Rückfallweichen

  • Hallo zusammen,


    wie kann man auf möglichst einfache Weise Rückfallweichen bauen, so das sie von einem Zug problemlos "aufgeschitten" werden können?


    Meine federnden Weichenzungen lassen sich jedenfalls nicht "aufschneiden" - sobald ein Zug rüberfährt, bewegen sie sich aufgrund des Gewichtes nicht mehr.


    Brauchen die Zungen spezielle Gleitflächen? Ginge es mit kurzen / zapfengelagerten Weichenzungen besser?


    MfG Rudi

    Der Weg ist das Ziel ;)

  • Hallo Rudi,


    das kannst Du relativ einfach lösen. Die Zungen werden beweglich mit der Zugstange verbunden, welche in einem Federelement endet. Diese Feder stellt die Weiche immer in eine Vorzugsposition, ermöglicht aber das Aufschneiden. Die Zungen gleiten auf Flachstahl (das Knupfer-Prinzip). Lager für die Zungen habe ich nicht, trotzdem funktioniert die Weiche seit über 10 Jahren problemlos. Lediglich das Federelement solltest Du aus rostfreiem Material herstellen und so aufbauen, dass keine Ameisen eindingen können. Eine Prinzipskizze:


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    Fahre BR24, E77, ET 188 521, V23, SBB-Krokodil Be 6/8 und Handkurbeldraisine, siehe Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.

  • Hallo Rudi!

    Wir haben bei unsererm Verein (Feldbahn 600mm) nur eine Rückkohlfer eingebaut. Funktioniert seit Jahren.


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  • Hallo,

    ich denke nicht, dass das Problem die federnde Zungenspitze ist, sondern die gleichmäßige Unterstützung der Zungen. Fehlt diese, kann die hohe Gewichtsbelastung der Zunge durch Lok und Bediener auf die Zugenspitze wirken. Hier ist der Hebelarm am größten und könnte dem Aufschneiden durch hohe Reibung dem Aufschneiden entgegenwirken. Auch könnte ein zu flaches Profil des Spurkranzes ein Aufklettern bewirken.


    Gruß

    Uwe

    Man hat niemals Zeit, es richtig zu machen, aber immer Zeit, es nocheinmal zu machen. [ . . . Murphys Gesetze].

  • Das Problem bei mir ist, dass die Zungen sich nicht zur Seite schieben(aufschneiden) lassen, sobald man drüber fährt. Darum habe ich vermutet, dass die Zungen eine spezielle Gleitfläche benötigen. Das Zurückfedern der Zungen funktioniert bei mir auch ohne Feder.

    Der Weg ist das Ziel ;)

  • Hallo Rudi,

    bei solchen Fragen halte ich mich gern an das Original.


    Im Bereich der federnden Zungen sind auf jeder Schwelle Gleitstühle vorgesehen.

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    Die nehmen die Last gleichmäßig auf.


    Gruß

    Uwe

    Man hat niemals Zeit, es richtig zu machen, aber immer Zeit, es nocheinmal zu machen. [ . . . Murphys Gesetze].

  • Hallo,


    mal eine kurze Verständnisfrage.


    Diese Rückfallweichen sind dann von Hand nicht mehr umstellbar? Das heisst, wenn man von "vorne" die Weiche spitz befährt, gibt es nur noch einen Fahrweg?

    Oder lassen sich solche Weichen trotzdem von Hand bzw elektrisch noch unstellen, gegen die Feder?


    Mike

  • Umstellen kann man sie trotzdem - so wie bei der Modelleisenbahn. Die Zungen werden nicht fest arretiert, sondern durch Federkraft in der jeweiligen Stellung gehalten.

    Der Weg ist das Ziel ;)

  • Also eine möglichst großflächige Auflage? Mit regelmäßiger Schmierung?

    Ja, zu klein würde sich im laufe der Zeit in das Profil einarbeiten. Wichtig erachte ich die Höhe, sodaß das Profil überall aufliegt.


    Gruß

    Uwe

    Man hat niemals Zeit, es richtig zu machen, aber immer Zeit, es nocheinmal zu machen. [ . . . Murphys Gesetze].

  • Salve Rudi

    Falls die Weiche von der Spitze her gelegentlich auf beide Seiten befahren wird müsste die Weiche mit geringem Aufwand zu stellen sein, was m.E eine Feder zu aufwändig macht.

    Was hältst Du von einem Stellbock mit Gewicht?

    Da könntest Du mit dem Gewicht spielen um ein einwandfreies Auffahren der Weiche zu ermöglichen.Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.

    Bild aus den Weiten des www.


    Gruss vom Steff

  • Das ist nicht mein Problem. Die Zungen federn ohne Feder, weil ich als "Stellhebel" alte Weidezaunstangen verwende - die haben eine gute Federeigenschaft.


    Das Problem ist, das die Zungen nicht zur Seite rutschen, sobald sie durch das Gewicht des Zuges belastet werden.

    Der Weg ist das Ziel ;)

  • Das Problem ist, das die Zungen nicht zur Seite rutschen, sobald sie durch das Gewicht des Zuges belastet werden.

    Hallo Rudi,


    wie dicht hast Du Gleitstühle unter den Zungen, wie groß sind sie, wie gut geschmiert, ggf. womit? Ich könnte mir vorstellen, dass wenn wird der Druck (Last durch Querschnitt) zu groß wird, die Schmierung nicht mehr funktioniert.


    Gruß

    Kristian

  • Hallo Rudi,

    wenn die Schwellen aus dem gleichen Material wie bei deinen Schienen gefertigt sind (Kunststoff) liegt es eher an der Materialpaarung.

    Bei uns im Verein schneiden selbst Loks mit >300kg problemlos Weichen auf. Die Stahlzungen gleiten dabei auf Stahlschwellen, Abstand ca. 10cm.

    Geschmiert wird nicht, da Sand/Erde mit dem Schmierfilm eher störend wirken.

    Volker

  • Hallo Volker,

    die Zungen liegen nicht auf den Kunststoffschwellen, sondern auf den Befestigungsblechen, welche ich unten an die Schiene schweiße. In dem Bereich, wo sich die Zungen hin- und her bewegen, sind diese Bleche entsprechend länger.

    Der Weg ist das Ziel ;)

  • Hallo Rudi,


    schau auch mal, dass der Schienenfuß der Zunge nicht zu schmal ist und die Zunge am Drehpunkt und an der Spitze so gut geführt ist, dass sie auch bei Belastung senkrecht bleibt. Besonders am gebogenen Strang neigt die Zunge sonst zum Verkanten gegenüber der Gleitfläche, wenn mal ein gröberer Brummer (egal ob Lok oder der begleitende Elefant auf dem Beiwagen) aufschneidenderweise drüber muss......


    Grüsse von Toni