Beiträge von Echtdampf-Anfänger

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    Hallo,


    es klingt unglaublich, aber ein Artikel mit Fotoserie und Videos über die Auferstehung der Maschine wurde sogar auf dem tschechischen Server Bitte melden Sie sich an, um diesen Link zu sehen. veröffentlicht...


    Gruß

    Kristian

    Hallo Andreas,


    über Details wie Rastmoment habe ich nicht nachgedacht, zumal ich zwar Regeltechnik studiert habe, aber über keinerlei Erfahrung mit den heutigen Motoren und Steuerungen verfüge - das wäre eher eine Frage an die Elektrofahrer hier, vielleicht könnte ja jemand etwas dazu schreiben oder gar leihweise einen Antrieb für einen Versuch zur Verfügung stellen ;) . Der Motor wäre in der Anordnung sowieso das aktive Glied, d.h. würde auf eine bestimmte Drehzahl geregelt, wobei er dann je nach Stellung des Dampfreglers entweder als Antrieb (Lokräder werden mitgezogen, quasi Bergabfahrt) oder als Bremse agiert (Last der Lok). Das Rastmoment kommt wohl sowieso nur beim Anlauf zur Geltung und würde "bei Fahrt" durch das Trägheitsmoment der Schwungscheibe und sonstigen rotierenden Massen geglättet.


    Gruß

    Kristian

    Ich frag mich grad, wer hir im Forum den nächsten Preis als durchgeknalttester Typ absahnt

    Hallo,


    was heißt hier abgeknallt??? :D Das ist doch ein Grundwerkzeug, wenn man seine Lok wirklich testen will... ;)


    Die Zugkraftmessung ist in dieser Anordnung allerdings nur bedingt aussagekräftig, da die Lok praktisch im Leerlauf betrieben wird. Für "echte" Werte fehlt an der "Schwungscheibe" ein Motor mit 4-Quadrantenregler, der im Bremsregime einen geeigneten Lastwiderstand (oder Batterie) speisen würde. Aus Strom- und Spannnungsmessung lässt sich dann die abgegebene Leistung ermitteln (vorbehaltlich unbekannter Verluste durch die Zahnriemen). Durch Regeln des Motors kann man die gewünschte Last -> Zugkraft am Haken einstellen.


    Im Antriebsregime kann man auch Leerlauf (z.B. Funktion von Schnüffelventilen oder Trofimoffschiebern) sowie Bremsverhalten prüfen.


    Eine Herausforderung stellt ein an verschiedene Loks anpassbarer Prüfstand dar. Dafür muss die Lok beim Aufrollen auf den Prüfstand nur mit den Spurkränzen auf innen liegenden Winkeln laufen, die Laufrollen können dadurch außerhalb dieser Winkel an die beliebige Stellen verschoben werden (samt Stützen für die Winkel, da feste Stützen im Wege wären). Die Spurführung bei Betrieb ist durch außen liegende, horizontal an die Radringe anliegende Führungsrollen zu gewährleisten.


    Noch zur Zugkraftmessung: Wichtig ist, dass die Räder stets auf dem höchsten Punkt der Rollen aufliegen, sonst wird die Messung durch die Kraftteilung der Achslasten verzerrt.


    All diese Ideen sind schon vor Jahren in schlaflosen Nächten entstanden, als ich überlegte, wie ich eines Tages meine fertige Lok testen könnte. Na ja, wird wohl beides nix... :(


    Gruß

    Kristian

    Hallo,


    falls jemand hier nach einem originellen Vorbild suchen sollte... ;)


    In einer tschechischen Dampflok-Facebookgruppe wurde dieses Foto geteilt:


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    Laut russischem Originalbeitrag handelt es sich um die Lok Kuckuck, gebaut 1887 vom Metallurgischen Werk im russischen Kulebaki 190 km südwestlich von Nischni Nowgorod, angeblich die kürzeste Lok in der Geschichte des Dampflokbaus.


    Gruß

    Kristian

    und bei Vollgas ...

    Hallo Flori,


    Vollgas mag vielleicht maximale Drehzahlen der Motoren bedeuten, nicht jedoch maximale Leistung! Ich nehme an, die Rollen waren in keiner Weise gebremst, d.h. das Fahrzeug "fuhr" praktisch im Leerlauf. Interessant wird´s erst bei richtiger Belastung, für aussagekräftige Werte müsste an den Rollen ein Generator hängen, der irgendeine Last speist. Bei 60 A Stromabgabe den Berg rauf werden die Werte bestimmt anders aussehen.


