Beiträge von Echtdampf-Anfänger

    Hallo in die Runde,


    ich gestatte mir mal, ein Bisschen Physik beizusteuern


    Das gute alte Luftfahrt-Sprichwort „Auch ein Bügelbrett fliegt, wenn es einen ausreichend starken Antrieb hat“ gilt auch für die Kohle auf dem Rost einer Dampflok, und das ist die Idee hinter dem Rosebud-Rost: Die Kohle wird durch erhöhte Strömungsgeschwindigkeit der Luft durch den Rost hoch- und durchgewirbelt, um eine gleichmäßigere Verbrennung zu erreichen und etwaiger Verstopfung des Rosts vorzubeugen.


    Aus Dampfverbrauch pro Zeiteinheit ergibt sich notwendige Wärmemenge, und um die zu gewährleisten, muss pro Zeiteinheit eine gewisse Menge an Luft durch die Feuerbüchse gefördert werden. Dabei muss die Luft die Strömungswiderstände von Rost, Kohleschicht und Kesselrohren überwinden (von Zuluftklappe, Schornstein und diversen Wirbelverlusten mal abgesehen), das wird durch den Unterdruck in der Rauchkammer gewährleistet, und dieser wiederum durch den aus dem Blasrohr ausströmenden Abdampf, ggf. verstärkt durch den Hilfsbläser. Je kleiner der Querschnitt, durch den die Luft an einer bestimmten Stelle strömt, desto größer die jeweilige Strömungsgeschwindigkeit, auch jedoch der dort auftretende Strömungswiderstand und entstehende Druckverlust.


    In Summe macht das den Unterschied zwischen Rosebud- und Stabrost deutlich: Die Löcher bilden einen kleineren Summenquerschnitt (daher die gewünschte Steigerung der Luftgeschwindigkeit), stellen der durchströmenden Luft jedoch einen wesentlich höheren Strömungswiderstand entgegen. Dafür ist ein größerer Unterdruck in der Rauchkammer, d.h. kleinerer Blasrohrquerschnitt notwendig (und ggf. weitere Anpassungen). In Folge steigt der Gegendruck auf der Abdampfseite der Kolben, die Lok zieht weniger oder man braucht mehr Dampf (Steuerung mehr geöffnet) - beides liefert letztendlich die erhöhte Energie, die zum Befördern der Luft gegen die größeren Strömungswiderstände notwendig ist.


    Ob die Sache nun funktioniert oder nicht, hängt wesentlich auch von der Größe der Kohlestücke ab: je größer, desto höhere Luftgeschwindigkeit ist notwendig, um das Teil hochzukriegen. Das bedeutet aber auch, dass bei stark unterschiedlicher Luftgeschwindigkeit infolge stark schwankenden Abdampfvolumens die Kohle oft bzw. über längere Zeit auf dem Rost liegen bleibt (ggf. mit nachteiligen Folgeeffekten), bzw. durch mittels Hilfsbläser zusätzlich erzeugten Zug „am Tanzen“ gehalten werden muss. Und bei zu starkem Zug ist verstärkter Funkenflug zu befürchten.


    Aus dem Vorgenannten ziehe ich folgende Empfehlungen (soweit ich es mir als Echtdampf-Anfänger gestatten kann): ausreichend feine und gleichmäßige Körnung der Kohle, Anpassung und Abstimmung der Saugzuganlage, Gewährleistung einigermaßen gleichmäßigen Zugs auch bei unterschiedlichen Betriebssituationen (Verstärkung durch Hilfsbläser, Drosselung mittels Zuluftklappe), und nicht zuletzt: experimentieren und testen, testen, testen…


    Und Fazit im Lichte der laufenden Fußball-EM: unentschieden - praktisch alle Vorredner haben in gewisser Hinsicht / für gewisse Betriebssituationen recht.


    Schöne Grüße


    Kristian

    Hallo Leutchen,


    wenn ihr mit irgendwelchen Äußerungen nicht einverstanden seid, dann bitte sachlich und ohne große Emotionen mit Gegenargumenten paroli bieten - Beschimpfungen vergiften nur die Atmosphäre und vergraulen weniger hart gesottene Mitglieder!


    Gruß

    Kristian

    Hallo Jorge,


    gugst Du Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. ... ;) Irgendwo gab´s noch ein Video vom ersten Test unter "Prüfstandbedingungen", kann es aber nicht finden. Wenn ich mich nicht irre, wurde der Stoker von Ölheinrich gebaut (der ist hier aber nicht präsent).


