Beiträge von Echtdampf-Anfänger

    Hallo Kourosh,


    aus dem Lokgewicht resultiert die maximale Zugkraft (x 0,2, vlt. etwas mehr), aus Raddurchmesser und gewünschter Geschwindigkeit Drehzahl und Drehmoment der Achsen. Zu den meisten Motoren findest Du Drehzahlen und Drehmoment für Leerlauf und Nennlast, ggf. auch Lastdiagramme, daraus kannst Du einfach die notwendige Untersetzung berechnen und prüfen, ob das Drehmoment des gefundenen Motors ausreicht (lieber etwas Reserve einplanen). Vor allem überleg Dir aber, ob Du mit 20 kg Gewicht überhaupt auskommst, bei 2% Steigung kriegst Du vlt. 100 kg Zug hoch, da wirst Du abnehmen müssen... ;)


    Gruß

    Kristian

    Hallo in die Runde,


    es besteht auch die Möglichkeit, die Federhebel so zu modifizieren, dass die Federn über den Totpunkt gehen - oberhalb ziehen sie den Stromabnehmer nach oben, unterhalb drücken sie ihn runter. Allerdings müsste man hier regelrecht eine "Kurbelwelle" machen und jemand könnte dann beanstanden, dass es nicht dem Vorbild entspricht. Enfacher ist, einen Dummy-Antrieb herzustellen und da für ausreichend Reibung zu sorgen. Die Stromabnehmer der E44.5 von Wolfgang "Kroko94" haben vorbildgerecht separate Enlastungsfedern, die das Gewicht des Stromabnehmers kompensieren, und eine Hebefeder zum Antrieb, die dann nur die zum Anheben notwendige zusätzliche Kraft beisteuern muss.


    Gruß
    Kristian

    Hallo,


    ich gestatte mir, Manuels Frage zu ergänzen/präzisieren: Bei welcher Kraft sollten diese Federn komplett zusammengedrückt sein (ggf. in Bezug zur zu erwarteten Zugkraft oder Zuggewicht)?


    Dank und Gruß

    Kristian

    Das Rad, das da ohne Achsbohrung auf deinem Tisch liegt ist kaum zu retten.

    Hallo in die Runde,


    das Rad zum Ausdrehen mittels 0,1-Blechen auf 0,05 im Drehfutter zu zentrieren dürfte doch kein Problem sein, oder? Und entweder stört der Rest nicht, oder man "leckt" außen noch etwas ab (notfalls durch Schleifen). Müssen alle Räder wirklich auf 5/100 gleiche Durchmesser haben, bzw. stört es, wenn am Ende alle überdreht werden und dann um 1 Zehntel kleiner sind, oder vielleicht um zwei, um solide Zerspanbedingungen zu haben? Nur mal so als Anfängerfragen an die Erfahrenen...


    Gruß

    Kristian

    Hallo Simon,


    gratuliere zu Deinem Mut - ich zeichne schon seit 1,5 Jahren, habe aber noch nicht den Mut gefunden, mich hier mit einem "Baubericht" zu outen X/


    Fusion kann ich nur empfehlen! Falls Du mit 10 aktiven Dateien auskommst (ab Mitte Januar Beschränkung für Hobbyisten), gibt es kein günstigeres Tool. Natürlich ist eine ganze Lok eine ziemliche Herausforderung, mit logischem Denkenvermögen, Kreativität zum Experimentieren und etwas Einweisung kann man jedoch recht schnell zu guten Ergebnissen kommen. Das Schöne am 3D-Konstruieren: Man sieht jede Kollision und kann den Entwurf jederzeit operativ anpassen (vorausgesetzt, man arbeitet gut mit Projektionen und Abhängigkeiten).


    Als ersten Tipp empfehle ich Dir die Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. - wohl die besten, die es gibt. Er ist zwar ein Bisschen geschwätzig und wiederholt ab und zu etwas, in jedem Video zeigt er jedoch irgendeinen neuen Trick. Im Unterschied zu "offiziellen" Autodesk-Videos (er arbeitet auch für AD) kann man ihn gut verstehen (notfalls mit 0,75 Geschwindigkeit abspielen), und vor allem verzapft er keinen Stuss, wie so manch anderer Möchtegern-Profi auf Youtube! Ich habe unzählige Stunden bei seinen Videos und Livestreams zugebracht, lohnt sich wirklich.


    Und noch ein Tipp: Solltest Du letztendlich doch mit Fusion arbeiten wollen, schaffe Dir einen Bildschirm mit höherer Auflösung an - mit Pop-ups über fast die ganze Bildschirmhhöhe kann man nicht arbeiten. Bedenke, dass Du im Browser links Dutzende Skizzen, Körper usw. und unten in der Timeline mitunter Hunderte Features haben wirst - bei einer Timeline über fast 9 Bildschirmbreiten verliert man langsam den Überblick... ;)


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.