    Gruß

    Kristian

    Die Frage ist wo liegt er bei ~ 0,7 ?

    Hallo Werner,


    sprichst Du da die von mir genannten 0,7 an? Die haben nichts mit Wirkungsgrad zu tun (im Sinne Berücksichtigung von irgendwelchen Verlusten, Gegendruck o.Ä.), das ist rein die Einberechnung der effentiven mittleren, tangential zur Achse wirkenden Kraft, die von der Treibstange auf den Kurbelzapfen ausgeübt wird. Sie schwankt sinusförmig zwischen voller Kolbenkraft (Kurbel vertikal zur Achse, Kolben ungefähr in der Mitte) und null (Kurbel horizontal zur Achse, Kolben im Totpunkt). Die über eine Radumdrehung verichtete Arbeit ist dann 0,707 jenes Wertes, den man von der reinen Kolbenkraft errechnet, dementsprechend auch die effektive Zugleistung der Lok.


    Das größte Übel sind natürlich die Strömungsverluste in den Leitungen, da kann man die Strömungsphysik nicht übertölpeln, die steigen mit abnehmendem Querschnitt ungefähr qaudratisch, falls ich mich recht erinnere (bitte korrigieren, sollte es jemand genau wissen). Beim EDHT 2015 habe ich ein Dampfbahnerbuch zu diesem Thema erstanden (der Titel fällt mir nicht mehr ein), werde es bei Gelegenheit mal raussuchen. Soweit ich mich erinnere, ist es aber mehr ein Erfahrungsbericht zu einer konkreten Lok, mit eher wenig allgemein verwendbarer Theorie.


    Gruß

    Kristian

    Hallo Werner,


    Aha, jetzt verstehe ich Deine Rechnung, eine Sache aber doch nicht: Was hat die Pufferbohlenhöhe mit den Drehmomenten zu tun? Die Räder drehen sich doch um ihre eigene Achse, die muss nicht unbedingt in Höhe der Puffer liegen, oder?


    Gruß

    Kristian

    Wenn ich annehme der Zughaken ist ca 10cm über Gleis ergibt das ein benötigtes Radmoment von 400 - 800 Ncm das sind 0,4 - 0,8 Nm.


    ...ohne Kraft oszillation über die sich ergebenden Winkel der Pleuelstange

    Hallo in die Runde,


    nur sicherheitshalber: Sollte jemand einen kleineren/größeren Treibradradius haben als Zughakenhöhe, muss er natürlich mit Ersterem rechnen ;)


    Ich nehme an, im verwendeten Koeffizienten 2,7 ist Folgendes versteckt (dargestellt als Kraftübertragung vom Kolben zum Gleis):

    1. Verhältnis von Kolbenhub (= Durchmesser des Kurbelzapfenflugkreises) zum Treibraddurchmesser - meistens um 0,5.
    2. Durch die Winkelstellung der Treibstange zur Kurbel bleibt von der maximalen Kraft (bei 90°) effizient (für die Leistung der Lok, klassischer Sinusverlauf) nur noch rund 0,7 übrig.

    In umgekehrter Richtung ergibt das, dass die Kraft am Kolben (ohne Verluste) rund 2,8x größer sein muss die Zugkraft - entspricht in etwa Werners 2,7, allerdings pro Zylinder. Vielleicht kann da ja noch jemand Klarheit schaffen...


    Gruß

    Kristian

    Hallo Gerd,


    rein physikalisch gesehen, erweckt der Begriff Glasfaserdichtband bei mir nicht gerade das Gefühl, dass es neben abdichtend auch wärmedämend sein sollte - Glasscheiben sind es schließlich auch nicht. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass die Luft zwischen den Glasfasern die Sache doch etwas besser macht. Mit Glas-/Mineralwolle, die zu einem Großteil aus Luft besteht, ist das wohl kaum vergleichen. Wolle oder Baumwolle käme mir bestimmt besser vor...