    Gruß

    Kristian

    Hallo Christian,


    schön, dass Du hier wieder mal etwas zeigst - sieht sehr gut aus, gratuliere!


    Eine Frage: Die Farbe der Gussteile macht den Eindruck von Alubronze - oder macht das die Beleuchtung? Wie groß und schwer sind die Dinger?


    Dank und Gruß

    Kristian

    Hallo in die Runde,


    Grünwuchs ist nicht mein Problem, aber da hier das Thema Wettervorhersage angesprochen wurde:


    Kennt ihr Meteoblue? Man kann seinen Ort eingeben und erhält eine Zusammenfassung von bis zu 18 Wettermodellen, so dass man auch eine Vorstellung von der Zuverlässigkeit der Vorhersage bekommt, z.B. hier für Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen., den letzten Wohnort meiner Oma...


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    ... wo ich zum ersten Mal eine elektrische Modelleisenbahn sah - ein paar Häuser weiter karrte ein Märklinzug Feuerzeuge u.Ä. durchs Schaufenster eines Tabakladens :)<3 Nächstes Frühjahr wird es 60 Jahre her sein...


    Schöne Grüße

    Kristian

    Hallo in die Runde,


    zufällig hat mir gerade jetzt FB aufschlussreiche Fotos vom Austausch der Kolbenringe an der Lok 555.3008, einer ölgefeuerten 1-E zugespielt: Je 2 Ringe in einer Nut, Schlitze versetzt und auch im Zylinder weit geöffnet - schließlich dichtet das Öl zwischen den beiden Ringen in der selben Nut.


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    Gruß

    Kristian

    Hallo allerseits,


    heute ist mir dieses Foto über den Weg gelaufen...leider verbunden mit einer traurigen Nachricht:


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    ...leider verbunden mit einer traurigen Nachricht:


    Diese Akkulok wurde 1916 von der tschechischen Fabrik Ringhoffer unter der Nummer 2 gebaut. Lange Jahre diente sie im Ziegelwerk in Dobruška. Im Jahr 1994 konte sie vom Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. angemietet werden, dort wurde sie wieder betriebsfähig erneuert. Im Zusammenhang mit Schulden des damaligen Besitzers gegenüber der halbstaatlichen Aktiengesellschaft Čepro (Anbieter von Benzin, Diesel und weiteren Erdölprodukten) ging die Lok an diese über, und unlängst wurde dort beschlossen, die als Kulturgut geschützte Lok dem Nationalen Technikmuseum NTM zu schenken, "damit sie in Besitz eines Subjekts ist, das auch in weiteren Generationen für ihre Pflege und Erhaltung in gutem Zustand sorgt" (Wortlaut Čepro).


    Somit verschwindet ein weiteres Schmuckstück der tschechischen Bahngeschichte im schwarzen Loch namens Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. in Chomutov, um dort ohne jegliche Pflege seinem Ende entgegenzurosten. Auf diese Weise wurden vom NTM schon etliche Loks von diversen Museen und Eisenbahnklubs eingezogen, die sie mit eigenen Kräften und auf eigene Kosten gepflegt und großteils auch erneuert hatten, darunter auch die Conrad Vorlauf aus Jaroměř (hier ein alter Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. mit ein paar Fotos). In den gut 3 Jahren seit diesem "Raub" hat das Technikmuseum es nicht einmal geschafft, eine Ausschreibung für eine Firma in die Wege zu leiten, die für die mindestens notwendige Pflege all der einzigartigen Kulturgüter in seiner "Obhut" sorgen würde.


    In trauriger Stimmung...


    Kristian

    Hallo,


    ich habe mir das Video und auch die Webseite der Firma angesehen, aber irgendwie bekomme ich dabei eine krause Stirn... Oder bin ich allein mit dem Eindruck, dass da 3D-Maker, nicht Gartenbahner zu Werke sind? :/


    Gruß

    Kristian


    PS weitere Informationsquelle: Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.

    Hallo Marcel,


    entschuldige, als ich nach Deinem Karteneintrag schauen wollte, habe ich versehentlich auf den Ruhrpottler geklickt und dachte, Du wärst aus der Nähe von Essen :rolleyes:. Jetzt hat mich Kroko94 auf meinen Fehler aufmerksam gemacht und empfiehlt, Du solltest Dich an den Klub Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. wenden - aber den wirst Du ja wohl kennen.


