3D Druck für Anbauteile

  • Hallo liebe Modellbauer und 3D Druckende


    ein Bekannter hat sich einen 3D Drucker zugelegt und sucht nun etwas "sinnvolles" zum ausdrucken.
    Ich dachte da spontan an unsere noch fehlenden Lampengehäuse an unserer Öserreichischen "U" Zillertal.
    Wie sind denn Eure Erfahrungen und vor allem, wo bekommt man die 3D Zeichnungen dafür her.?
    Ich möchte in meinem Alter nicht noch das Konstruieren am PC anfangen...
    Erwartungsvoll.... 8o

    Gruss von panki
    *****************************************+

  • Hallo Klaus,


    Du bist zwar ein paar Jährchen älter als ich, scheinst aber in Sachen Rechentechnik nicht unbedarft zu sein, wenn Du das Forum hier bewältigst, brauchst also vor 3D-CAD keine Angst zu haben. Ich habe mich auch erst vor einiger Zeit ans 3D-Konstruieren gemacht und komme schon recht gut damit zurande. Wenn Du möchtest, kann ich Dir gerne Hilfestellung leisten, ggf. eine erste Grundkonstruktion machen, die Du dann weiter ausschmücken könntest.


    Gruß
    Kristian

  • Hallo Panki
    Wir haben hier in Graz eine Firma, da kannst du deine Handskizze hinschicken und die fertigen dir eine CAD Zeichnung Und dann drücken sie dir das. Interesse?
    SG
    Andreas

    • Hallo Panki, schau mal auf der Seite von Stephan Brunker, hier findest du die Dateien für eine Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. viel Spaß beim drucken,
    • Marc
  • Hallo Panki,


    wegen einer Druckdatei für eine Loklaterne frag doch mal bei Dominic Pini von ATAF nach. Er zeigte mir vor zwei Jahren eine wunderschöne Laterne für 7,1/4 Zoll aus Metall. Gehäuse: Stahl schwarz, Laternenaufsatz: poliertes Messing. Gedruckt von Shapeways, wenn ich mich recht erinnere. Wenn er Dir seine Zeichnung gibt, kannst Du sie ja auch aus Plastik drucken. Wird nicht so schön, dafür billiger.


    Gruß Wolfgang

  • Hallo Panki,
    ich konnte der Sache nicht widerstehen und habe mir einen 3D-Drucker (als Bausatz) zugelegt. Nach einigen Stunden Aufbau lief das Maschinchen dann auch, und das erste "Druckstück" konnte in Angriff genommen werden: Gegengewichtsblenden für meinen Tenwheeler:


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    Die Blenden wurden mit ABS gedruckt, das war anfangs etwas nervig, weil sich das Teil während des Druckes immer mal vom Boden ablöste und dann eine etwas unübliche Form annahm. Gezeichnet habe ich das Modell mit Fusion360, dank meines Sohnes habe ich da derzeit eine Lizenz...


    Das war aber nur der Einstieg. Als nächstes habe ich mir die Inneneinrichtung von meinen Personenwagen vorgenommen, damit auch die Barbies in der dritten Klasse nicht mehr stehen müssen.


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    Das sind die Einzelteile, für diesen Haufen habe ich ungefähr zwei Wochen und 1 Kilo ABS gebraucht. Nach dem Zusammenkleben und lackieren sieht das jetzt von innen so aus:


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    Ich muss zugeben, dass ich mir die Sache am Anfang etwas leichter vorgestellt habe, aber mittlerweile finde ich das Thema sehr spannend. Das waren sicher nicht die letzten Teile....


    ABS hat eine Glastemperatur von 90° - 110°C, d.h. über dieser Temperatur geht das Material in einen gummiartigen Zustand über. Für eine Lampe auf der Rauchkammer dürfte das eher nicht reichen, für Laternen am Wasserkasten eigentlich schon.


