Wagenbau in 10 1/4 Zoll

Bitte tragt Eure Fahrbetriebs-/ und Veranstaltungs-Termine 2020 im Kalender ein.
  • Moin Foristi, heute beginnend möchte ich von unseren ersten Gehversuchen im Bau von Güterwagen berichten. Da unsere bestellten Loren leider noch immer nicht fertig sind, auf der Anlage aber große Mengen von Erde, Kies und Schotter zu bewegen sein werden, habe ich mich entschlossen selbst den Wagenbau zu versuchen. Gar nicht so einfach, da ich eigentlich aus dem Kaufmännischen komme und Metallbau das letzte Mal in der Schule im Werkunterricht geübt habe. Aber der Mensch wächst ja mit seinen Aufgaben. Insofern einfach frei drauf los geschraubt, ich bitte sehr um eure fachmännische Kritik, wenn ihr was erkennt was blöd ist, ich will gerne lernen :-) Los ging es mit Achsen, die uns freundlicherweise Martin überlassen hat.

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    Ich habe diese einfach auf L-Profile geschraubt, und dabei die Stehlager so positioniert dass die Schmiernippel oben sind. Bei der richtigen Feldbahn sieht man oft auch die Stehlager genau 180 Grad versetzt angebaut, aber da sind die Schmiernippel dann seitlicher - die hier verbauten hätten bei 180 Grad Drehung den Nippel nach unten, das stelle ich mir zum Schmieren blöd vor und vielleicht auch bei Hitze suboptimal? Deswegen so herum.

  • Unsre Wagen werden bei 1,50 geplanter Länge und 75 cm Breite einige Last zu transportieren haben, deswegen wollte ich auf eine Federung nicht verzichten. Die Verschraubungen der Stehlager wurden deshalb auf 13 cm verlängert und mit 8 starken Federn ausgerüstet, die jeweils bei etwa 300 kg max einfedern, also zusammen bei gleichmäßiger Belastung max 2,4 to was wir sicher nur selten erreichen werden.

    der darauf ruhende Wagenkasten hat 6 cm Platz im U, was die maximale Einfederung darstellt.

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    Gesichert wurden die Federn nach etwa 50 kg Vorspannung mit 2 Muttern.

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    Bedingt durch die Anordnung der Stehlager wurden aus den Hängeeisen der Bremsen Steheisen.

  • Die zwei parallelen Steheisen der Bremsen wurden je mit einem L zusammengefasst und können so gemeinsam bewegt werden. Der durchgehende U-Träger in der Mitte soll Puffer und Zugvorrichtung erhalten und so dafür sorgen, dass der Zug sich im ganzen bewegt.

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    Die Wagenseiten wurden aus 2 mm Blech geschnitten und mit U-Profilen vernietet. Die Ecken wurden zusätzlich verschweißt.


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    Der Wagenboden besteht aus 30x30 L-Profil und 30 mm starken Eichenbrettern, diese sind bei der alten Treppe aus der Villa über geblieben. Mit 120 Jahren ist dies somit das älteste Wagenmaterial an Bord :-)


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    So wie hier angedeutet sollen letztlich alle vier Wände mit Bordwandscharnieren zu klappen sein, um den Wagen in alle Richtungen entleeren zu können.

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  • Hier ist die Bremsanlage etwas weiter gebaut zu sehen. Gebremst werden soll nur eine Achse in der Hoffnung, dass dies als Feststellbremse ausreichend ist, auf der anderen Achse könnten wir so später evtl. noch eine Betriebsbremse vorsehen. (1) ist der Umlenkhebel, (2) führt beide Seiten zusammen, vorsichtig zum Wagenende geführt legen auch beide Bremsen an, Trotzdem gefällt es mir noch nicht, die Federn wirken "spillerisch". Ich hab aber keine Ahnung, wie stark sie sein müssen..... lösen tun sie erstmal leidlich, wenn man (2) wieder zurück bewegt.Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.



    Nun überlege ich, wie ich die Zugkraft am besten nach außen bekomme (seitlich oder vorn) um den Wagen feststellen zu können.


    Beste Grüße vom Leipziger

  • Servus!

