Beiträge von Mikado41

    Hallo Kourosh,

    bin einwenig verwirrt was genau Du meinst. Schmierpumpen(antriebe) gibt es zweierlei: den für die unter Dampf gehenden Teile, also die Boschpumpe im Führerstand sowie die Spurkranzschmierpumpe. Leztere war bei der DB immer die DeLimon-Pumpe. Bei Baureihe 50 fast immer links hinterm Zylinder, Befestigung am vorderen Steuerungsträger, Nachfüllmöglichkeit von oben aus dem Umlaufblech herausragend. Ich gehe aber davon aus, daß Du die Boschpumpe meinst. Der Antrieb erfolgt meiner Kenntnis nach immer vom letzten Kuppelrad links, egal welche Einheitslok und was da noch an Laufachsen kommt. Eine Befesigung an der Treibstange wie von Dir geschildert ist mir gänzlich unbekannt. Ich habe Dir ein Foto zum besseren Verständnis der Befestigung beigefügt. Der Kurbelzapfen besitzt ein Gewinde, die Kurbel hat eine auf dem Bild unsichtbare Verdrehsicherung und wird mittels Kreuzlochmutter und Splint gehalten. Bei der Übertragung bis in den Führerstand hinein muß die Seitenbeweglichkeit der Kuppelachse berücksichtigt werden.

    Konnte Dir hoffentlich damit helfen,

    mfg., Marco.

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    Hallo Kristian,

    das erinnert auch an ein Überbleibsel eines Dampftriebwagens. Diese hatten solche kurzen Antriebseinheiten und an einem Ende lag wiederum das Ende eines Personenwagons auf.

    Gruß,

    Marco.

    Hallo Kristian,

    obwohl hier hauptsächlich als stiller Leser des Forums tätig muß ich an dieser Stelle ein Lob für Deinen Bericht aussprechen! Besonders gefallen hat mir Dein Durchhaltevermögen trotz anfänglicher Schwierigkeiten. Darüber geht Zeit ins Land und am Modell sind keine Fortschritte zu sehen, das kann schon mal an der Motivation nagen. Erfahrungsgemäß geben andere schnell auf wenn es nicht auf Anhieb klappt; Du hast Ehrgeiz bewiesen.

    Übrigens gab es das mit den Nabenrissen im Original so lange bis man hierzulande begriffen hatte das eine ungerade Speichenzahl wesentlich bessere Ergebnisse erwarten läßt. Unterschiedliches Abkühlen und somit Zusammenziehen geht besser wenn gegenüber zwei Speichen ein V ergeben. So bekommt man auch beim Stahlguss einwenig Elastizität. Auch bleibt die Nabe bei dieser Vorgehensweise mittiger wonach ein Speichenrad mit ungerader Teilung ruhiger läuft als eines mit gerader Teilung. Mit der Einführung der Einheitslokomotiven wurde die gerade Teilung abgeschafft. Vergleiche mal auf Bildern eine Länderbahnlok von der säch. Maschienen-

    fabrik Rich. Hartmann mit Einheitsloks.

    Die positiven Rückmeldungen auf Deinen Bericht dürften erstmal einen Motivationsschub bedeuten. Somit wünsche ich Dir viel Schaffenskraft für 2019.


    Gruß, Marco.

    30 Jahre ehrenamtliche Arbeit zu investieren und den Erfolg vor Augen zu haben um dann schließlich zu scheitern muß für den Initiator eine persönliche Niederlage bittersten Ausmaßes bedeuten. Vom Vorhaben mußten ja auch Behörden überzeugt werden und nicht zuletzt hat das Eisenbahnmuseum "Darmstadt-Kranichstein" praktisch die Schirmherrschaft übernommen (nachdem es ja sonst niemand machen wollte) damit das Kind einen Namen hat. Ich habe die ganze Geschichte um diese Lok als sehr spannend empfunden, nicht zuletzt wegen des Zustandes, der momentan nur zu Mutmaßungen anregt. Vielleicht ist die Geschichte doch noch nicht zu Ende und es wird sich jemand finden der sich da reinsteigert. Die Titanic wurde auch nicht beim ersten Anlauf entdeckt, mehrere haben es versucht und sind gescheitert, auch finanziell.

    Übrigens, es gibt es noch eine versunkene Lok in Deutschland. Nahe Limburg liegt eine 50er in der Lahn, die infolge von Hochwasser und unterspültem Bahndamm im Februar 1946 dort zur Hälfte hineinrutschte. Der Tender wurde geborgen, die Lok selbst konnte mangels geeigneter Hebezeuge/Krane nicht gehoben werden. So entschied die Bahndierektion Frankfurt die Lok so liegenzulassen und mit Geröll und Erde zu bedecken. Sie liegt noch heute dort. Kurz nach dem Krieg hat man so entschieden, Priroritäten wurden anders gesetzt; heutzutage eher unwahrscheinlich.