    Gruß

    Kristian

    Hallo Gerd,


    Deine Berechnung gilt aber nur für den stehenden DTW! Bei Fahrt wirken die Strömungswiderstände vor und hinter dem Zylinder, d.h. "vor dem Kolben" kommen schon weniger bar an (Druckabfall in der Dampfzuleitung) und auf der Kolbenrückseite sind nicht 0 bar (Überdruck gegenüber der Atmosphäre), sondern so viel Gegendruck, damit der Dampf durch Abdampfrohr und vor allem Bläserdüse mit der notwendigen Geschwindigkeit rauskommt (Kolbengeschwindigkeit mal Verhältnis Kolben/Bläser). So sinkt z.B. die Zugkraft der größten tschechischen Schnellzuglok Albatros bei Höchstgeschwindigkeit auf rund ein Drittel (falls ich mich recht an das Diagramm im Bahnmuseum Lužná erinnere). Wenn Dein DTW zwar losfährt, aber dann schwächelt, könnte die Ursache in zu geringen Querschnitten liegen - Regler (max. Querschnitt), Dampfleitungen, Schieber, Schieberschlitze, vielleicht auch unnötig kleine Bläserdüse.


    Gruß

    Kristian


    PS: Auch einer der Brünner Dampfbahner musste bei seiner Lok die Dampfleitungen neu machen, weil die Lok nicht in Fahrt kam.

    Hallo nochmal,


    ein kleiner Nachtrag: In den ersten drei Monaten wurden in Tschechien 338 außerordentliche Ereignisse untersucht, und heute wurde der erste Trainings-Simulator für Lokführer in Betrieb genommen.


    Gruß

    Kristian

    Hallo,


    wenn hier schon das Thema Lokführer angesprochen wurde:


    Bei uns (Tschechien) wogen wieder einmal die Wellen rund um die Eisenbahn. Grund dafür ist ein Anstieg von "außerordentlichen Vorfällen" seit Jahresanfang um rund ein Drittel gegenüber dem Vorjahr. Eine Auswahl aus der letzten Zeit:

    1. Im Januar blieb ein Eilzug an einem Signal nicht stehen und entgleiste. Der Lokführer gab zu, er fahre erst seit einem Jahr und dies sei sein erster Dienst auf vereister Strecke gewesen.
    2. Am 19.2. fuhr ein Triebwagenzug mit 11 Passagieren, jedoch ohne Lokführer, fast 6 km eine abschüssige Strecke hinab, bis er an der Gegensteigung zum Halten kam. Ursache: Der Triebwagenführer war ausgestiegen, um eine Störung zu untersuchen, hatte jedoch aus Versehen die Luft aus dem Bremssystem gelassen, so dass nicht einmal die Notbremse funktionierte, als die Passagiere den Zug stoppen wollten. Was jedoch funktionierte, war das automatische Schließen der Türen, so dass der arme Mann nicht einmal aufspringen konnte, als der Zug losrollte.
    3. Am 22.2. fuhr ein D-Zug nach München durch Rot auf ein anderes Gleis und kam 34 m vor einem anderen Zug zum Stehen.
    4. Am 23.2. stießen zwei Rangierlokomotiven zusammen, ein Lokführer wurde leicht verletzt.
    5. Am 27.2. trafen ein Güterzug und eine Lok aufeinander, keine Entgleisung, niemand verletzt.
    6. Am 2.3. fuhr eine D-Zug-Garnitur einer der beiden großen privaten Eisenbahngesellschaften im Lande auf einem Abstellbahnhof durch Rot, eine Weiche wurde beschädigt. Niemandem passierte etwas, der Verkehr zwischen Prag-Hauptbahnhof und Prag-Smichov (Strecke nach Pilsen und weiter nach Deutschland) war jedoch eine Zeit lang unterbrochen.
    7. Am 4.3. stießen ein Personenzug und ein Manipulationszug auf eingleisiger Strecke zusammen, 5 Verletzte.
    8. Am 5.3. fuhr in Brünn-Hauptbahnhof ein einfahrender Regionalzug auf einer Weiche gegen einen vom Nebengleis ausfahrenden Regionalzug, weil dieser wohl zu zeitig losgefahren war. Über 20 Verletzte.
    9. Am 12.3. fuhr beim Rangieren ein Zug in einen anderen. Der 51-jährige umgeschulte Weichensteller fuhr auch erst ein Jahr.

