Aufarbeitung der Baulokomotive "Hilax" JUNG 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau

  • Mahlzeit Volker,


    Genauso ist es, der Ausschnitt existiert nur auf einer Seite. Daher muss der lange Bremshebel zwangsweise abgezogen werden. Mittlerweile habe ich Nasenkeilaustreiber entdeckt, schlanke Keile, die quer unter die Nase getrieben werden.


    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Mahlzeit!


    Mal wieder was kleines zwischendurch:


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    Aufarbeitung der ersten Waschbolzen wurde in Angriff genommen. Die Gewinde mussten teilweise nachgeschnitten werden. In Ermangelung eines Leitlineals an der Drehmaschine wurde mit einem Handstahl geschnitten.


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    Ob es funktioniert wird sich zeigen, wenn die Gewinde im Kessel nachgeschnitten wurden, wofür noch ein Gewindebohrer W35x1/10" Kegel 1:5 beschafft werden muss. Da der Kessel jahrelang offen stand, waren die Gewinde im Kessel auch etwas angerostet. Zusätzliche Dichtmittel sind hier übrigens untersagt, daher muss es rein metallisch dichten.


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    Für eine Neufertigung werde ich mir entweder ein Leitlineal bauen oder die Teile anfertigen lassen.
    Der lange Bolzen sitzt übrigens in der Rauchkammerrohrwand und hat einen verlängerten Schaft, damit der Vierkantsteckschlüssel nicht mit
    den Nietköpfen der Rohrwandrundnaht kollidiert.


    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • Moin Sven,


    die Arbeit mir ein Leitlineal zu bauen würde ich mir gleich schenken, ich würde mir eine hydraulische Kopiereinheit z. B. von Sauter besorgen, die macht auch Räderdrehen zur reinen Freude, einmal ein Meisterstück gemacht reicht für alle Durchmesser diese Radprofils.


    Hoffentlich bis Februar

    Gruss
    Hinrich


    Wie soll ich wissen was ich denke bevor ich höre was ich sage ?(

  • Mahlzeit Hinrich,


    das ist auch eine Variante, mal schauen ob ich was passendes für meine Maschine finde. Die Kopiereinheiten sind meist für größere Maschinen ausgelegt.


    Gruß Sven

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  • Moin Sven,


    die von Sauter habe ich an meiner Boley 5 LZ, die passen auch an Deine Bank.


    Hatte Dir per mail ein paar Links geschickt

    Gruss
    Hinrich


    Wie soll ich wissen was ich denke bevor ich höre was ich sage ?(

  • Mahlzeit Hinrich,


    danke für die Links, ich werde mich demnächst mal drum kümmern.
    Im Moment ist etwas Stress angesagt, am Mittwoch kommt jemand vom Bauamt vorbei wegen den im Frühjahr anstehenden Werkstattumbaus. Da muss ich mal ein wenig aufräumen :)
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    So soll das Gebäude nach dem Umbau aussehen. Leider ist die Gesamthöhe wegen der Grenzbebauung nicht großartig aufstockbar.


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    Die Rückwand wird um einen Meter versetzt und bekommt eine Tür. Dort soll später dann mal der Durchgang zum Lokschuppenanbau möglich sein. Der unförmige Klotz ist eine bestehende Stützmauer zum Nachbargrundstück.


    Gruß Sven

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  • Mahlzeit Andreas,


    das Gebäude ist im Augenblick 10,20m x 4m, die Deckenhöhe beträgt 2,10m/2,50 und wird nach dem Umbau 11,20 m x 4m sein, die Deckenhöhe minimal auf 2,30/2,70 erhöht. Das ist nicht viel, hilft aber im Detail schon. Wichtiger ist mir der Raumgewinn und der Neubau des Dachs mit vernünftigen Dachsparren, statt der jetzigen 2"-Rohre und der Eindeckung mit Sandwitchplatten anstelle der Well-Eternitplatten.


    Für eine aufgeständerte Kranbahn mit 200-300 kg Tragfähigkeit gibt es schon paar Ideen, das ist aber Zukunftsmusik.


    Gruß Sven

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  • Mahlzeit Kristian,


    wenn ich das Dach zu anderen Seite neige, bekomme ich zwar mehr Höhe, dann läge aber die Dachentwässerung auf dem Nachbargrundstück. Und genau das möchte der Nachbar nicht. Es existieren leider da gewisse Befindlichkeiten, da das Gebäude in den 80er Jahren ohne seine Zustimmung gebaut wurde. Also begnüge ich mich lieber mit dem was Möglich ist, bevor unnötig Unruhe entsteht.