    Viele Grüße
    Andreas

    2 Mal editiert, zuletzt von Livesteamer ()

  • Hallo,


    das Bild ist leider nicht zu sehen - bitte unter "Bearbeiten" löschen (auch wenn Du es noch sehen solltest), erneut hochladen und "Vorschau einfügen".


    Was für einen Drucker hast Du Dir zugelegt?


    Dank und Gruß
    Kristian

  • Hallo Kristian,
    danke für den Hinweis, jetzt habe ich es auch begriffen...


    Der Drucker ist ein Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.. Den bekommt man zwar im Netz auch günstiger, aber Prusa ist der Entwickler, und außerdem gibt es ein Forum und FAQ`s, die beim Aufbau unverzichtbar sind (wie herum gehört jetzt das Teil wirklich ...). Deshalb habe ich mir das Original gegönnt.


    Viele Grüße
    Andreas

  • Hallo Andreas,


    da hast Du eine sehr gute Wahl getroffen!


    Und die Inneneinrichtung sieht super aus, gratuliere! Hast Du all die Leisten für die Bänke auch gedruckt oder sind die aus Holz? Wie lange hast Du daran gezeichnet?


    Gruß
    Kristian

  • Ich muss zugeben, dass ich nur die Einzelteile und nicht die komplette Bank gezeichnet habe, soweit bin ich in der 3D-Konstruktion noch nicht. Dafür konnte ich dann aber die Einzelteile parametrieren und an die unterschiedlichen Breiten der Sitzbänke einfach anpassen. Der Sitzbelag besteht aus einem "Vorhang" ähnlich wie ein Rollladen. Dazu habe ich Leisten 3 x 1 mm gezeichnet, die mit zwei 0,2mm-Stegen mit der nächsten Leiste verbunden sind. Dadurch konnte ich den Behang an die Rundung der Seitenwange anpassen und mit dieser verkleben. Gedruckt habe ich alles, wie das erste Bild zeigt, in schwarz und dann gespritzt.
    Das Zeichnen ging im Verhältnis zum Drucken schnell. An einem Sitzbehang hat der Drucker gut 2 Stunden gerödelt, aber man muss ja nicht dabeibleiben. Bis die 24 Sitzbehänge fertig waren, hat es dann aber doch gedauert....


    Grüße
    Andreas

  • An einem Sitzbehang hat der Drucker gut 2 Stunden gerödelt

    Hallo Andreas,


    wenn es keine kritischen Teile bezüglich Festigkeit oder Schönheit sind, kann man mit der Druckgeschwindigkeit ziemlich weit raufgehen - entweder im Slicer oder dann mittels "Tune" direkt am Drucker. Da lohnt sich etwas Experimentieren. Bei erhöhter Geschwindigkeit muss man natürlich auch mit der Temperatur etwas raufgehen.


    Die Idee mit den zusammenhängenden Sitzbehängen ist gut :thumbsup: . Aber warum verwendest Du Stink-ABS, PLA täte es doch auch, oder?


    Gruß
    Kristian

  • Danke erst mal für Eure wertvollen Tipps.
    Ich warte jetzt mal ab, bis mein Bekannter den Drucker aufgebaut hat und Lust verspürt, was "Anständiges" zu drucken.
    Der Drucker soll ein sher stabiler aus China sein, der in den Bewertungen, als Einstiegsmodell, nur gute Bewertungen bekommt.
    Die Lampen kämen bei der U ja an die WAsserkästen, qusi "wassergekühlt". Auf der Rauchkammer warten wir dann, bis es mal "Messing-3D Druck" geben sollte. Spaß beisiete, etwas Modellbau soll ja auch noch übrigbleiben..

    Gruss von panki
    *****************************************+

  • Hallo Panki


    PLA Teile einbetten und in Messing gießen funktionirt bis zu einer Größe von etwa 6cm sehr gut.
    Es ist dabei darauf zu achten, das die Wandstärken einigermaßen gleichmäßig sind, an zu dicken Stellen gibt es sonst Sauglunker.
    Das ist auch viel billiger als 3D Druck in Metall.


