Beiträge von Echtdampf-Anfänger

Bitte tragt Eure Fahrbetriebs-/ und Veranstaltungs-Termine 2020 im Kalender ein.

    Hallo in die Runde,


    eine Frage zum Drehen der Innenfläche der Reifen: Kann man sie ins Drehfutter spannen oder muss man auf die Planscheibe gehen, damit die Reifen durch die Spannkraft des Futters innen nicht unrund werden? Könnte das nicht die Festigkeit der Verbindung Reifen-Sternkranz beeinflussen, vor allem bei großen Reifen, deren Dicke im Vergleich zum Durchmesser recht klein ist.


    Dank und Gruß

    Kristian

    Hallo Kourosh,


    natürlich ist das Warten auf die fertigen Teile unangenehm, und auch Nacharbeiten wie Beseitigen des Angusses und ggf. Glätten der nach dem Sandstrahlen doch recht rauen Oberfläche nimmt Zeit in Anspruch. Letztendlich ist es wohl eine Frage der persönlichen Präferenzen und auch Möglichkeiten - wer hat schon Zugriff zu einer Gießerei, die Stahl in Wachsausschmelzverfahren gießt (und sich noch dazu mit Bastlern abgibt :) ).


    Ich habe mal ein Teil bei einem Lasersinterbetrieb angefragt, der Preis war astronomisch, können sich wohl nur Großkonzerne leisten. Für nicht funktionale Teile genügt ja die übliche Shapeways-Methode, d.h. 3D-Druck Metallpartikel mit "Kleber", aber auch das ist preislich schon etwas luxuriös. Bleiben wir also lieber jeder bei seinen (individuellen) Leisten... ;)


    Gruß

    Kristian

    Hallo Kourosh,


    in Sachen Metallbearbeitung bin ich, zugegeben, noch recht unbedarft und respektbehaftet, und so stelle ich mir die spanende Herstellung von so etwas...


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    auf einer klassischen "Kurbelfräse" recht kompliziert/arbeitsaufwändig vor (selbst mit Rundtisch, den ich auch habe). Die erwähnte Alternative, den Körper aus gelaserten Blechen zusammenzulöten oder vielleicht auch nur zusammenzuschrauben, ist auch eine ziemliche Friemelei (von den nicht vorhandenen Gerätschaften mal abgesehen). Beim Umweg übers Gießen erledigt die Formgestaltung der 3D-Drucker, der praktisch die Rolle einer CNC-Maschine übernimmt, ich habe nur "Deppenarbeiten" zu tun - Oberflächen glattschaben, Teile zusammenkleben u.Ä., die je nach Fall wesentlich einfacher sind und weniger Zeit in Anspruch nehmen.


    Ja, Du hast Recht mit der Zweckmäßigkeit des doch nicht geringen Arbeitsaufwands für die Druckmodelle. In der Tat ist es manchmal schwierig zu entscheiden, in welcher Technologie ein Teil günstiger herzustellen ist. Soll ich einen kompliziert geformten Blechkasten aus 9 Blechzuschnitten und 2 "Klötzchen" zusammenschweißen und dann den Verzug richten, herausgedrückte Schweißnähte flach klopfen usw., oder lasse ich den Drucker ein Modell drucken, schabe es vielleicht 1 Stunde lang glatt und bekomme von der Gießerei das fertige Teil, wenn auch erst nach längerer Zeit und ein gutes Stück teurer? Diese Frage stelle ich mir bei jedem einzelnen Teil...


    Gruß

    Kristian

    Hallo Hans-Dieter,


    in den erwähnten Formen habe ich Wachsmodelle gegossen, alle wichtigen Infos findest Du in meinen älteren Beiträgen Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen..


    Später habe ich mir den Direktdruck von Wachsausschmelz-Modellen erschlossen - siehe Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen..


    Gruß

    Kristian

    Hallo Rainer,


    ja, der Slicer entspricht im Grunde genommen den für CNCs üblichen Postprozessoren. Zur Vorstellung: Aus 106 kB STL macht der Slicer 4,1 MB GCODE (ein aktuelles Beispiel bei mir). Ob irgendwelche CADs einen Slicer direkt integriert haben, weiß ich nicht.


    Universelle Slicer-Programme kann man wohl irgendwo gratis runterladen. Zum Prusa gibt es das speziell angepasste Sli3er, über andere habe ich keinen Überblick.