    Gruß Sven

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  • Hallo Sven,


    wenn es Dir die 40 cm wert sind, könntest Du die Dachentwässerung nach innen verlegen, bei Flachdächern funktioniert es ja auch. Über die kaschierenden Seitenwände (so überhaupt notwendig) kann man das Dach auch nach außen vorstehen lassen und entsprechend nach innen kippen.


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    Gruß
    Kristian

  • Mahlzeit Kristian,


    danke für deine Mühe, die Variante ist interessant, erhöht jedoch die Kosten für die Dachkonstruktion.
    Ich bleibe bei meinem Entwurf, so kann ich Standard 5 m-Längen für die Sandwichplatten verwenden, das spart ungemein.
    Das Bauantragsverfahren ist nun eingeleitet, wir werden sehen, wie es voran geht, ich halte Euch auf dem Laufenden.


    Gruß Sven

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  • Mahlzeit!


    Nun gibt es einen kurzen Bericht zum Stand der Arbeiten an den Puffern.


    Die letzten Vorbereitungen für das Vernieten der Pufferteile laufen, nächste Woche bringe ich sie dann in eine Lokwerkstatt zum Vernieten.


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    Die Pufferplatte kam nochmal auf die Bohrmaschine, die Bohrungen waren noch für die Senkköpfe zu senken.


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    Die Einzelteile erhielten die erste Grundierung.



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    In erster Linie dient das der Vorbeugung von Spaltrost, da die Bereiche nach dem Vernieten nicht mehr zugänglich sind.


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    Nach dem Trocknen wurden die zu vernietenden Baugruppen wieder zusammengesetzt und mit einer Reihe Heftschrauben versehen. Die freien Bohrungen werden dann zuerst vernietet.


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    Die Teile sind mittlerweile in einer befreundeten Werkstatt angekommen und werden demnächst dort vernietet. Dazu gibt es dann einen neuen Beitrag.


    Gruß Sven

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  • Mahlzeit!


    Nachdem der erste Satz Pufferteile nun zum Vernieten gebracht wurde, ging es an die Bearbeitung des zweiten Satzes.


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    Diesmal habe ich den Pufferträger vor dem Anreißen für einen besseren Kontrast dünn grundiert.


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    Die beiden noch nicht aufgearbeiteten Pufferhülsen mussten zunächst zerlegt werden. Die M36-Mutter mit Schlüsselweite 55 waren vermutlich seit mehr als einem halben Jahrhundert nicht mehr abgeschraubt und verweigerten sich zunächst hartnäckig jeder Drehbewegung. Selbst die Splinte mussten vorher ausgebohrt werden. Da etwas Wärme nie schaden kann, wurde zunächst mit dem Lötbrenner die Mutter angewärmt. Ein Schweißbrenner ist zwar mittlerweile vorhanden, doch fehlenen noch Brenngas- und Sauerstoffflasche.


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    Die Muttern ließen sich trotz Anwärmen und Aufsteckrohr nur unter extremer Anstrengung lösen. Wer braucht da noch ein Fitness-Studio?
    Nebenbei bemerkt: mein 3/4" Nusskasten endet bei Schlüsselweite 50 und der lokale Werkzeughändler hatte auch keine 55er Nuss vorrätig, bestellen konnte ich die dann selber auch ;)


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    Nach etwa 15 min war die Mutter entfernt, schwergängig bis zum letzten Gewindegang.


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    Unter der Druckplatte fand ich die stark korrodierte Evolutfeder.


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    Unter Einsatz einer Hydraulikpresse ließ sich die Feder entfernen. Ein beachtlicher Teil von ihr hat sich in den letzten 40 Jahren in Rost umgewandelt. Die Pufferstange lässt sich jedoch
    aufarbeiten.


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    Die Feder ist dagegen nicht mehr zu gebrauchen, die einzelnen Windungen sind festgerostet und die Oberflächen stark vernarbt.


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    Auch bei der zweiten Pufferhülse war die Mutter festgerostet und ließ sich nur mit viel Mühe entfernen. Die Feder ist etwas besser im Zustand, hatte jedoch andere Abmessungen und ist zudem zu weich. So müssen beide Federn ersetzt werden.