    In diesem Sinne einen schönen Feiertag,

    Gruß, Marco

    Hallo Wolfgang,
    die Dahlhausener ließen ihre V36 in der Vargangenheit bei Vossloh in Moers aufarbeiten, das habe ich selbst gesehen. Wenn Du über den Verein herausbekommst wo die Untersuchung stattfindet läßt sich vielleicht ein Besichtigungstermin vor Ort ausmachen.
    Fa. Reuschling in Hattingen wäre ebenfalls denkbar, da die Überführungskosten minimal sind.
    Übrigens haben die Lengericher neben ihrer 78 auch eine V36.
    Gruß, Marco.

    Hallo Wolfgang,
    eine Wölbung kannst Du wie folgt herstellen:
    Rundmaterial auf Scheibenaußendurchmesser abdrehen und die Stirnfläche nicht plan, sondern ballig. Dein Plexiglas mit Heißluftfön erwärmen und dagegendrücken . Nach wenigen Versuchen in punkto Temperatur und Andrücktechnik bekommst Du ein brauchbares Ergebnis.
    Mit freundlichen Grüßen, Marco.

    Liebe Forengemeinde,
    ich war 15 Jahre aktiv in der Lokausbesserung tätig und kann zum Thema folgendes beisteuern.
    Zu den Arbeiten eines AW´s gehört auch schon mal die Zerlegung der Lokomotiven ; entweder weil der Schaden zu teuer ist oder weil eine erneute Investition zur Fristverlängerung oder sogar Hauptuntersuchung in ein nicht mehr zeitgemäßes Fahrzeug lohnt. Ich war bei etlichen Zerlegungen zugegen und habe auch schon mal Fotos gemacht.
    Untenstehend zwei Bilder von ein und der gleichen Lok (Typ Henschel DH360 vom Emdener Erzhafen). Wie Ihre sehen könnt sitzen die Kontergewichte 90Grad gegeneiander versetzt. Ich habe das auch nur so kennengelernt. Und zwar eilt die rechte Kurbel der linken voraus. Übrigens auch bei der DB-V60 (die Vermutung war hier aufgetaucht) . Beim Stangenabbau ist stets darauf zu achten, das der Kurbelzapfen im Kontergewicht der bereits abgezogenen Stange gegen verdrehen gesichert wird, da es sonst beim Abbau der gegeüberliegenden Lokseite zu einer bösen Überraschung kommen kann. Die Gegengewichte suchen sich ihren Punkt zum Auspendeln, wobei beide Kurbelzapfen auf "12-Uhr" zum Stehen kommen.
    Mfg, Marco.


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    Hallo Kourosh,
    was die Kugel- bzw. Wälzlager angeht so gab es das auch in Deutschland, -nur leider zuwenig und sehr zaghaft. Die Baureihe 05 war die erste deutsche Dampflok mit Rollenlagern. Dies beschränkte sich jedoch auf die Drehgestelle und die Tenderachsen. Dort, wo die meiste Reibung auftritt aufgrund der meisten Lager, nämlich im Triebwerk, hatte man der "neuen" Technik noch nicht vertraut, obwohl dies in den USA bereits seit Jahren mit Erfolg angewandt wurde. Nach vielen Versuchen bekamen dann die letzten 5 Exemplare der Reihe 01.10 Wälzlager in den Stangen bereits ab Werk. Aber auch hier endete der Luxus schon an der Schwingenstange. Schieberschub, Voreilhebel und Lenkerstange wurden wieder in der alltbekannten Weise mit Gleitlagern ausgerüstet. Trotz guter Erfahrungen damit wurde auch beim Neubauprogramm nach dem Krieg nur zögerlich darauf aufgebaut. Die einzigen mir bekannten Maschinen, die vollends mit Wälzlagern ausgestattet wurden waren die Baureihen 10 und 66. Alle anderen Neubauloks hatten entweder Gleitlager oder einen Mix aus beidem, so z.B. Reihe 65, alle Kuppelachsen in Rollenlagern aber die Stangen konventionell gelagert. Meiner Ansicht nach ist ein Stahlgussrahmen die einzig verlässliche Voraussetzung für einen störungsfreien Betrieb mit Wälzlagervollausstattung. Hierzulande setzte man aber auf Blech- und Barrenrahmen und Gussrahmen kamen hier nicht zur Anwendung. In einem Heer von tausenden Dampflokomotiven waren die mit Wälzlagern ausgestatteten nur ein kläglicher Klecks und führten in der Anzahl eher ein Schattendasein.
    Rollenlager in Achsen, Stangen nebst Baker-Steuerung dürfte die optimale Kombination sein.


    Mit besten Grüßen,
    Marco.

    Hallo Gerhard,
    ich habe da noch etwas, was Dich möglicherweise interessiert: Ein längst vergriffenes Buch, ausschließlich mit Zeichnungen über Badische Dampfer bestückt. Da ist so ziemlich alles drin was die Baden jemals auf die Gleise gestellt haben. Es handelt sich immer um Übersichtszeichnungen mit Schnitten, zu jeder Lok jeweils einmal. Nicht gerade viel für einen Nachbau, aber immerhin eine Hilfe. Wenn Du Interesse hast und mir eine genaue Typenbezeichnung nennst, würde ich Dir einen Scan zukommen lassen.
    Mit herzkichen Grüßen, Marco.
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