    Gruß

    Kristian

    Hallo Markus,


    erstmal meine (lieber etwas vorsichtige) Gratulation zum schönen Fang - ich wünsche Dir viel Freude daran!


    ad Kesselprüfung: Durchsuch das Forum mal nach "Prüfdruck", da findest Du etliche Beiträge, z.B. Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.. Weißt Du, für welchen Druck der Kessel gebaut ist?


    ad Treibachse: Da musst Du wohl die Treib- und Exzenterstangen ausbauen, um die Beweglichkeit der Kolben und Schieber prüfen zu können.


    ad Hilfe: Lies Dich mal durch die POIs durch und versuch bei Clubs in Deiner Reichweite nachzufragen, ob sie nicht von einem Lokbauer wüssten oder vielleicht eine erfahrene Person in ihren Reihen haben, dem/der Du die Lok zeigen könntest - so manche sind nicht hier im Forum präsent oder schauen zu selten rein. Wie weit wärst Du bereit mit der Lok zu fahren? Vielleicht bietet sich ja hier jemand an.


    Schöne Grüße

    Kristian

    Hallo in die Runde,


    mir kommen die Winkel über den Achslagern etwas fragwürdig vor - sie werden durch die Belastung (und vor allem bei Stößen) nach oben gebogen und mit ihnen das äußere Längsblech verdreht. Aus diesem Grunde würde ich den benachbarten "Querträger" über den Winkel versetzen, oder dort einen zusätzlichen Verbinder zwischen die beiden Längsbleche vorsehen, jeweils mit Abstützung auf die freie Kante des Winkels.


    Gruß

    Kristian

    Hallo,


    schau mal in Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. rein, was Sandguss mit sich bringt. So auf den ersten Blick müsste das gehen (Teilebene mittig vertikal), bis auf die Aussparung in der Bodenplatte, die geht so nicht. Vielleicht könnte es überhaupt ein Problem mit der ebenen Unterseite geben, Sandguss braucht glaube ich 3° Schräge, um das Modell aus dem Sand zu kriegen. Das Modell muss teilbar sein, die Hälften mit leichtgängigen Passstiften verstiftet. Oberfläche glatt wie ein Babypopo, die notwendige Oberflächenbehandlung mit der Gießerei absprechen. Falls möglich, mehrere Modelle machen, damit Formkasten -> Metall besser genutzt werden kann. Als erstes wirklich mit der Gießerei sprechen.


    Gruß

    Kristian

    Hallo David,


    notwendiges Gewicht und Leistung kann man eigentlich gut selber berechnen. Eckparameter:

    1. Reibungskoeffizient Rad-Schiene: rund 0,2, je nach dem, wie sehr die Schienen von Dampfloks "eingefettet" sind
    2. Max. Zugkraft: Lokgewicht mal Reibungskoeffizient
    3. Benötigte Zugkraft: Zuggewicht mal (Rollprozente + Steigungsprozente); beim Rollwiderstand kann man mit 1% rechnen (soweit ich gefunden habe - bei Wälzlagern, samt Kurvenzuschlag und Reserve), Steigungen können sich auf den Anlagen bis zu 3% betragen (wissen andere vielleicht genauer).
    4. Motor-Ausgangsleistung: Zugkraft mal Höchstgeschwindigkeit plus Reserve für Verluste (Getriebe u.Ä.)

    Bei der Wahl der Motoren ist es besser, von der Moment-Drehzahl-Kurve auszugehen, bei den Watt-Angaben ist immer die Frage, ob Eingangs- oder Ausgangsleistung gemeint ist (meistens ist mit einem Wirkungsgrad von 75% zu rechnen). Fraglich ist auch, inweit z.B. die üblich verwendeten China-Motoren die angegebene Nennleistung über eine längere Zeit aushalten, bevor sie verbrennen.


    Ein Beispiel: Eine Lok von 110 kg mit 2x350 W müsste einen Zug von 1000 kg mit 2,8 m/s eine Steigung von 1,2% raufziehen können. Ich schreibe bewusst "müsste", da die Lok noch nicht gebaut ist.


    Bestimmt werden andere Leutchen hier aus eigener Erfahrung berichten können...


    Gruß
    Kristian

    Hallo Jonas,


    die theoretische Zugkraft ergibt sich aus Drehmoment Motor [Nm] * Untersetzung / Radius Rad [m], in Deinem Fall 0,56*4/0,039 = 57,4 N = 5,8 kP (kg). Diese verrringert sich am Haken durch Wirkungsgrad des Getriebes, Rollwiderstand der Lok (unterschiedlich Gerade/Kurve) u.Ä. Grob gerechnet (ohne Gewähr) kannst Du damit in der Ebene insgesamt 500 kg, auf 1% Steigung 250 kg und auf 2% immer noch 180 kg bewegen. Und aus der Zugkraft und den zu erwartenden Verhältnissen auf den Gleisen - Nässe, Laub, Schmiere von Dampfloks u.Ä. - ergibt sich dann das maximal sinnvolle Lokgewicht.