    Ich habe da bei meiner Lore am letzten Winkeleisen eine Schraube eingesetzt welche zu einen
    stehenden Dopelwinkel am Wagenende führt. Von diesen Winkel durch zwei Flachmetallstreifen zu einen Gelenk durch welches

    eine Gewindestange führt, die unten eine Metallauflage(Stütze) hat. Dort stützt sich die "Bremsspindel" beim festdrehen ab

    und zieht eine Seite des Winkel nach oben, Die andere Seite des gelenkigen Winkels zieht das Bremsgestänge an.

    Bei meinen Beitrag sieht man auf Seite 8 + 9 etwas davon.
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    Viele Grüße
    Willy

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  • Hallo Leipziger

    Sieht schon recht gut aus,er wird bestimmt ein gutes Gewicht haben und dann noch die Ladung.

    Demnach ist die Bremsleistung sehr wichtig. Deshalb sehe ich es als sehr vorteilhaft an wenn man

    Sie von der Lok aus, durch nachhinten greifen bedienen kann. Wenn bei Talfahrt die Bremswirkung der

    Lok nicht ausreicht.

    Mit freundlichen Grüßen Michael

  • Guten Morgen, ja, Leergewicht etwa 200 Kilo. Also unbedingt doch gleich Betriebsbremse vorsehen und nicht nur Feststellbremse zum Abstellen? Unsere Strecke soll max Steigungen von 2 % aufweisen.

  • Guten Morgen, ja, Leergewicht etwa 200 Kilo. ... ? Unsere Strecke soll max Steigungen von 2 % aufweisen.

    ihr baut awa gscheid massiv *wow* !

    Wozu genau, die unkonventionelle Federung;

    Loren sind doch auch grundsätzlich UNgefedert und das funzt ... .

    Und dann gäb's da auch noch so Silentblöcke als Stoßdämpfer ... .


    Mit neugierigem, wissbegierigem Gruß


    Gerald

    :love: ... Gerald "GeGa" Buschan - der DAMPF-Bahn-Freak & ZENSUR-Allergiker ... !
    Orthographie: Ned imma frei erfundn & Ähnlichkeitn mit div. Regeln daher unvameidbar!
    Ceterum censeo: Das LEBEN ist schöööön - grundsätzlich !!!

  • ja, Loren können aber durch ihre dreieckige Form auch etwas schwingen, unser Wagenkasten wird gerade und fest und vermutlich trotzdem nicht immer präzise mittig befüllt, ich fürchtete halt, sonst geht es recht hart zu beim Rollen und fördert vielleicht den Verschleiß oder erschwert Kurvenfahrten... aber ich hab da auch null Erfahrung wie wichtig Federung wirklich ist... wir bauen den ersten jetzt mal so zu Ende und gucken mal wie er rollt, was meinen denn die anderen, Federung einfach weglassen wenn da mal 1-1,5 t Last außermittig drauf sind?

  • Servus!


    Im Dolberg Hauptkatalog von 1940, Nachdruck sind ca. 40 Muldenkipper und viele Kastenkipper davon einige Selbstentlader.
    Auch Trichterwagen, Schrägbodenwagen und Sattelbodenwagen.

    Alle mit Beschreibung, aber da sehe ich nirgends einen Wagen mit Federung.
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    Viele Grüße
    Willy

    2 Mal editiert, zuletzt von Willy ()

  • Ja das ist genau dieser Sattelbodenwagen der eine Federung hat. Einer von 50!
    Das ist aber auch kein Muldenkipper, so wie Du ihn in Deinen Beitrag vorher beschreiben hast.

    Außerdem haben die Muldenkipper alle eine Verriegelung, damit sie nicht ungewollt kippen können.

    Habe jetzt sogar einen gefederten Muldenkipper gefunden.

    Ist eine Sonderanfertigung: Achslager mit Schraubenfedern und gefederte Zug-und Stoßeinrichtung

    Viele Grüße
    Willy

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  • Hallo zusammen

    Eine Federung schont die Gleisanlage und die Fahrzeuge dazu kommt auch eine Verbesserung des Fahrkomfort.

    Ist im Feldbahnbereich wegen der geringen Geschwindigkeiten nicht immer notwendig aber von Vorteil. Hat aber

    bei einer asimetrischen Lastverteilung kein nennenswerter Vorteil.


    Gruß Michael

  • Ach so!

    Ich wollte noch anmerken das eine Federung (wegen der Mehrkosten) nur dann eingebaut wurde

    wenn in der Regel stoßempfindliche Produkte transportiert werden mussten, aber auch da gab es

    Ausnahmen.


    Nochmal Tschüss