    Mit freundlichen Grüßen


    Thomas

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  • PLA Teile einbetten und in Messing gießen

    Hallo,


    von direktem Einbetten von PLA wird allgemein abgeraten, da es nicht ausschmilzt wie Wachs, sondern verkohlt und Rückstände hinterlässt, die das Gussteil ggf. ruinieren. Die holländische Firma Polymaker bietet hierfür spezielles Wachs-Filament an (oder etwas in dieser Richtung, soll jedenfalls keine Rückstände hinterlassen), ist aber ziemlich teuer. Dann gibt es noch einen Hersteller in den USA, da kommen noch mehr Transportkosten u.Ä. dazu.


    Gruß
    Kristian

  • Hallo


    Bisher habe ich verlorene Formen aus ABS, PLA, PS und PMMA hergestellt.
    Einen Unterschied in der Qualität oder Oberflächengüte ist mir dabei nicht aufgefallen.


    Wichtiger ist eigentlich, das die Vorlage keine stark unterschiedlichen Massekonzentrationen hat und das der Zufluß der Schmelze an der dicksten Stelle erfolgt.


    Ausserdem dehnen sich diese Kunststoffe beim Vorwärmen der Muffel stark aus, diesem Druck muss die Einbettmasse standhalten.
    Gipse sind deshalb dafür weniger geeignet. Besser sind Phosphat gebundene Einbettmassen.
    Die lassen auch höhere Vorwärmtemperaturen zu, so das das Gußobjekt hinterher die exakt gleiche Größe wie das Modell hat.


    Mit freundlichen Grüßen


    Thomas

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  • Hallo Freunde der Abgießerei,


    vor Jahren hat mir ein Zahntechniker aus dem Bekanntenkreis einen Fischerdübel in Zahngold und ein HO-Wiking-Auto in Edelstahl gezeigt.
    Er hatte die Originalteile direkt in die Formmasse gegeben und dann wie Zahnersatzteile abgegossen.
    Also scheint es doch zu funktionieren.
    Für meine/unsere Zwecke ließ sich das damals aber nicht weiter verfolgen: Gold ist zu teuer und der Edelstahl lasse sich nach seinen Angaben (außer schleifen) mit fast nichts mehr nachbearbeiten. Außerdem dürfte es sehr teuer werden.
    Aber Thomas dürfte ja zu diesem Thema über die besten Kontakte verfügen...?


    Viele Grüße vom Winfried

    Ich fahre auf Spur 7 (Regelspur) oder auf Spur 5 mit der Feld- und Waldbahn

  • Hallo


    Das was der Zahntechniker dir als "Edelstahl" gezeigt hat, ist eine Chrom-Kobalt-Molybdän Legierung, die in der Zahntechnik für Prothesen verwendet wird.
    Diese Legierung ist ohne weitere Behandlung nach dem Guß federhart und hat eine viel zu hohe Festigkeit um sie zerspanend zu bearbeiten.
    Bei der Bearbeitung ist man den gleichen Einschränkungen wie beim gehärteten Federstahl unterworfen, also nur Hartmetallwerkzeuge verwenden und auf Gewindeschneider verzichten.


    Für Teile aus unserem Bereich habe ich bisher MS58 Schrott mit viel Schmelzpulver (Borax) vergossen.


    Typische Teile, deren Guß sich lohnt sind Handräder oder Einheits-Lampensockel, wegen der vielen winkligen Flächen.


    Mit freundlichen Grüßen


    Thomas

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  • habe die haube und die lampen alle mit (Freecad ) gezeichnet und auch die haube ging recht enfach gibt auch recht gute videos dazu auf youtube. da wo die steuerung im führerhaus drin ist die kiste habe ich auch damit gezeichnet und dann selber gedruckt mit meinem sparcube V1.3 bald kommen auch noch die feder atrappen von ausen an die lok

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