    Allerdings bin ich bei China-Motoren etwas skeptisch, was die angegeben Nennleistung betrifft, genauer gesagt, wie lange sie sie aushalten, bevor sie verbrennen - dazu müssen andere ihre Erfahrungen beisteuern. Aber unsereiner fährt ja keine Geislinger Steige rauf ;)


    Gruß

    Kristian

    Hallo Willy,


    UTFW: Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.


    Die Steuerung kommt anstelle des Motors, die "Unterbrechung" ist nur der weggelöschte schwarze Punkt vom ursprünglichen Diagramm, soll natürlich verbunden sein.


    Ich will nur hoffen, dass Du nach der Lok als Nächstes keinen Atomreaktor bauen willst - habe mir gerade Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. eingezogen... ;)


    Gruß

    Kristian

    Hallo Willy,


    ist denn am Gerät kein Schild dran? Da müssten sowohl Versorgungsspannug als auch Messbereich für Spannung und Strom draufstehen. Und falls nicht, zumindest eine Produktnummer, die Du dann googeln musst. Auf Fotos bei Anzeigen kann man selten verlassen, überhaupt bei China-Ware.

    Wenn da ein zweiter 2-poliger Anschluss ist (rot-schwarz), ist es bestimmt die Stromversorgung für das Gerät - wenn Du da z.B. 12 V dranlegst (rot = +), müsste das Display angehen.


    Was den Strommessbereich anbelangt, kannst Du ihn anpassen, indem Du einen anderen Shunt kaufst. Allerdings ist fraglich, inwieweit sich das Gerät umstellen lässt, sonst musst Du beim Ablesen im Kopf multiplizieren ;)


    Gruß

    Kristian

    Hallo Willy,


    hier sind einfach Stromversorgung des Geräts links (power supply) von der Stromversorgung des zu prüfenden Geräts getrennt, damit das Gerät auch U=0 anzeigt, wenn der Motor abgeschaltet ist. Das ist jedoch bei Dir nicht der Fall, Du willst ja die Batteriespannung messen. Der buck cirquit ist ein Gleichspannungskonverter, der aus einer Gleichspannung (Eingang links) eine andere macht (Ausgang rechts), um für das Gerät eine stabile Versorgungsspannung zu bekommen - das dürfte das Problem der Spannungsspitzen auch lösen (weiß ich aber nicht mit Sicherheit). Bei Dir hängen dann die Inputs für den Konverter an den Batterieanschlüssen gleich PW+/COM.


    Das Gerät funktioniert natürlich nur bei power supply plus auf Pluspol, d.h. es kann nicht vom Motoranschluss versorgt werden, die Steuerung muss dahinter sein! Die umgekehrte Stromrichtung = negative Spannung an IN bei Stromrückführung bleibt jedoch bestehen, dafür ist eine Lösung zu finden, die ich im Moment nicht weiß (ich nehme an, IN<0 macht das Gerät kirre, wenn nicht sogar kaputt - müsste man herausfinden).


    Entschuldige bitte, dass ich kein Diagramm beifüge, habe kein elektrotechnisches CAD.


    Gruß

    Kristian

    Hallo nochmal,


    ich habe die ganze Konstruktion der Lok nicht im Kopf, also habe ich jetzt auf die Schnelle den Thread nach "Steuerung" durchsucht, jedoch nichts gefunden (von der Erwähnung eines Hydrostat-Getriebes mal abgesehen). Sollte nicht zwischen Motor und Batterie+ bzw. Abzweig zu IN noch eine elektronische Steuerung eingezeichnet sein (4QD o.Ä.)? Oder läuft der Motor immer nur mit voller Spannung und in einer Richtung? Falls elektronische Steuerung mit Rückspeisung, kann bei Rückwärtsfahrt oder aktivem Bremsen an IN auch negative Spannung gegenüber Masse anliegen (der Strom fließt dabei ja in die Batterie zurück) - ist das Messgerät dafür ausgelegt?


    Und zum Vorwiderstand R1 - wie schon angesprochen: Stromaufnahme des Messegeräts messen und Widerstand dementsprechend dimensionieren! Bei den erwähnten 100 Ohm geht bei 5 mA schon 0,5 Volt von der zu messenden Spannung verloren! Ich habe allerdings keinerlei Vorstellung von der Stromaufnahme solcher Geräte, vielleicht ist der Strom wesentlich kleiner. Da nur der Eigenverbrauch des Geräts durch R1 fließt, fallen da im vorgenannten Beispiel nur 0,25 mW an, man braucht also keinen Leistungswiderstand.


    Umgekehrt ist das beim Shunt, der muss größere Leistung "verdampfen" können. Ich nehme an, er wird mit dem Gerät mitgeliefert, oder?


    Gruß

    Kristian

    Hallo in die Runde,


    ggf. kann auch ein RC-Glied helfen - Kondensator parallel zum Voltmeter und in die Zuleitung einen Widerstand. Für die korrekte Dimensionierung der Komponenten muss man aber die Stromaufnahme des Voltmeters kennen, damit die gemessene Spannung nicht wesentlich verzerrt wird.


    Gruß

    Kristian