    Gruß

    Kristian

    Hallo Marcel,


    da Du ja anscheinend keinen Verein hinter dem Rücken hast, frag doch mal irgendwo in Reichweite, ob Dir da jemand zur Seite stehen könnte. Leverkusen ist ja relativ unweit und auch hier im Forum vertreten. Du scheinst ja nicht viel zu wissen von Dampfloks, also wie schon Nik schrieb: Profis fragen!


    Gruß

    Kristian

    Hallo Henry,


    zu allererst möchte ich Dir viel Glück für dieses Projekt wünschen, zumal Deine Schilderung den Eindruck erweckt, dass Du ein Bisschen "drauf los" baust und bestimmte wichtige Details vielleicht noch gar nicht zu Ende gedacht sind. Das wohl Kritischste bei einem doch ziemlich großen "Brummer" ist zweifelsohne der Mindestradius, bzw. was alles man gegenüber dem Original ändern muss, um die Lok durch die - maßstäblich umgerechnet - viel kleineren Gartenbahnbögen zu kriegen, als wofür das Original konstruiert wurde. Gehst Du vom Original aus oder von einem bereits bestehenden Modell? Es wäre nett, wenn Du uns Einblick in Deine Überlegungen bzw. Planung hierzu gewähren könntest.


    Dank und Gruß

    Kristian

    In einem tschechischen Kultfilm gibt es einen Spruch, der in diesem Zusammenhang jetzt oft zitiert wird:


    Das muss aber Arbeit gekostet haben, und dabei so ein Quatsch!


    Nee, natürlich kein Quatsch, geniale Marketing-Idee! :thumbup:Überhaupt ist das Miniaturwunderland ein wirkliches Wunder, einfach unglaublich, was da umgesetzt wurde und immer noch wird!


    Mein Wunschziel in Hamburg war jedoch seit meiner Kindheit eine andere Anlage - die Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.. Während meiner Märklinzeit bekam ich ein großes Buch mit Fotos und Beschreibungen von rund 50 Modellbahnanlagen geschenkt, darunter auch dieser. Sie mit eigenen Augen sehen zu können war damals unvorstellbar - obwohl ich mit Mutti dank glücklicher Umstände jede Sommerferien von der damaligen Tschechoslowakei zur Oma nach Leverkusen fahren konnte, war Hamburg damals unerreichbar weit, und nach der Wende sich einfach in den Zug nach Hamburg zu setzen kam mir nie in den Sinn, bis mich Wolfgang Kroko94 im Sommer 2019 nach Hannover einlud. So ist mir nach rund 50 Jahren ein Kindheitswunsch in Erfüllung gegangen - nochmals danke, Wolfgang!


    Gruß

    Kristian


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    Befürchtung, dass die Druckteile draussen nicht dauerhaft genug sind um dicht zu bleiben.

    Hallo in die Runde,


    bei 3D-Druckteilen aus dem "Würstchenleger" kann man sich wirklich nicht hundertprozentig darauf verlassen, dass sie wasserdicht sind, also lieber sorgfältig lackieren. Etwaigen Verformungen und/oder Degradation durch UV-Strahlung muss man durch die Wahl geeigneter Materialien vorbeugen, da scheint ja PA eine gute Wahl zu sein.


    Gruß

    Kristian

    Hallo Gerd,


    natürlich muss das Ergebnis so sein wie dargestellt - die Linse vergrößert die kleine LED so wie jede Lupe, und schon ein Bisschen von der Seite guckst Du eben an der LED vorbei. Als Lösung könnte ich mir eine weitere matte Scheibe vor der Linse vorstellen, die die parallelen Strahlen, die aus der Linse kommen, wieder zerstreut. Optisch sieht aber natürlich anders aus als die klaren Originalgläser.


    Wahrscheinlich würde es genügen, vor die 8 kleinen LEDs 2 oder 3 Streuschichten mit etwas Abstand zu platzieren, wenn auch die Lichtausbeute dadurch geringer wird. Und falls nur eine Streuschicht, dann lieber etwas weiter von den LEDs. Oder aber mehr kleinere LEDs nehmen, die man aus etwas Entfernung nicht mehr als kleine Punkte wahrnimmt.


    Und noch etwas: Auch in bei nur einer LED kannst Du den Ausstrahlungswinkel vergrößern, indem Du sie leicht vor oder hinter den Brennpunkt der Linse verschiebst, aber das wirst Du ja wohl schon ertestet haben.


    Gruß

    Kristian


    PS: Gerd, wir haben zeitgleich geschrieben ;)