Bau eines Stromabnehmers

  • Hallo in die Runde. Wie in meinem Profil ersichtlich ist bin dabei das Schweizer Krokodil um Maßstab 1:11 zu bauen, und dies gleich 2x, eine für Marco und eine für mich. Das erste ist jetzt fast fertig, nur noch einige Kleinteile und das Dach sind anzufertigen. Zwei Stromabnehmer habe ich auch schon gefertigt. Ich habe mich immer davor gedrückt mit diesen anzufangen, weil ich der Meinung war, dass sowas schwer zu fertigen wäre. Dies ist allerdings nicht so, deshalb Ich habe mich entschlossen hierzu einen kleinen Bericht einzustellen.


    Ich habe das Ganze in Inventor geplant und virtuell zusammengebaut und dies war dann das Resultat, so sollte es dann aussehen. Alles ist vorwiegend aus Messing.


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    Als erstes wurde das Unterteil gefertigt. Dies besteht aus 4 Befestigungsfüßen 2 Isolatorwellen, 6 Isolatoren und 2 Quertraversen.
    Die Isolatoren sind aus Alu und die Wellen aus VA. Die Isolatoren habe ich auf der Welle durch ein M5 Gewinde befestigt, dies dient später für die richtige Einstellung.
    Die Füße sind an der Unterseite schräg gefräst und damit an das gebogene Dach angepasst.


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    Die Quertraversen sind aus 20x6mm Messing gefräst und die Befestigungen für die Steuerwellen wurden angelötet.


    Hier die Steuerwelle (virtuelle Zeichnung, waren schon verbaut) man sieht sie aber auch im eingebauten Zustand weiter unten.

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    Die Gabelköpfe sind durch eine Verbindungswelle mit Rechts- / Linksgewinde miteinander verbunden, hierdurch kann man die Synchronisation später einstellen.


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    Anschließens wurden die 4 Unterarme gefertigt. Diese bestehen je aus 4 Teilen, Unter-Oberteil (Befestigung und Scharnier) wurden aus Messing gefräst und die 2 Stangen (3mm) wurden mit Hartlot eingelötet, um das genaue Maß gleichmäßig zu erhalten fertigte ich mir hierzu eine Schablone.


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    Danach widmete ich mich den Oberarmen. Die Anschlussköpfe hierzu sind an beiden Seiten gleich und bestehen aus 6mm vierkant Messing welches zum Schluss aus 6x5mm gefräst wurde und je einer Stange (3mm).

    Um den Oberarm zusammenzubauen fehlte jetzt nur noch die Halterung für die Feder welche den Gleitbügel später senkrecht hält.


    Die Anschlussköpfe und Halterungen habe ich mit grünem Metallkleber (um den Namen nicht zu nennen) wieder mit Hilfe einer Schablone eingeklebt.


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    Der Gleitbügel besteht aus 4 Teilen. Der Bügel selbst ist 3mm Schweißdraht, an den gebogenen Enden sind dann aus 2mm Blech ein Anschlussstück mit 3 Bohrungen angeschweißt worden und oben drauf wurde dann der Gleiter aus Messingblech hart angelötet.


    Um das Ganze zusammenzubauen fehlten dann noch 3 Verbindungswellen, 2 zwischen Ober-und Unterarme und eine für die beiden Oberarme und den Gleiter. Damit die jeweiligen Arme sich nicht zur Mitte verschieben können habe ich auf die Verbindungswellen (Zwischen den Armen) ein Röhrchen Ø4/Ø3mm übergezogen.


    Und das Ganze sieht dann so aus.


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    Gruß, Marc

  • Jetzt sind die 2 Stromabnehmer fertig, jedoch gefällt es mir nicht dass sie immer durch die Federn nach oben gedrückt werden, am Original werden die von einem Luftzylinder nach unten bewegt am Modell wollte ich das allerdings nicht so machen. Wer hat eine Idee wie ich das bewerkstelligen kann.

  • Kleiner runder Elektromotor treibt eine M3 Gewindestange an.

    Diese bewegt eine Stellhülse an der der Pantographantrieb befestigt ist.

    Je nach dem wie Du das baust sieht das einem Luftzylinder ähnlich.

    Und Du kannst die Teile elektrisch bewegen.

    Alternative, das ganze unterflur montieren.


    Gruß

    Frank

    Praxis ist was theoretisch nicht funktioniert.

  • Hallo Frank,

    Der Motor müsste dann aber sehr klein sein, die neuen Federn haben 8mm Durchmesser der Motor müsste dann in der Größenordnung sein. Ob ich im Innenraum Platz finde weiß ich noch nicht, bin jetzt dabei das Dach zu konstruieren.

    Gruß, Marc

  • Hallo Ihr,


    auf jeden Fall würde ich eine kleine Rutschkupplung oder ähnliches einbauen.

    Ein elastisches Element im "Gestänge" wäre auch sinnvoll, um die Schwingungen, die während der Fahrt auftreten, vom Motor fernzuhalten.

    Der Pantho ist war sehr filigran gebaut, die KRäfte sind aber vorhanden.


    Viele Grüße


    Holger

    Fueled by coffee, powered by steam.

