Aufarbeitung der Baulokomotive "Hilax" JUNG 8293/1938 bei der Waldeisenbahn Muskau

  • Mahlzeit zusammen,


    vom Vorschaubildern halte ich überhaupt nichts, denn das verdirbt mir selbst den Spaß am Lesen der Berichte durch das Hin- und Hergeklicke.

    Ich werde die Bildgröße zukünftig auf 500 kb reduzieren. Wegen ständiger Probleme mit dem Explorer habe ich mittlerweile zu firefox gewechselt und seitdem keine Einschränkungen mehr.


    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D

  • vom Vorschaubildern halte ich überhaupt nichts, denn das verdirbt mir selbst den Spaß am Lesen der Berichte durch das Hin- und Hergeklicke.


    Ich werde die Bildgröße zukünftig auf 500 kb reduzieren.

    Ok, dann testen wir das mal. Bei mir sind sonst, auf einem doch großen Monitor , manche BIlder so groß, dass ich hier sogar scrollen muß, um von oben bis unten alles sehen zu können.
    Es gibt auch die Möglichkeit, Vorschaubilder generell größer darstellen zu lassen. Das wäre auch eine Option.

    Gruss von panki
    *****************************************+

  • Mahlzeit!


    Wie angekündigt nun wieder ein wenig mehr Neuigkeiten aus der Werkstatt.


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    Die mechanische Bearbeitung der Bremswelle hatte durch die enorme Unwucht der kurzen Hebel bereits beim Vordrehen für das Aufschweißen ein wenig Schwierigkeiten gemacht.

    Nun habe ich mit einem großen Prisma ein Gegengewicht an der Welle befestigt, um die Unwucht auszugleichen. In Ermangelung geeigneter Spannmittel musste dann ein Spanngurt für die Befestigung herhalten. Das mag etwas kühn und sowjetisch aussehen, hat letztlich aber funktioniert. Nach dem ersten Probelauf wurde 1x nachgespannt.


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    Mit den nun möglichen 350 U/min ließ sich eine deutlich bessere Oberfläche erzielen, bei gleichzeitig ruhigerem Lauf der Maschine.


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    Entspanntes Arbeiten.


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    Der fertig gedrehte, rechte Lagersitz.


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    Durch das Aufschweißen der stark abgenutzten Gabelköpfe der Hebel war jedoch eine Bearbeitung in einer Aufspannung nicht mehr möglich, da der Hebel mit dem Bettschlitten kollidierte.


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    Somit musste für die linke Seite umgespannt und neu eingerichtet werden. Gut zu erkennen der zugeschweißte Werkzeugauslauf der Keilnut, der vorher bis in die Lagerstelle reichte.

    Der Hebelsitz mit der Nut wurde nur ganz leicht überdreht, um eine Übergangspassung zu erhalten.


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    Im Anschluss wurde die Welle auf der Fräsmaschine eingerichtet, um die ausgebesserte Nut nachzuarbeiten.


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    Die Nut war mit 20,2 mm bereits vor der Nacharbeit zu breit für einen Normkeil und wurde daher auch nur im ausgeschweißten Bereich überfräst.


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    Die Nut endet nun am Übergang des Hebel- zum Lagersitz und wird damit dessen Verschleiß deutlich reduzieren.


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    Die beim Ausbau durch Fressen beschädigte Nabe war ebenfalls auszuschweißen und dann auszuspindeln.


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    Einrichten des Hebels auf der Fräse mit dem Zentrikator.


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    Bei der Gelegenheit wurde auch gleich die stark eingelaufene Bolzenbohrung am anderen Ende ausgebohrt. Sie wird später noch eine Grausgussbuchse erhalten.


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    Nach der Bearbeitung der Nabe ließ sich der Hebel mit etwas Handkraft auf die Welle schieben. Dies war in sofern wichtig, als dass der vorher vorhandende Übermaßsitz eine Pressvorrichtung für den eingebauten Zustand der Welle im Rahmen notwendig gemacht hatte. Nun ist die Montage auch ohne große Hilfmittel notwendig, die Kraftübertragung übernimmt nun der Keil, der vorher eher nur die Lage des Hebels gesichtert hat. Hinsichtlich der auftretenden Kräfte ist die neue Variante problemlos möglich, die (De-)Montagefreundlichkeit wird jedoch deutlich gesteigert.


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    Wegen des Übermaßes der Nuten musste ein neuer Keil aus einem Rohling Keilstahl C45K angefertig und eingepasst werden.


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    Anschließend wurde die Kontur angerissen und gefräst.


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    Das Einpassen der Keildicke war dann ein wenig Geduldspiel. Das Spiel zwischen Kopf und Nabe soll etwa der Keilstärke entsprechen, damit er auch wieder ausgetrieben werden kann.


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    Wegen der Neigung von 1:100 durfte nur in kleinen Schritten zugestellt werden.


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    Fertig!

    Nun kann es an das Ausbuchsen der Hebel und der Bremswellenlager gehen.

    Mehr dazu im nächsten Bericht.


    Gruß Sven

    Lehrling von Nikolaj Nikolajew Lokomofeilowytsch, der unter einer sibirischen Eiche eine Dampflok aus dem Ganzen feilte... :D