    Wichtig ist auch die Möglichkeit, im Slicer den erzeugten Druck visuell zu prüfen, ob man z.B. nicht versehentlich in die Luft druckt oder irgendwelche kritische Stellen vorhanden sind. Bei meinen Formen für Wachsmodelle, die ich bei Wandstärken von 1,2 mm ohne Support "in die Luft" drucke, habe ich stets mehrere Durchgänge gebraucht, bis ich mir sicher sein konnte, dass z.B. 0,8 mm starke "Träger" für Decken korrekt gedruckt werden und nicht wegen zu spitzen Winkeln von den Wänden reißen - das sind jedoch Extremfälle, braucht man i.d.R. nicht.


    Was ich vorher vergessen habe: Man kann im Slicer mehrere STLs für einen Druckvorgang auf den Tisch anordnen oder auch direkt die gewünschte Anzahl an Kopien einer STL einstellen, das wäre innerhalb eines CAD wohl kaum möglich.


    Gruß

    Kristian

    Hallo Rainer,


    CAD-Programme erzeugen STL-Dateien. Die verarbeitet man dann mittels eines Slicer-Programms - das generiert anhand der Form des Teils die einzelnen Wege des Druckkopfes, fügt Intro-Line, Brim und Skirt sowie Befehle bezüglich Temperaturen und Kühlung u.Ä. hinzu und erzeugt am Ende eine GCODE-Datei für den Drucker.


    Gruß

    Kristian

    Hallo Marcus,


    natürlich kann man den Drucker (im Prinzip) unbeaufsichtigt drucken lassen, vorausgesetzt, er ist ausreichend zuverlässig und kann Ausnahmesituationen bewältigen:

    1. Filament geht aus: Voraussetzung ist ein Filamentsensor, Reaktion nach Features des Druckers nur Stop oder auch späteres Weiterdrucken
    2. Filament verklemmt sich, z.B. wegen Verknotung auf der Spule (schlecht gewickelt, beim Gebrauch versehentlich Windungen überkreuzt): Filamentsensor muss Bewegung/Stillstand unterscheiden (deshalb "Maussensor"), weiter siehe 1
    3. Stromausfall: Der Prusa speichert nicht nur die aktuelle Position, um weiterdrucken zu können, sondern hebt sogar noch den Druckkopf leicht an, damit er nicht am Druck festklebt.
    4. Kollision Düse-Druck: Es kann passieren, dass sich der Druck mangels Haftung vom Tisch löst und sich nach oben verbiegt (verunreinigte Tischoberfläche, starkes Warping, z.B. bei ABS). Der Prusa erkennt dies und stoppt, sonst läuft der Druck ungehindert weiter und man hat man am Ende einen Spaghettihaufen, und wenn´s blöd läuft, einen lädierten Drucker, wenn das Material irgendwo reingelangt, wo es nicht hinsoll. Der Prusa hat nicht mal (mitunter störanfällige) Endschalter zum Referenzieren: bei Auto-Home fährt er die Achsen einfach "gegen die Wand" und weiß, wo welcher Verfahrweg endet.

    Der Prusa ist wirklich ein Hightech-Produkt, technisch sehr gut ausgeklügelt (wenn auch man hie und da von Produktionsmängeln liest - Verschleiß an Führungsstangen u.Ä.). Neben der Technik ist auch der Benutzerkomfort nicht unerheblich: Anzeige der Restzeit, automatische Korrektur der (immer etwas) unebenen Tischplatte (habe heute interessehalber die erste Schicht gemessen - Schwankungen innerhalb weniger Hundertstel), diverse Einstellmöglichkeiten und Live-Tuning während des Druckes (Z-Höhe, Geschwindigkeit, Temperaturen, Kühlung u.v.a). Und seitens Services des Herstellers - laufende Updates und Upgrades.


    Sicherheitshalber: Ich nenne hier als Beispiel den Prusa-Drucker, weil ich keinen anderen kenne. Bestimmt können auch andere Fabrikate vieles davon bieten - musst Du selber vergleichen.


    Gruß

    Kristian

    PS:


    Geil ist die PEI-Platte aus Federstahl: Sie hält mittels Magneten, nach dem Drucken nimmst Du sie einfach samt gedrucktem Teil runter, biegst sie und das Teil springt ab, kein mühsames Abmeißeln wie auf starren Tischplatten. Es gibt sie glatt und mit leicht strukturierter Oberfläche, ich habe nur die glatte, aber aus Reaktionen im Netz habe ich das Gefühl, sie ist besser als die strukturierte.


