Federn für Wagen

  • Hallo Zusammen,


    die kühlere Jahreszeit steht an, das bedeutet bei mir wieder mehr Planungsarbeit als Werkstätte.

    Ich bin dabei Wagen zu zeichnen, weiß aber nicht welche Federn ich bei den Puffern und den Kupplungen verwenden sollte.

    In meinem Fall geht es um Normalspurwagen mit Hülsenpuffern in 1:8 - einige hier haben ja bereits Wagen dieser Spur mit Hülsenpuffern gebaut, eventuell könnten sie hier mitteilen welche Federn sie verwendet haben.

    Auch die Feder für die Zughaken würde mich interessieren. Bitte wenn ihr eure Erfahrungen teilt, ergänzt Infos wie: sind es reine Modellwagen oder zum Personentransport, ist der Zughaken nur mit einer Mutter gesichert, durchgehende Zugstange, etc.


    Ich kann mir vorstellen, dass auch andere schon gerne ähnliche Erfahrungen gelesen hätten, auch für 5" Spur. Eventuell könnte dazu auch jemand etwas sagen; rein der Vollständigkeit wegen...


    Viele Grüße

    Manuel

  • Manuel

    Hat das Label Frage hinzugefügt
  • Hi Manuel,


    ich hatte bei der Heidi das gleiche Problem. Die Kraft festzulegen ist schwierig, da sie von der Anhängelast und damit von den Wagen abhängt.

    Schlussendlich habe ich es so gemacht, dass ich eine Feder aus dem Bauhaus eingebaut habe. In die feste Pufferhülse habe ich eine Schraube geschweißt auf der eine selbsthemmende Mutter sitzt. Die Feder ist zwischen Mutter und Puffer geklemmt. Über die Mutter kann ich im demontieren Zustand die Vorspannkraft der Feder einstellen. Ich habe dann die Feder mit Zug getestet und sie so eingestellt, wie ich es für angemessen hielt.


    lG

    Jonas

    ! ! Der Weg ist das Ziel, also lasst uns weiter Dampf kochen ! !

  • Hallo


    Bei der Berechnung der Federstärke für die Pufferfeder meiner Lok bin ich so vorgegangen:


    Gewicht der Lok = 500 kg

    Reibkoeffizent auf der Schiene = 0,2

    Ergibt Federkraft in ganz eingedrücktem Zustand = 100 kg = 1 KN : Federweg 20mm = 50 N/mm Federrate


    Bei einem Federweg von 20 mm benötigte ich eine Feder mit einer Federrate von 50 N/mm und einem Federweg von min 25 mm um etwas Vorspannung einstellen zu können. Das gilt für einen Puffer bei Mittelpufferkupplung. Bei Regelspurfahrzeugen wird die Kraft auf beide Puffer aufgeteilt.


    Das wird dann zusammen mit dem zur Verfügung stehenden Einbauraum in das Schema bei Gutekunst eingetragen und unter den Federvorschlägen die am besten passende Feder ausgesucht und bestellt.

    Dabei lohnt es sich auf die Mengenstaffel zu achten, manchmal sind 18 Federn billiger als 16....


    Mit freundlichen Grüßen


    Thomas

    Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. Seit dem letzten Forum Update erreichen PN mich nicht mehr, alle Nachrichten entweder öffentlich als Beitrag oder über thomas.adler@dbc-d.de

  • Hallo Kristian


    Deshalb nehme ich ja eine Feder, die etwas mehr Federweg hat als benötigt.


    Tatsächlich ist die Auslegung der Federhärte nach obiger Methode eher etwas zu hart.


    Mit freundlichen Grüßen


    Thomas

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  • Hallo Manuel,


    von einem Modellbauerkollegen bekam ich vor Zeiten den Hinweis: „ mach die Feder nicht zu hart. Das kann sonst bis zum verbiegen des Kupplungshakens führen.“


    Irgendwo gelesen habe ich, man könne auch ein Stück Gartenschlauch als Pufferfeder einbauen. Ausprobiert habe ich das allerdings noch nicht.


    Das mit dem Berechnen ist so eine Sache. Von welchen Werten soll man ausgehen? Ich gehe daher hier eher nach dem Gefühl: Versuch macht kluch.


    Meine Federn (auch für 1:8, Modellwagen) habe ich bisher überwiegend selbst gewickelt. Nur dadurch konnte ich Federkraft und Länge individuell dem jeweiligen Bedarf (bzw. Gefühl) anpassen.


    Bei den Pufferfedern hatte ich zunächst mit einem rostfreien Federstahldraht mit Ø 1,5 mm angefangen: viel zu weich. Ø 2 mm war mir auch noch zu weich, beim stärkeren Abbremsen der Lok (E-Motorbremse) haben die Puffer bis zum Anschlag durchgeschlagen. Ø 3 mm war dann deutlich zu hart.


    Nach 2,5 mm bin ich jetzt bei Ø 2,3 mm angelangt, das scheint mir das rechte Maß zu sein. Einige Pufferfedern sind noch auszutauschen, dafür will ich die Federn progressiv wickeln: mit zunehmender Einfederung werden die Federn härter.


    Für eine andere Anwendung habe ich mir kürzlich Federn aus China kommen lassen, she. z.B.

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    Die könnten auch als Pufferfedern in Frage kommen, das wäre zu probieren. Der Vorteil ist, die können in der benötigten Länge selbst abgelängt werden.


    Zughakenfedern: Bei meinen Wagen sind wie beim Vorbild durchgehende Zugstangen eingebaut. Dadurch reicht eine relativ schwache Feder aus. Diese muss ja nicht das gesamte, dahinter hängende Zuggewicht, sondern nur das jeweilige Wagengewicht abfedern.


    Bei meinen bisherigen Wagen habe ich noch Spiralfedern eingesetzt. Nachdem ich mittlerweile auch vorbildgerechte Kegelstumpffedern wickeln kann, erhalten künftige Wagen solche.


    Zughakenfeder der Lok: diese muss wesentlich härter sein, daran hängt ja der gesamte Zug.

    Hier habe ich Abfallstücke aus meinen Versuchen zur Pufferfeder eingesetzt.


    Viele Grüße

    Winfried

    Ich fahre auf Spur 7 (Regelspur) oder auf Spur 5 mit der Feld- und Waldbahn