenn man vor und nach dem Bild eine Leerzeile macht - Kursor einfach rechts neben das Bild stellen und Enter drücken. Wenn man 2 Bilder neben einander setzt, kann man sie mittels 2-3 "harten Leerzeichen" (Ctrl-Shift-Space) trennen, dann kleben sie nicht aneinander..


    Probleme bereiten können etwaige Unterbrechungen der Arbeit (Abbruch der Internetverbindung, "Seite zurück" und dann wieder vor, vielleicht auch Übergang zu "Erweiterte Antwort" - auch noch nicht geklärt). Nach so etwas empfiehlt sich, die Dateien wieder aus Text und Anhängeverzeichnis zu löschen und neu hochzuladen und einzufügen. Ich wollte dazu Tests machen, kam aber noch nicht dazu, sorry.


    Gruß
    Kristian

  • Hallo Kristian


    Ja genau den Fehler mit "Seite zurück" habe ich wiederholt gemacht. Die Bilder müssen irgendwo im Forum unter meinem Nutzer zwischengespeichert sein, denn wie gesagt: zu Hause vom iPad aus kann ich sie ebenfalls sehen und ich habe sie nur auf meinem Firmendesktop abgelegt. Cloud habe ich auch nicht,.. vielleicht helfen die Angaben weiter um den Systemfehler zu beseitigen,...


    Gruss Dani

  • Hallo Dani,
    jetzt sind die Bilder ja sichtbar.
    Was mir auffällt, deine Kugellager sitzen zwischen den Achsgabelstegen, nur wie willst du die Achslager realisieren? Normalerweise sind die Kugellager in den Achslagergehäusen und diese sitzen in den Achsgabelstegen. Damit ist auch die seitliche Führung gewährleistet.
    Auf den Achsen werden meist Kugellager 22x8x7 verwendet. Dazu gibt es fertige Achslagergehäuse, erfordern allerdings 5mm Achsgabelstege. Eigenfertigung, bei deine Maschinenpark, ist aber kein Problem.
    Volker

  • Hallo Dani,
    mit Bildern ist das ganze direkt etwas anderes.
    Ich freue mich endlich wieder einen schönen Baubericht zu lesen.


    Was mir auffällt, deine Kugellager sitzen zwischen den Achsgabelstegen, nur wie willst du die Achslager realisieren

    Volker bei meinen Wagons sieht es ähnlich aus, kannst Du Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. ab Beitrag 16 sehen.
    Dani las uns weiter teilhaben. :thumbsup:


    Viele Grüße
    Frank

  • Grüss Euch Leute,


    Erst mal herzlichen Dank für Eure Annerkennung, das macht Freude und man ist so richtig motiviert!


    Die Kugellager werden dann in Achslagehäusen ruhen welche noch zu fertigen sind, natürlich wieder aus VA. Ich wollte eigentlich erst was mit Gleitsteinen machen so wie es Knupfer tut und das ganze mit einer Atrappe verbauen desshalb sind die Kugellager wohl etwas gross Dimensioniert. Habe nun einfach die Achslagerstege 2mm weiter auseinander gebaut damit noch eine Bronze- oder Messingführung Platz hat, diese wird dann an den Achslagerführungen angelötet. Die Anfräsung an den Stegen ist dafür vorgesehen, dann sind die Teile sauber positioniert. Der Abstand zwischen den Stegen (ohne Gleitlager) ist 34mm. Das Lager hat 28mm Durchmesser, also bleiben abzüglich Gleitstücke noch ca 2mm Wandstärke (..ach, und Spiel gibt es ja auch noch,..) Na mal sehen, wird schon irgendwie funzen. Und was nicht passt, .. aber den Spruch kennt Ihr ja,..


    Bis denne, Dani

  • Moin Dani,


    vielleicht hilft es:


    wenn Du auf der Seite der Bockerlbahner schaust, findest Du eine Bauanleitung für einen Güterwagen.
    Die dort beschriebene Achslagerung mit Kugellagern und Gummipuffern ist einfach und genial. Damit habe ich schon einige Wagen gebaut.


    Viele Grüße


    Holger

  • Hallo Freunde der Eisenbahn


    Habe heute wieder Tatendrang, der Betrieb hat geschlossen und ich somit Zeit zum schrauben.
    Na gut, im Hintergrund rattert dei CNC und sorgt dafür, dass auch noch ein paar Märker reinkommen, so werkelt es sich also recht angenehm,.. :D


    Heute werden die Gleitschuhe gefräst welche anschliessend mit Loctite 638 an die Gleitstützen geklebt werden.
    Da, wie vorgängig erwähnt, an der Stütze ein Sitz angefräst worden ist, sitzen die Messingschuhe auch bei starker Belastung und können eigentlich nicht abfallen. Hoffe ich wenigstens. Löten ist nicht so mein Ding, desshalb die Variante mit kleben.


    Das Rohmaterial wird so gesägt, dass ich aus einer Stange 4 Stück rauskriege, ich fräse zuerts den Umfang, anschliessend die Nute und dann wird das Teil mit einem HM-Sägeblatt auf Fertigmass abgetrennt. So Stimmen die Masse immer 100%ig . Für das nächste Teil setze ich einfach entsprechend nach. Es wird dann noch entgratet wozu ich eine abrasive Schotchbürste nehme die auf dem Schleifbock montiert ist.