    Natürlich sind 700 Euro eine Stange Geld, aber wenn Du das Gefühl hast, Dich auch in Zukunft ausgiebiger mit 3D-Druck zu befassen, lohnt sich das Geld wirklich! Es gibt natürlich Klone, aber da ist immer die Frage, an was alles gepfuscht wurde (von der Firmware angefangen).


    K.

    Hallo Marcus,


    ich habe den Prusa MK3 (gekauft gleich nach der Markteinführung, das aktuelle Modell ist schon Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen.), kann ihn wärmstens empfehlen. Ist nicht gerade billig, bietet aber hervorragende Performance und alles, was man so braucht - automatische Kalibrierung des Tisches vor jedem Druck, Filamentsensor mit "Maussensor", d.h. auch für transparentes Filament), die Möglichkeit, den Druck zu unterbrechen, z.B. um das Filament zu wechseln, und dann weiterzudrucken, Stromausfallsicherung (auch danach kann man weiterdrucken) u.v.a. Der Bausatz ist dank sehr guter Anleitung einfach zusammenzumontieren, manche schaffen es an einem Tag. In der FB-Gruppe finden sich diverse Beschwerden, angesichts der Mengen an Druckern, die Prusa verkauft, ist der Prozentsatz wohl verschwindend gering.


    Gruß

    Kristian

    Hallo nochmal,


    noch ein Nachtrag von Hrn. Sajbrt:

    1. sehr bewährt: Platzierung von Geschwindigkeitsregler und Bremsventil nebeneinander rechts - Bedienung mit einer Hand möglich
    2. ungünstig: "Zündschlüssel" nahe der Tür - wurde schon mehrmals beim Einsteigen abgebrochen
    3. vorteilhaft: überstehender Regenschutz
    4. ungünstig für Reparaturen: komplizierte Befestigung des Fahrpults mittels 7 Schrauben, heute würde er es ausklappbar machen

    Gruß

    Kristian

    Hallo Thomas,


    von Hrn. Sajbrt habe ich dieses Foto bekommen:


    Bitte melden Sie sich an, um diesen Anhang zu sehen.


    Und dazu 2 Links von seiner Webseite:

    1. Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. mit Fotos des Fahrpults unten
    2. Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. mit Erfahrungen ganz unten: Nach 3 Jahren fing der Motor an zu zucken. Grund: ausgeschabter Geschwindigkeits-Poti. Lösung: Drehschalter mit 24 Positionen und entsprechenden Widerständen. Reaktion der SMPD-Straßenbahner-Sektion: wie aus dem echten Leben :)

    Direkt etwas geschrieben über weitere Erfahrungen hat er nicht - habe zurückgefragt, vielleicht schreibt er ja noch etwas.


    Schöne Grüße

    Kristian

    Hallo nochmal,


    da Uwe schon das Thema Sicherung angesprochen hat, sicherheitshalber eine Ergänzung: Parallel zur Sicherung (und auch zum Hauptschalter!) ist eine ausreichend dicke "Überlaufdiode" vorzusehen (öffnend in Richtung Akku). Wird nämlich das Fahrzeug bei abgeschaltetem Hauptschalter oder durchgebrannter Sicherung bewegt, wirkt der Motor als Generator, und kann kein Strom in den Akku zurückfließen, kann mitunter eine so hohe Spannung aufgebaut werden, dass die Elektronik beschädigt wird. Die Sicherung kommt natürlich zwischen Akku und Steuerung, zwischen Steuerung und Motor müsste die Steuerung das plötzliche Abtrennen der Last mitunter nicht vertragen. Auf jeden Fall die Anleitung der jeweiligen Steuerung durchlesen!


    Gruß

    Kristian

    Hallo,


    Dani und Uwe haben Recht, der Unterschied im Innenwiderstand des Akkus, bzw. der mögliche Höchststrom ist für unsere Anwendungen belanglos, da weit darüber, was Motoren und Steuerungen vertragen. Wichtiger sind da mögliche Ladezyklen und Kapazitätsverlust im Laufe der Lebenszeit, bzw. mit der Anzahl der stattgefundenen Zyklen. Und natürlich Benutzerkomfort, d.h. keiner wird heute wohl mehr klassische Bleiakkus in seine Lok stellen, sondern nur wartungsfreie und "kippsichere" Gelakkus.


    Gruß

    Kristian