    Die Ursache wird vor allem in der unzureichenden Ausbildung der Lokführer vermutet: Früher musste ein Anwärter 4 Jahre bahntechnische Fachschule absolvieren, verbrachte 2 Jahre im Depot, absolvierte Kurse und Prüfungen, rangierte Loks im Betriebswerk u.Ä. und durfte erst dann auf die Strecke. Heutzutage genügen ein theoretischer Kurs und 12 Wochen Fahrten, nach einem halben Jahr ist man auf der Strecke. Auch werden Lokführer überlastet oder fahren für mehrere Arbeitgeber, so dass niemand bemerkt, wenn Ruhezeiten nicht eingehalten werden. Insgesamt fehlen hierzulande rund 300 Lokführer, seitens Jugendlicher besteht kaum Interesse an diesem Beruf.


    Schöne Grüße

    Kristian

    Hallo Marco,


    interessehalber habe ich mal Johannes´ Teil nachempfunden (ohne Anspruch auf Praxistauglichkeit :), die Form ließe sich strömungstechnisch gewiss noch optimieren) und bei Shapeways angefragt: Als 2 mm dicke Schale kommt es auf rund 25 Euro, in zylindrischer Form schon auf 43 Euro.


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    Noch ein Aspekt: Gedruckte "Stahlteile" bestehen aus mittels Bronze gesinterten Stahlpartikeln, ob die den rauhen Bedingungen in der Rauchkammer, vor allem dem mit hoher Geschwindigkeit strömenden Dampf gewachsen sind?


    Gruß

    Kristian

    Hallo in die Runde,


    meiner Meinung nach ist die Wahl von Moderatoren ausschließlich Sache des Forenbetreibers, also Pankis. Wie Wahlen daneben gehen können, belegen nicht zuletzt die Präsidentenwahlen in den USA oder in der Tschechischen Republik (von Venzuela und ähnlichen Staaten mal abgesehen).Sowieso ist fraglich, inwieweit eine öffentliche Wahl von Moderatoren repräsentativ wäre in unserem Forum, wo nur eine größere Handvoll Leute mitliest, geschweige denn mitschreibt. Um so mehr befürchte ich, sowas könnte letztendlich nach hinten losgehen.


    Ein Moderator sollte allgemein vernünftig, verantwortungsvoll und mit gesundem Menschenverstand und Umsicht ausgestattet sein, über diplomatische Fähigkeiten zum Schlichten von Streitgkeiten verfügen und vor allem das Vertrauen des Betreibers und ggf. auch der Allgemeinheit genießen, wobei Letzteres eher für die Atmosphäre im Forum wichtig ist, nicht für die Funktionsfähigkeit des Moderatorenteams. Damit haben Statistikzahlen oder Alter nichts zu tun! Deshalb erachte ich die Umfrage "Qualifikation der Bewerber" als sinnlos, zumal gerade diese Aspekte da fehlen. Man muss auch praktische Dinge beachten: Es hat keinen Sinn, jemanden zum Moderator zu machen, der nur ein zwei mal pro Woche ins Forum schaut oder überhaupt den Rechner anwirft - leider könnnen auch kritische Fälle eintreten, in denen schnelle Reaktionsfähigkeit (einschließlich operativer Absprache unter den Moderatoren) von grundlegender Bedeutung ist.


    Natürlich ist es schwierig, unter Leuten zu wählen, die man größtenteils nur vermittelt durch Beiträge im Forum kennt, ich meine jedoch, auch anhand dieser ließe sich eine recht gute Auswahl treffen. Allerdings sollte die finale Wahl Panki und den aktuellen Moderatoren überlassen bleiben, ohne Rücksicht auf obige Abstimmung, da hat Panki - aus meiner Sicht - etwas unbedacht aus der Hüfte geschossen. Zweifelsohne wäre es jedoch gut, Panki & Co. dafür Unterstützung in Form von Vorschlägen zu bieten, sei es öffentlich hier oder privat per PN (dazu sollte sich Panki äußern).


    Schöne Grüße

    Kristian


    PS: Erst nach dem Absenden habe ich entdeckt, dass inzwischen die letzten drei Beiträge hinzugekommen sind - hatte die Seite nicht erneuert. Entschuldigt also bitte, dass ich teilweise etwas bereits Gesagtes wiederhole - löschen werde ich es nicht mehr ;)