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    Anbei möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass mein Projekt auf onshape ebenfalls gute Fortschritte macht. Jeder von Euch kann dort die Dateien einsehen, kopieren und natürlich auch für seine Zwecke verwenden oder abändern. Sucht dort einfach nach "5 Zoll Wagen". Die Registrierung ist absolut kostenlos und völlig unkompliziert.


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    Bis denne! Gruss, Euer Dani

  • Hallo Leute


    Konnte endlich wieder mal ein paar Spähne machen und habe mich den Puffern und einem Versuch für die Achslager gewidmet. Zuerst fertigte ich von beiden Teilen ein Ansichtsmodell aus Aluminium welches ich dann auch noch abgeändert habe. Die Puffer fertigte ich auf der CNC mit anschliessender Nachbearbeitung auf der konventionellen Drehe. Sie bestehen aus 3 Teilen und der Feder. Ich werde diese jedoch noch ersetzen müssen, denn wenn die Puffer ganz zusammen gestossen werden überdehnt sich diese und die Puffer Federn dann nicht mehr ganz zurück,..


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    Der Flansch und die Hülse sind aus einem Stück gefertigt.


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    Die Puffer sind mit Pressmass zusammen gebaut und können so nicht auseinanderfallen, die Feder wird ebenfalls satt auf gesteckt. Jeweils ein Pufferteller ist rund und der andere gerade aus geführt, sonst sind die Teile natürlich Baugleich.


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    Die Schraubenköpfe sind mit M4 und Schlüsselweite 7mm wohl etwas rustikal aus gefallen, jedoch passt es für mich, denn noch geht es mir um hohen Spielwert und nicht um Masstäbliche Perfektion.


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    Die Muster für die Achslager sind ebenfalls hergestellt und probeweise zusammengewünscht, jedoch passen mir die Dinger nicht ganz. Zu klobig das ganze,.. Fräsen ist nicht, weil ich sonst kaum noch Wandstärke habe,.. Ich werde warscheinlich die verwendeten Kugellager mit Aussendurchmesser 28mm durch kleinere ersetzen müssen (kosten massiv mehr,..) oder aber Gleitlager drehen aus Bronze oder Teflon,.. (jaja, man lernt immer wieder was dazu)


    Bis bald mal!


    Eisenbahnergruss,


    euer Dani

  • Grüss Dich Volker


    Ja, das ist klar. Ich möchte aber den Achslager-Zapfen aus Stabilitätsgründen bei 12 mm belassen.
    Oder was meinst Du, geht weniger auch? Die Wagen sollen einiges an Gewicht tragen können und eventuell auch als Bedienwagen herhalten.


    Gruss Dani

  • Hallöchen Dani


    Mein Sitzwagen hat pro Achsstummel 2 solcher 22x8x7mm. Wiegt ca einen halben Zentner und ca 2 Zentner sitzen noch drauf. Hat Schienstöße und etliche Entgleisungen schadlos ünerstanden.
    Durch die Doppelkugellager mit Distanzhülse kann das Achslage(Vierkant 30) nicht kippen.


    Grüße
    Bahn-Stephan

    Garten- Feld- und Draisinenfahrten, und nun noch 5 Zoll!

  • Hallo Dani,
    meine Wagen haben zwar nur je ein Kugellager genannter Größe je Achsstummel aber zusammen mit den käuflich erhältlichen Gusslagergehäusen laufen die Wagen perfekt.
    Mit je 2 Kuggellagern absolut personentragend.
    Allerdings solltest du einen Bedienwagen besser als Drehgestellwagen ausführen. Diese sind bertiebssicherer für diese Anwendung.
    Volker

  • Hallo Dani und Stephan


    @'Dani
    Ich finde 8mm für die Achszapfen auch recht wenig, ich hab das aber jetzt nicht nachgerechnet, dazu müßte ich auch die ganzen Konstruktionsmasse kennen.
    Von SKF gibt es auch Lager mit 10/22 mm Durchmesser, sind aber wahrscheinlich bei SKF viel teurer als die Importware.


    @'Stephan
    Die Konstruktion mit den doppelten Lagern finde ich bedenklich, bei dieser Anwendung widerspricht das Regeln des Maschinenbaues, falls Deine Wagen gefedert sind.
    Wenn eine Achse einseitig einfedert, führt das zu einer Schiefstellung in den Lagern. Es sei denn deine Achslagergehäuse sitzen sehr locker. Bei 2 Lagern hintereinander führt das zu erheblichen Zusatzlasten für Lager und Achszapfen.
    Wenn das bei Dir gut funktioniert - schön, freut mich. Nachahmenswert find ich die Konstruktion aber nicht.


    Gruß Mike

  • Hallo Mike,
    doppelte Kugellager sind kein Problem, da sich ja beide Achslagergehäuse bei einseitiger Einfederung schräg stellen. Ist ja auch so bei den 16 - 20mm breiten Gleitlagern in Lokomotiven, sonst wären die Lager in kürzester Zeit ausgeschlagen. Kritischer ist eher, dass diese kleinen Lager recht schmal sind und eher dazu neigen im Achslagergehäuse zu kanten.
    Volker