  • Hallo in die Runde,


    es besteht auch die Möglichkeit, die Federhebel so zu modifizieren, dass die Federn über den Totpunkt gehen - oberhalb ziehen sie den Stromabnehmer nach oben, unterhalb drücken sie ihn runter. Allerdings müsste man hier regelrecht eine "Kurbelwelle" machen und jemand könnte dann beanstanden, dass es nicht dem Vorbild entspricht. Enfacher ist, einen Dummy-Antrieb herzustellen und da für ausreichend Reibung zu sorgen. Die Stromabnehmer der E44.5 von Wolfgang "Kroko94" haben vorbildgerecht separate Enlastungsfedern, die das Gewicht des Stromabnehmers kompensieren, und eine Hebefeder zum Antrieb, die dann nur die zum Anheben notwendige zusätzliche Kraft beisteuern muss.


    Gruß
    Kristian

  • Hallo zusammen,


    8mm ist natürlich klein.

    Ich habe jetzt mal 5 Minuten gesucht und schon etwas Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. gefunden.

    Ich mag zwar Amazon nicht, aber so etwas gibt es bestimmt auch im Fachhandel.

    Wenn die Jungs das in Spur IIm hinbekommen, sollte das in unserem Massstab kein Problem sein.


    Viele Grüße

    Frank

    Praxis ist was theoretisch nicht funktioniert.

  • panki

    Hat das Label Baubericht hinzugefügt
  • Hallo Frank, bin schon am tüfteln wie ich den einbauen kann, müsste eigentlich machbar sein. Ich habe heute eine Art Zylinder gebaut d.h. ein Messing D8mm mit einem Loch D5mm wo dann ein Silberstahl ein und aus geschiebt wird, die beiden Enden habe ich dann auf 2 zusätzlichen Laschen fixiert, am Mantelteil ist ein kleines Loch am Umfang in das ich eine Stahl Kugel von 2, 3mm gelegt habe, diese wird mit einer Flachfeder zur Kolbenstangen gedrückt und in dieser ist dann an der entsprechenden Stelle eine Kerbe, so bleibt der Stromabnehmer dann unten. Auf den Bildern ist noch die eine dicke Feder, diese wird ersetzt durch 2 von 8mm Durchmesser.

    Allerdings ein Antrieb mit mit Motor währe natürlich viel besser, deine Idee ist noch nicht vom Tisch, besten Dank.


    Marc Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.

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  • Hallo Marc,


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen., soll nur ein Beispiel sein.

    Gestern habe ich auch ein Video gefunden mit einem H0 Stromabnehmer.

    Der hat einen Mikroservo unter dem Dach eingebaut.

    Für das Video hat er die Technik in ein Plexiglas Vierkantrohr eingebaut.

    Leider finde ich es heute nicht mehr.


    Gruß

    Frank

    Praxis ist was theoretisch nicht funktioniert.

  • Hallo Frank,

    Sieht super aus, die Idee nit einem Fischernylon und einem kleinen Motor unterm Dach ist mir anfangs auch durch den Kopf gegangen, wollte das ganze dann aber originaler gestalten, deshalb kam auch ein einfacher Klemmbügel oder ein kleiner Haken nicht in Frage. Das mit dem Zylinder so wie es ist gefällt mir schon gut, allerdings das ganze noch mit Motor, das kriege ich auch schon noch hin. Den kann ich in einem späteren Zeitpunkt dann einfach austauschen.

  • Hay Timsch

    Ich überlege gerade ob Du den Zylinder mit Öl, Frostschutzmittel betreiben kannst

    um ein gediegenen Lauf zu erreichen. Frage, wie groß ist der von dir gebaute Zylinder.

    Ich denke ein doppelwirkende Version ist sehr aufwendig aber mit dem einfachwirkende

    Zylinder und Rückstellfeder geht es auch.

    Als Antrieb (Geber) würde ich auch ein Zylinder nehmen und ihn mit einem wie schon

    beschriebenen Servo antreiben.

    Wenn die beiden Zylinder gut abdichten und nicht zu schnell sich bewegen könnten

    sie auch im Zug-Druck funktionieren. Dadurch kann die Feder etwas filigraner ausfallen,

    was denke ich optisch besser wirkt.


    Mit freundlichen Grüßen Michael

  • Hallo Michael,

    Der Zylinder (Angriffspunkte) hat ausgefahren 82mm und eingefahren 68mm, mein Zylindermantel 58mm und 8mm Durchmesser, ich werde in den nächsten Tagen den vorgeschlagenen Motor von Frank in ein 9mm Messing Mantel virtuell in Inventor zeichnen, dann weiß ich ob dies mit den erforderlichen Maßen machbar ist. Dieser währe dann in einem Zylindermantel von 9mm eingebaut. (1mm größer)

    Ich weiß nicht ob ich mit Hydraulik in diesem Bereich die erforderliche Genauigkeit mit meinen Maschinen erreiche, das wäre auch für mich eine Premiere. Die Idee in sich ist natürlich nicht zu verwerfen.


    Gruß Marc

  • Hallo Frank,

    ich habe mal den Motor mit Inventor in ein passendes Gehäuse eingezeichnet. Virtuell ist ja (fast) alles möglich, auf jeden Fall wird es sehr eng bei ausgefahrenem Zylinder behalte ich knappe 3,5mm und dass das die benötigte Stabilität bringt habe ich meine Bedenken. Das Gehäuse müsste dann auch wegen den Kontakten aus PLA gefertigt werden was aber nicht das Problem darstellen würde.

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    Gruß, Marc