    Die Beschaffung der Federn hat noch etwas Zeit. Vorrangig müssen nun die Hülsen aufgearbeitet und mit dem Pufferträger verbohrt werden, damit auch dieser zum Vernieten gehen kann. Die Bohrbilder der Hülsen sind alle etwas unterschiedlich, hier wird wieder die Vorrichtung zum Aufreiben zum Einsatz kommen, die ich beim ersten Teilesatz angefertigt habe.
    Die Pufferstangen sind zu richten, zu überdrehen und die Gewinde nachzudrehen. Die Stangenköpfe auszuspinden und auszubuchsen, gleiches gilt für die zugehörigen Bohrungen der Pufferhülsen.
    Soweit für heute.


    Gruß Sven

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  • Mahlzeit Reinhold,


    die Werkbank ist an sich schon recht schwer, gut mit Werkzeug gefüllt und mit der Wand verschraubt ;)
    Ich merke zumindest heute morgen, was ich gestern geschafft habe :D
    Bei M36 reicht es nicht mehr die Mutter böse anzugucken Bitte melden Sie sich an, um dieses Bild zu sehen.


    Gruß Sven

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  • Mahlzeit!


    Weiter geht es mit den Pufferteilen:


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    Dieser Winkel war ein abgeschertes Endstück einer Handelslänge und dadurch nicht rechtwinklig. Auf der Presse konnte das zum Glück gerichtet werden. Er verbindet die Zughakenführung mit dem Pufferträger.


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    Die Nietlöcher werden auf der Säulenbohrmaschine gebohrt.



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    Nun konnten die Einzelteile probeweise montiert werden. Deutlich zu erkennen, die leicht unterschiedliche Ausführung der Flansche der Pufferhülsen. Die linke ist entweder älter oder eine Ersatzfertigung.


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    Auf der Fräsmaschine erfolgt nun das Bohren der großen Aussparungen für Pufferstangen und Zughakenführung. Bis 39 mm geht das mittels Spiralbohrer, für
    das Endmaß von 70 mm muss ich dann mit einem Ausdrehkopf arbeiten.


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    Am Nachmittag konnte die einen Satz nachgeschliffene Kegelsenker abholen, danke an die Messer- und Werkzeugschleiferei Pophal in Dresden für die gute Arbeit.
    Die Senker habe ich vor längerer Zeit bei einer Werkstattauflösung zum Schrottpreis erworben und erst einmal eingelagert. Nun, wo sie gebraucht werden, bedurfte
    es jedoch etwas Zuwendung, denn nichts ist schlimmer, als stumpfe Schneidwerkzeuge.


    Gruß Sven

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  • Mahlzeit!


    Der Pufferträger konnte nun fertig bearbeitet werden:


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    Bohren weiterer Durchbrüche auf der Fräsmaschine.


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    Nach dem Entgraten ist der Pufferträger bereit zum Vernieten. Die Nietarbeiten sollen nun Ende des Monats stattfinden.


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    Probemontage der restlichen Einzelteile.


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    Bei einem Kurzbesuch in Weißwasser konnten die ersten beiden Reinigungsschrauben wieder an ihren Platz gebracht werden,
    hier die lange in der Rauchkammerrohrwand.


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    Die ausgebauten Reiningungsschrauben gehen nun zur Aufarbeitung in meine Werkstatt.


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    Die Manometerleitung zwischen Prüfdruckmesserhahn und Manometer ist aus zu dünnem Kupferrohr 10x1 gefertigt und besaßt nur gebördelte Dichtflächen, sie wurde daher zum Nachbau demontiert.


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    Die neue Manometerleitung wird dann aus Kupferrohr 10x2 gefertigt und bekommt angelötete Rotguss-Überwurfnippel.


    Gruß Sven

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  • Mahlzeit!


    Im Folgenden geht es um den Bau der Manometerleitung.


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    Das Biegen des Kupferrohrs war problemlos möglich. Gebogen wurde kalt mit einer Biegevorrichtung aus dem Klempnerbedarf.


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    Nach dem Drehen der Fittings sollten sie hart angelötet werden. Wegen der niedrigen Temperaturen in der Werkstatt waren die Gaskartuschen jedoch zu kalt und die Brennerleistung rechte nicht aus, um das Silberlot zu schmelzen.


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    Die Lötarbeiten wurden dann in der Werkstatt der Waldeisenbahn erfolgreich abgeschlossen werden.


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    Der Einbau der Leitung war dann ohne Schwierigkeiten möglich.


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    Damit ist wieder eine kleine Aufgabe erledigt worden, ein Häkchen in der Arbeitsliste gemacht und auf geht es zur nächsten Aufgabe!


    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D