BR 41 nun fertig

Bitte tragt Eure Fahrbetriebs-/ und Veranstaltungs-Termine 2020 im Kalender ein.
  • Hallo und Guten Abend,


    da doch EInige nochmal freundlich gefragt haben und man eben nicht "Alle" über einen Kamm scheren soll,

    nun doch nochmal einige Bilder und Daten zur BR 41.


    Hier nun einige Daten und Bilder meiner "endlich" fertigen BR 41 , gebaut nach den Plänen von T.Niggemann.

    (mit kleinen Anpassungen) Steuerung habe ich neu berechnet (Da gehe ich meinen eigenen Weg) Soll aber nicht heissen, das die Steuerung

    in den Plänen nicht funktioniert !


    Bauzeit ca. 3,5 Jahre,ca. 3200h Stunden,

    Stahkessel (4mm) komplett aus 1.0425 mit 3 Überhitzerrohren und 15 Rauchrohren. Rostfläche 2,1dm² ziehbares Gußrost.

    ca. 10 Liter Inhalt, 2 Popventile öffnen bei 8bar, Edelstahlüberhitzer


    Treibräder 152mm Durchmesser, max Seitenverschiebbarkeit der Achsen im Rahmen 6,8mm,somit kann ein Radius von ca. 10,5m gut durchfahren werden.

    Spurkranz an der Treibache um 1mm geschwächt. Die Vorlaufachse kann 5mm verschieben, für die Nachlaufachse mußte ich den Rahmen schwächen und innen

    wieder verstärken, da die Achse 11mm benötigt. Um den Radius von 10mm zu erreichen mußten auch die Zylinder 5,5mm nach aussen versetzt wurden,

    dies betrifft dann natürlich auch die Steuerung, die Achslage usw. Die Pläne sind für einen Radius von 14m ausgelegt. (lt. T-Niggemann)



    Heusingersteuerung, Steuerkolben (Mantelkolbenringe) machen ca. 11mm Weg, Voll - Gußzylinder, Kolbendurchmesser 42mm - 88mm Hub, 2 Ölpumpe im Führerhaus mit Ratsche


    Wasserversorgung: Fahrpumpe, Injektor, Link-Dampfspeisepumpe

    voll funktionsfähige Doppelverbundpumpe erzeugt ca. 8 bar Druckluft. (nach Plänen von T.Niggemann)


    Bremsanlage: voll funktionsfähige Scherenbremsen über zwei Kolben, im Moment noch mit Dampf, Bremsventil mit Entlüfung zum Lösen.


    Beleuchtung mit warmweissen LED , Fahrwerksbeleuchtung mit gelben LED


    Gesamtlänge ca. 2500mm, Breite ca. 295mm, Höhe ca. 415mm

    Leergewichte: Tender ca. 50Kg, Lok ca. 150Kg


    Tender ca. 750 Einzelteile , Lok ca. 800 Einzelteile (inkl. der Laserteile ca. 1.000 Stck insgesamt)

    Noch etwas zu den Laserteilen, hier lasse ich auch z.B. den Rahmen und andere Teile bis 10mm lasern, ggfs. mit Aufmaß)

    nur ein Beispiel: jedes Sandventil besteht aus 6 Laserteilen, die dann verlötet wurden.


    Die BR 41 hat bisher erst 2 Fahrtage in 2018, aber ohne größere Probleme gehabt.


    Auf diesem Weg nochmal ein Dank an T. Niggemann für die sehr guten Zeichnungen und vielfache Hilfe bei Rückfragen.



    Michael

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    2 Mal editiert, zuletzt von seemann ()

  • noch ein paar BilderBitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.

  • und noch einige Bilder


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  • Hallo Michael,


    eine sehr schöne Maschine hast du da auf die Schienen gestellt und das in so kurzer Zeit!👍😀

    Respektable Leistung!


    Gruß


    Rainer

    Einmal editiert, zuletzt von Rainer ()

  • panki

    Hat das Label Baubericht hinzugefügt
  • Hallo,


    sehr schön ist die geworden. Ich mag besonders Modelle von den grossen Lokomotiven wie dieser, oder halt 01, 44, 50.


    Ich denke und hoffe für Dich, dass Du mit der Maschine lange viel Spass beim Fahren haben wirst !


    Gruß

    Mike

  • Hallo Michael

    Respektable Leistung km so kurzer Zeit Hut ab! Sie ist wunderschön geworden.

    Vielleicht hast du ja mal Lust mehr zu der Dampfpumpe zu posten.


    LG Tom

    Guten Abend,


    hier noch einige Infos zur der Dampfpumpe und deren zukünftigen Einsatz.


    Die Zeichnungen zur der Dampfpumpe sind sehr gut und absolut fehlerfrei. Es sind wirklich alle Bauteile auch als Einzelteilzeichnungen vorhanden. Die Zeichnung kann man gut lesen und es sind ausreichend Schnitte gezeichnet worden.


    Das Pumpengehäuse ist von der Fertigung sehr anspruchsvoll und man sollte sich die Zeichnung sehr genau anschauen. Wichtig ist bei allen Teilen die absolute Parallelität und Winkligkeit, da sonst beim Zusammenbau die Kolben sofort verkanten und klemmen. Ich habe das Pumpengehäuse aus Grauguss gefertigt und gehont um einen bessere Oberfläche zu bekommen und die Schmierung sicher hinzubekommen.

    Hintergrund war, das in der Konstruktion O-Ringe als Kolbendichtungen vorgesehen sind. Leider habe ich damit schon bei anderen Pumpen keine guten Erfahrungen gemacht, da Diese mit der Zeit „platt“ werden und bei längeren Stillstands Zeiten nur schwer wieder anlaufen.


    Daher sind alle vier Kolben (2x Dampfseitig, 2 Luftseite) mit Kolbenringen ausgeführt. Hierfür mussten natürlich die Kolben umkonstruiert werden, was aber sehr einfach ist.

    Die Steuerkolben aus VA sind ohne Dichtungen vorgesehen, auch hier habe ich Kolbenringe aus PTFE gedreht und eingebaut. Einfach zwei Einstiche (1mm Breite) in die Edelstahlkolben und schon sind die Kolben abgedichtet.


    Die Steuerung erfolgt Wechselseitig über kleine Steuerstangen, die in den Dampfkoben sitzen und über einen Hebel den Steuerkolben bewegen. Auch hier muss sehr genau gefertigt werden, sonst klemmen die Steuerstangen (aus VA).


    Die Abdichtung der Kolbenstangen (aus VA) erfolgt über O-Ringe. Alle anderen Teile sind aus RG7 oder MS.

    Die „Luftseite“ wird über 8 kleine VA Kugeln als Ventile gesteuert, hier müssen die „Sitze“ sauber ausgeführt werden.


    Am Ende hat dann der Bau dann doch einige Woche gedauert. Besonders das Pumpengehäuse hat einige Abende in Bearbeitung benötigt, leider waren es am Ende zwei Gehäuse. Eins leider für die Tonne.

    Problematisch war die Abdichtung der Flächen zwischen den Teilen, da die Wandungen sehr klein sind und die Dichtmasse leicht in die Kugelventilsitze drückte und somit die Kugeln fest waren. Am Ende habe ich dann an den Dichtflächen Dichtungspapier genommen.


    Die Pumpe läuft ab ca. 2 bar mit Luft einwandfrei, ab 6 bar „überholen“ sich die Steuerkolben und der Hub reduziert sich Richtung null. (Ich habe dann zusätzlich noch kleine Federn über die Steuerstangen gesetzt, damit Diese auch sicher nach unten gedrückt werden. Nun läuft die Pumpe mit vier bar am sichersten. Auf der Druckseite habe ich ca. 8 bar gemessen.

    Auf der Ansaugseite muss noch ein kleiner Luftfilter eingesetzt werden. (MS Teil von Festo)


    Für die Zukunft müssen noch die drei Drucklufttanks in der Lok verbunden werden und mit einem Rückschlagventil versehen werden und dann über das Bremsventil auf die Bremskolben aufgelegt werden. Wenn die Menge reicht kann dann auch noch der Tender versorgt werden, da die Bremsanlage bereits fertig ist. Mit einem Kompressor und entsprechender Drossel habe ich das schon ausgetestet.


    Auch eine weitere Leitung zur Versorgung der Wagen ist bereits unter dem Tender verbaut. Mengenmäßig vermute ich, dann wohl später ein größerer Luft Tank verbaut werden muss. (Ich Plane den Zusatzbehälter (ca. 2l) im Tender zu verbauen, da das jetzige Volumen mit ca. 25 Liter schon recht komfortabel ist) Der muss natürlich gegen Auftrieb gesichert sein.


    Michael

  • Hallo Michael,


    auch von mir ein Kompliment zu Deiner sehr schönen Lok. Wird sie nun auf Deiner Terrasse ihren "Lebensabend" verbringen oder wird man sie auch mal auf einer Anlage live und in Farbe bewundern können und wo würde das sein?


    Gruß Wolfgang

  • Hallo Michael,

    bezüglich deiner Dampfpumpe habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht . Allerdings pumpen meine Wasser.


    Eine Frage hätte ich , im Rahmen ist in der nähe der Steuerung eine große lange Feder sichtbar.

    Für was wird die Feder genutzt?


    Gruß Werner

  • Hallo Werner,


    die große Feder hält den Umsteuerhebel etwas auf "Zug", so das die übliche Lose im

    Trapezgewinde am Umsteuerbock und den Buchsen ausgeglichen wird. Somit ist die Steuerung, einmal

    in Ihrer Stellung, trotz Bewegung, sehr Postionsgenau.


    Michael